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Derby vor der Brust, Rückserie im Hinterkopf

Der VfL Oythe erwartet am Sonntag um 13.30 Uhr GW Mühlen zum Derby in der Fußball-Landesliga. Für Markus Kohls und Patrick Albers gab es im Vorfeld schlechte Nachrichten.

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Starke Parade mit dem Fuß: Oythes Keeper Lukas Katarius verhindert hier im Spiel gegen Dinklage das 0:2. Foto: Schikora

Starke Parade mit dem Fuß: Oythes Keeper Lukas Katarius verhindert hier im Spiel gegen Dinklage das 0:2. Foto: Schikora

Die OV-Schlagzeile im aktuellen Stadionheft des Fußball-Landesligisten VfL Oythe ist fast auf den Tag genau 18 Jahre alt. Sie datiert vom 17. November 2003. „Hinrichs auf den Spuren von Emmerich“, heißt es in der Rubrik „Fundgrube“. Andreas Hinrichs, damals 20 Jahre alt und Mittelfeldspieler in Oythe, hatte tags zuvor in der 85. Minute das 2:1-Siegtor gegen den Landesliga-Spitzenreiter TuS Esens erzielt. Und es war nicht irgendein Tor, es war sein erstes im Herrenbereich und ein sensationelles dazu. Wie einst Lothar Emmerich traf Hinrichs aus extrem spitzem Winkel – allerdings von rechts und mit rechts.

Dass diese Anekdote in dieser Woche aus dem Archiv ausgegraben wurde, ist natürlich kein Zufall: Hinrichs (38), inzwischen Trainer von GW Mühlen, kehrt am Sonntag an die Hasenweide zurück, wo er von 2003 bis 2007 gespielt hat. Das drittletzte VEC-Derby in der Staffel 2, in dem für beide Teams einiges auf dem Spiel steht, wird bereits um 13.30 Uhr angepfiffen. Der Grund für die frühe Anstoßzeit ist die Gräbersegnung in Mühlen.

Angesprochen auf das Tor von damals, sagt Hinrichs, dass „viel Glück“ dabei gewesen sei, „und ein bisschen Absicht“. Und welche Schlagzeile wünscht er sich für den kommenden Montag? „Mühlen baut seine Serie aus“, so der GWM-Coach, dessen Team sich zuletzt mit zwei Siegen in Folge auf Platz fünf vorgearbeitet und sich so noch eine klitzekleine Chance auf die Meisterrunde (Top 4) bewahrt hat.

„Gefühlt geht's am Sonntag um mehr als nur um drei Punkte.“Oythes Trainer Raphael Dornieden

Und was würde Oythes Coach Raphael Dornieden nach dem Spiel gerne lesen? „Ganz ehrlich, die Schlagzeile ist mir egal. Hauptsache, wir haben die drei Punkte“, erklärt Dornieden, auf dessen Team nach acht sieglosen Spielen in Folge – die letzten fünf Partien endeten alle mit einem Remis – ein größerer Erfolgsdruck lastet. „Ein Sieg wäre extrem gut“, sagt Dornieden und meint damit den Kopf und die Tabelle. Mit Blick auf die Abstiegsrunde, die der Vorletzte nur noch mit einem XXL-Wunder verhindern kann und mit der sich der eigentliche Top-4-Kandidat gedanklich längst auseinandersetzt, braucht Oythe unbedingt Zählbares, was man in die zweite Saisonphase mitnehmen kann. „Gefühlt geht's am Sonntag um mehr als nur um drei Punkte“, erklärt Dornieden.

Personell gab's für Oythe die nächsten Dämpfer. Markus Lübberding und Süleyman Odabasi haben bei ihren Einsätzen am Sonntag im Oyther Bezirksliga-Team Rückschläge erlitten. Dornieden: „Sie müssen wieder pausieren.“ Viel schlimmer hat's Markus Kohls erwischt, der sich im Training das Knie verdreht hat. Dornieden, der als Spieler auch zwei schwere Knieverletzungen hatte, befürchtet eine „sehr lange Pause“ für den Flügelspieler und sagt: „Das wäre echt bitter für ihn und für uns.“ Immerhin: Felix Schneppe, der lange pausiert hat, steht vor der Rückkehr in den Kader. Seine Präsenz im Mittelfeld kann Oythe im Endspurt gut gebrauchen – das Mühlen-Spiel kommt für einen längeren Einsatz aber wohl noch zu früh. Dornieden sagt grundsätzlich: „Wir müssen es schaffen, dass wir unsere Leistung länger als nur 45 oder 60 Minuten zeigen.“ Eine Anspielung auch auf das 2:2 im Hinspiel, als Oythe zur Pause mit 2:0 führte.

Mühlen reist nach den jüngsten Erfolgen mit breiter Brust an. „Wir können auch selbstbewusst sein“, sagt Hinrichs: „Wir haben uns gefunden und sind relativ gefestigt in den Abläufen.“ Zum grün-weißen Personal: Bei Robert Kröger (Studium), Nico Files und Alexander Landwehr (beide krank) gibt's Fragezeichen, das größte bei Kröger. Für seine Position im zentralen Mittelfeld wäre der wiedergenesene Vincent von Lehmden eine Option. „Gut, dass er wieder da ist, auch wenn er noch nicht der alte ist“, sagt Hinrichs. Schlechte Nachrichten gibt's derweil für Patrick Albers: Die Schulterverletzung ist schlimmer als gedacht; der Angreifer ist frühestens zur Rückserie wieder dabei.

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