Das nächste Kapitel der Erfolgsstory: Die 42. SgH-Saison endet mit 368.000 Euro
Auch in diesem Winter schlugen die Herzen höher für die OM-Medien/KSB-Aktion „Sportler gegen Hunger“. Mit dem Geld wird das sechste SgH-Schulprojekt angeschoben.
Bunter Jubel: Auch dafür steht „Sportler gegen Hunger“. Hier eine Aufnahme vom Langfördener SgH-Lauf. Foto: Beuse
Es war ein besonderer Winter, gar keine Frage. Ein Winter mit Eisregen und reichlich Schnee, mit Dauerfrost und kaltem Ostwind. Es war aber auch ein Winter, der die Herzen der SgH-Fans höher schlagen ließ. Denn: Die Aktion „Sportler gegen Hunger“ hat ihre ohnehin schon beeindruckende Erfolgsgeschichte um ein fantastisches Kapitel erweitert. Das Gemeinschaftsprojekt der OM-Mediengruppe und des Kreissportbundes Vechta wartet erneut mit einem vor Jahren nicht für möglich gehaltenen Ergebnis auf. Die SgH-Saison 2025/26, die 42. Auflage der Aktion, endet mit dem sagenhaften Erlös von 368.000 Euro. Dreihundertachtundsechzigtausend – auch ausgeschrieben ist die Summe schwer zu begreifen.
Die Aktion „SgH“, die im Dezember 1984 ins Leben gerufen wurde, hat damit in nunmehr 42 Jahren exakt 6.827.142 Euro für die Ärmsten der Armen in Afrika eingespielt. Und: Erst zum fünften Mal nach 2021 (306.000 Euro), 2023 (320.000 Euro), 2024 (338.000 Euro) sowie 2025 (371.000 Euro) liegt der Gesamterlös eines SgH-Winters über der vor zehn Jahren noch unvorstellbaren 300.000-Euro-Marke.
Grafik: Kaapke & Friends GmbH
In der offiziellen SgH-Zeit seit dem 1. Dezember 2025 summierten sich die Spendenbeträge auf den SgH-Sonderkonten bis zum Donnerstagabend auf 368.189,83 Euro. Dieser Beitrag wurde jetzt gerundet. Die übrigen 189 Euro fließen in die 43. Saison ein, die von März bis Mai mit den SgH-Events in Lohne, Langförden (jeweils Tennis), Einen (Radfahren, Laufen, Wandern) und Kroge (Laufen) erste Vorboten hat. Und: Der Erlös des Behördenturniers, das an diesem Samstag in Bakum stattfindet, bildet die Basis für die SgH-Saison 26/27.
Zurück zum Winter 25/26: Drei Monate lang trommelten die VEC-Sportler von Visbek im Norden bis Vörden im Süden für ihre Veranstaltungen. Es gab erneut eine bunte Palette des Heimatsports für den guten Zweck – mit Leistungssport, mit Spaß am Spiel, mit kreativen Shows, mit SgH-Klassikern sowie mit Hits aus den Corona-Zeiten.
Die „Glorreichen Sieben“ treiben Erlös nach oben
Vielerorts wurden in den letzten drei Monaten sagenhafte Ergebnisse verbucht. Wie etwa beim Langfördener Powerpaket, das erneut mit einem Erlös von 63.000 Euro aufwartete, oder beim Dreierpack des SC Bakum rund um das Wintervolksfest (43.500 Euro). Die SgH-Herzen schlugen allerdings nicht nur beim Topduo höher. Fünf weitere Events hatten einen fünfstelligen Erlös für SgH – das Weihnachtssingen in der Lohner City (33.743 Euro), der OM-Medien-Supercup im Rasta-Dome (33.701 Euro), der Silvesterlauf von GW Mühlen (18.540 Euro), das Event „Lutten kickt und läuft“ (16.910 Euro) und das Hobbyfußballturnier von Halter 05 (15.555 Euro).
Kein Zweifel: Die „Glorreichen Sieben“ trieben das Spendenbarometer für den SgH-Winter 25/26 mit einer Gesamtsumme von 224.949 Euro nach oben. Aber klar ist auch: Die breite SgH-Basis hatte ebenfalls einen großen Anteil am Erfolg. Der Kassensturz für die abgelaufene Saison ergab, dass es inklusive einiger Events und Aktionen im Frühjahr, Sommer und Herbst sage und schreibe 31 (!) Erlöse zwischen 1000 und 10.528 Euro (Stoppelmarkt-Spiel) gab, davon lag alleine achtmal ein Ergebnis über 5000 Euro. Hinzu kamen wieder diverse Privatspender und Firmen, die der SgH-Aktion seit Jahren die Treue halten.
Angesichts des riesengroßen Erfolgs des SgH-Winters 25/26 erhalten acht Missionsprojekte von heimischen Vertretern eine finanzielle Unterstützung in Höhe von jeweils 20.000 Euro. Bedacht werden die vier Ordensschwestern Klara Lüers (Visbek/Malawi), Jordana Rechtien (Holdorf/Südafrika), Bede Siewe (Lohne/Südafrika) und Änne Thölking (Lohne/Südafrika). Ebenfalls 20.000 Euro erhalten Reimund Berding (Dinklage/ SOS-Kinderdorf in Mosambik), Bischof Johannes Bahlmann (Visbek/Angola), Ludger Baumann (Dinklage), der sich seit vielen Jahren für die Aktion „Zukunft für Tshumbe“ im Kongo engagiert, sowie die Dinklagerin Hannah Bruckmann, die in Uganda mit ihrem Verein SLAC („Steam the Light for African Communities“) Aufforstungs- und Bildungsarbeit in den Dörfern Buseesa und Muhooro leistet.
Seit der ersten Unterstützung 1995 erhielten die Missionsvertreter insgesamt 2,37 Millionen Euro aus der Heimat. Und: Die 160.000 Euro aus diesem Winter sind der höchste Gesamtbetrag, der in der SgH-Historie an die Missionsvertreter ausgeschüttet wurde.
Planungsarbeiten in Bonga: Eine Aufnahme aus der neuen Projektregion von „Sportler gegen Hunger“. Foto: Menschen für Menschen
Das Gros des diesjährigen Erlöses, nämlich 208.000 Euro, fließt in das sechste Schulprojekt von SgH in Äthiopien. Die Karlheinz-Böhm-Stiftung „Menschen für Menschen“ (MfM), seit 1984 Partner von SgH, baut in den nächsten Jahren drei spezielle Internatsschulen, sogenannte „Special Boarding Schools“, die im Rahmen der Initiative „New Ethiopia Schools“ den Beinamen „Friedensschule“ tragen. Junge Menschen unterschiedlicher Ethnien, Sprachen und Religionen lernen, leben und wachsen gemeinsam. Und bei der ersten Internatsschule, die in Bonga in der South West Ethiopia Peoples’ Region entsteht, ist SgH der starke Partner der Stiftung. Konkret: Mit SgH-Erlösen wird zweckgebunden ein Großteil der „Bonga Boarding School“ gebaut. Finanziert werden ein moderner Klassenraumblock mit acht Klassenzimmern für jeweils 60 Schüler sowie das Verwaltungs-, Mensa-, Labor- und Bücherei-Gebäude.
Zudem übernimmt SgH die Finanzierung der Wasserversorgung, der sanitären Anlagen und Toiletten sowie der Elektroversorgung der gesamten Anlage. In Summe ist es eine Investition von rund 585.000 Euro. MfM übernimmt derweil das erste Wohngebäude für 480 Schülerinnen und Schüler mit jeweils 6-Bett-Zimmern.
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