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Der Kader füllt sich - und auch Allen bleibt

Rasta Vechta verpflichtet Will Vorhees aus Bremerhaven und Jannes Hundt aus Quakenbrück. Die Co-Trainer-Frage ist ebenfalls geklärt.

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Von Bremerhaven nach Vechta: Power Forward Will Vorhees (rechts). Foto: ProA / Peter / spfoto.de

Von Bremerhaven nach Vechta: Power Forward Will Vorhees (rechts). Foto: ProA / Peter / spfoto.de

Das Puzzle ist noch nicht ganz komplett, aber das Ziel ist in Sicht. „Wir haben jetzt neun Spieler unter Vertrag. Damit bin ich sehr zufrieden. Wir sind absolut konkurrenzfähig und haben auch menschlich eine ganz tolle Truppe zusammen. Und was die letzten zwei Positionen angeht, bin ich auch guter Dinge“, erklärte Thomas Päch. Als er das sagte, genoss der Trainer von Rasta Vechta gerade die Sommersonne in einem Cafe in Berlin-Schöneberg – und er freute sich über die Tatsache, dass Rastas Neuzugänge sechs und sieben perfekt sind. Der Basketball-Bundesligist gab am Mittwochnachmittag die Verpflichtung von Power Forward Will Vorhees (24/USA) sowie Aufbauspieler Jannes Hundt (23) bekannt. Beide haben in der vergangenen Saison in der 2. Bundesliga ProA gespielt – Vorhees für Vizemeister Eisbären Bremerhaven, Hundt für die Artland Dragons.

Ex-Kapitän Derrick Allen wird Co-Trainer

Parallel zum Kader-Puzzle hat Rasta auch die Co-Trainer-Lücke geschlossen. Nach der unerwarteten Kündigung von Arne Woltmann, der nur zwei Wochen nach seinem Amtsantritt um die Auflösung seines Vertrages bat, um zum litauischen EuroLeague-Klub Zalgiris Kaunas wechseln zu können, gab's nun eine Einigung mit Derrick Allen. Der 40 Jahre alte Ex-Kapitän von Rasta, der in der letzten Saison 2. Co-Trainer von Pedro Calles war, bleibt dem Klub jetzt doch erhalten und steigt zum „1. Assistant Coach“ auf.

„Schön, dass sich jetzt diese Tür geöffnet hat“, sagte Rastas Klubchef Stefan Niemeyer und freute sich über ein „tolles Gespann“, zu dem auch Marius Graf als 2. Co-Trainer gehört. „Derrick und ich hatten sehr gute Gespräche. Ich freue mich sehr, dass wir jetzt zusammen in die neue Saison gehen“, meinte Päch und bezeichnete Allens Anwesenheit im künftigen Trainerstab als „riesige Bereicherung für uns alle“. Allens BBL-Erfahrung ist enorm: Er absolvierte in 13 Jahren 477 Spiele für acht Klubs.

Er bleibt in Vechta: Co-Trainer Derrick Allen (Mitte). Foto: SchikoraEr bleibt in Vechta: Co-Trainer Derrick Allen (Mitte). Foto: Schikora

Als Allen 2004 im Trikot der BG Karlsruhe in der BBL debütierte, waren Jannes Hundt und Will Vorhees noch im Grundschulalter. Nun wollen sie sich im Oberhaus beweisen. „Sie haben gute Rollen in der ProA gespielt und sind bereit für den nächsten Schritt“, sagte Päch und lobte die „große Arbeitsmoral“ von Hundt sowie den „unglaublichen Willen“ von Vorhees. „Das hat mir imponiert, das brauchen wir“, so Päch. Hundt, der zwischen 2015 und 2018 bereits acht BBL-Kurzeinsätze für Alba Berlin (3) und Bremerhaven (5) hatte, komplettiert als Backup für Stefan Peno die Guard-Garde, Vorhees kann auf beiden großen Positionen eingesetzt werden.

