Das Tor zum Osnabrücker Aufstieg? Bernd Riesselmann lässt die Bremer Brücke beben
Der Stürmer aus Lohne hat den Fußball-Drittligisten am Samstag in der Nachspielzeit zum 2:1-Sieg gegen den SC Verl geschossen. Schon am Sonntag könnte der VfL-Aufstieg perfekt sein (mit Video).
Ekstase in Osnabrück: Bernd Riesselmann (links) wird gefeiert. Foto: dpa/Ebener
Sein Trainer erzählte schon nach seinem Debüttor in Rostock vom großen Traum von Bernd Riesselmann. „Ich weiß, dass er davon träumt, dann auch die Bremer Brücke irgendwann mal beben zu lassen“, sagte Timo Schultz, der Coach des Fußball-Drittligisten VfL Osnabrück, Mitte Februar über den jungen Stürmer aus Lohne. Dieser Traum ist am Samstagnachmittag wahr geworden: Der 20-Jährige hat den Tabellenführer im ausverkauften Stadion an der Bremer Brücke in der Nachspielzeit zum 2:1 (0:1)-Sieg gegen den SC Verl geschossen. Es könnte der entscheidende Treffer zum Aufstieg gewesen sein.
Bernd Riesselmann wurde am Samstag in der 88. Minute für Robin Meißner eingewechselt. Das war nichts Neues für ihn: Es war sein 19. Einsatz in der 3. Liga, 18 Mal kam er dabei von der Bank. Es sollte aber ein ganz besonderer Tag für den Lohner werden, der in der vergangenen Saison noch für seinen Heimatverein BW Lohne aufgelaufen war.
Der Weg zum Tor: Bernd Riesselmann umkurvt den Keeper. Foto: dpa/Ebener
Nach einer großen Verl-Chance in der Nachspielzeit lief Riesselmann nach einem VfL-Befreiungsschlag von der Mittellinie aus frei alleine auf das Tor der Gäste zu. Er täuschte kurz einen Schuss an, lief dann rechts am Torwart vorbei und schoss flach ins leere Tor ein. Mit seinem zweiten Drittliga-Treffer ließ er die Bremer Brücke beben. Es gab kein Halten mehr, weder auf noch neben dem Platz. Alle Ersatzspieler und auch Coach Schultz stürmten auf den Rasen und vergruben den Torschützen unter einer Jubeltraube. Der Stadionsprecher schrie anschließend dreimal seinen Namen durchs Mikrofon. Und als der Schlusspfiff ertönte, ballte Riesselmann die Fäuste und strahlte.
Die Bedeutung des Riesselmann-Treffers ist riesig. Es könnte das entscheidende Tor zum Aufstieg gewesen sein. Sollte Energie Cottbus am Sonntag (13.30 Uhr) bei Viktoria Köln verlieren, kann der VfL an den verbleibenden drei Spieltagen nicht mehr von einem Aufstiegsplatz verdrängt werden. Dann wäre die Rückkehr in die 2. Bundesliga perfekt.
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