Jannes Hundt, geboren in Oldenburg, aufgewachsen in Berlin und älterer Bruder von Bambergs Neuzugang Bennet Hundt (21), spielte in den letzten zwei Jahren für die Artland Dragons in der ProA. In 55 Spielen stand er im Schnitt gut 26 Minuten pro Partie auf dem Feld und kam dabei auf 9,1 Punkte und 3,8 Assists. „Ich freue mich mega auf die nächste Saison“, sagte der beim TuS Lichterfelde und DBV Charlottenburg groß gewordene Guard: „Mit meiner Energie und meiner Schnelligkeit möchte ich dem Team bestmöglich helfen.“ Päch sagte über Hundt: „Ich kenne Jannes und seine Familie, seit er zehn ist. Wir hatten viele Duelle in der Jugend, als ich bei Alba seinen Jahrgang trainiert habe. Ein toller Junge, er gibt immer Gas, das gefällt mir.“

Will Vorhees hatte in der letzten Saison mit 12,7 Punkten und 6,2 Rebounds pro Spiel großen Anteil an Bremerhavens Vizemeisterschaft in der ProA. Er ist ein Wühler, ein Kämpfer – so wie Seth Hinrichs und Ish Wainright, seine Vorgänger bei Rasta. „Will ist vielleicht nicht der athletischste Spieler, aber er bringt einen ungemein großen Willen mit“, so Päch. Vorhees sei eine „interessante Personalie“ und „auch menschlich ein riesiger Gewinn für das Team“. Der 2,03 m große Amerikaner, der aus dem 2000-Einwohner-Ort Columbus Grove in Ohio kommt und vor der Eisbären-Zeit 120 College-Spiele für die Notre Dame Falcons absolvierte (23,0 Punkte und 9,7 Rebounds im Schnitt), twitterte direkt nach seiner Vertragsunterschrift: „Ich freue mich auf diese großartige Chance.“

"Zwei Positionen sind noch offen."Thomas Päch, Trainer Rasta Vechta

Rasta hat nun neun Spieler im Kader, vier deutsche sowie fünf ausländische Profis. „Zwei Positionen sind noch offen“, verriet Päch. Er sucht noch einen Guard und einen Flügelspieler; das Duo soll die Positionen zwei bis vier abdecken. „Wenn's klappt, sind wir tief und variabel besetzt“, sagte Päch. Mit einem deutschen Spieler seien die Gespräche sehr weit fortgeschritten, mit dem letzten ausländischen Neuzugang will sich der Coach noch Zeit lassen. „Da ist keine Eile nötig“, so Päch. Heißt: Rasta spekuliert auf fallende Preise. Gesucht wird zudem noch ein Athletiktrainer, der die Nachfolge von Frederik Kramp (jetzt in Bayreuth) antritt.

Ein neuer Guard für Rasta: Jannes Hundt (links), hier im ProA-Spiel mit den Artland Dragons gegen Karlsruhe. Foto: ProA  PieperEin neuer Guard für Rasta: Jannes Hundt (links), hier im ProA-Spiel mit den Artland Dragons gegen Karlsruhe. Foto: ProA / Pieper

Rasta Vechta - Kader für 2020/21

  • Point Guard: Stefan Peno (23/SRB), Jannes Hundt (23/GER)
  • Shooting Guard: Josh Young (32/USA), Tim Hasbargen (24/GER)
  • Small Forward: Jordan Barnett (24/USA)
  • Power Forward: Philipp Herkenhoff (21/GER), Will Vorhees (24/USA)
  • Center: Dennis Clifford (28/USA), Björn Rohwer (24/GER)
  • Trainerstab: Thomas Päch (37/GER), Derrick Allen (40/USA), Marius Graf (29/GER)
  • Noch offene Posten: zwei Spieler (Guard/Forward), Athletiktrainer

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