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CSV: Nur zwei Stunden Schwimmtraining pro Woche

Der Cloppenburger Verein wünscht sich mehr Zeiten im Soestebad. Nach langer Corona-Zwangspause absolvieren zwei Leistungsgruppen am Mittwoch endlich mal wieder eine Übungseinheit.

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Rückkehr ins Wasser: Einige Leistungsschwimmer des Cloppenburger SV dürfen am heutigen Mittwoch erstmals nach der rund anderthalbjährigen Corona-Zwangspause wieder trainieren. Foto: Picture Alliance/DPA/Uli Deck

Rückkehr ins Wasser: Einige Leistungsschwimmer des Cloppenburger SV dürfen am heutigen Mittwoch erstmals nach der rund anderthalbjährigen Corona-Zwangspause wieder trainieren. Foto: Picture Alliance/DPA/Uli Deck

Schon vor Corona hatten die Sportler des Cloppenburger Schwimmvereins (CSV) ihren Trainingsbetrieb zwangsweise einstellen müssen: Aufgrund diverser Wasserschäden im Technikkeller musste das Soestebad zunächst im August 2018 und dann rund ein Jahr später mehrere Monate lang schließen. Im März 2020 kam die Pandemie – und es folgten knapp anderthalb Jahre, in denen nur einige wenige Übungseinheiten im kühlen Nass absolviert werden konnten. Am Mittwochabend darf zumindest ein Teil der CSV-Schwimmer endlich mal wieder ins Wasser springen und die Jagd nach guten Zeiten fortsetzen. „Von 19 bis 21 Uhr werden aus unserer Vorleistungsgruppe und der Leistungsgruppe Kinder und Jugendliche im Alter von zwölf bis 18 Jahren trainieren“, sagt der 1. Vorsitzende Ralf Göken.

Dass das Soestebad seit vergangenem Montag wieder geöffnet hat, ist nicht nur für den CSV, sondern auch für den Wassersportverein Cloppenburg (WSV), die DLRG und den Tauchverein Delphin eine gute Nachricht. Allerdings: Allen vier CLP-Klubs stehen derzeit pro Woche lediglich zwei Stunden lang zwei Bahnen zur Verfügung. „Das ist natürlich viel zu wenig“, sagt Göken wohl stellvertretend für alle vier Schwimmvereine aus Cloppenburg. „Alleine unsere acht Leistungsschwimmer müssten eigentlich wie vor Corona drei- bis fünfmal wöchentlich ins Wasser. Dazu kommen natürlich die vielen Breitensportler. Aber es ist ja kein Geheimnis, dass zum Beispiel der Deutsche Fußball-Bund eine ganz andere Lobby hat als der Schwimmsport.“

Warum dem CSV und den anderen drei Vereinen momentan nicht mehr Zeiten im Soestebad zur Verfügung gestellt werden, sei seitens der Stadt nicht wirklich kommuniziert worden, so Göken weiter. Immerhin kam am Dienstagnachmittag ein Vorschlag für die Sommerferien. „Demnach können wir in der schulfreien Zeit an zwei Tagen insgesamt fünf Stunden pro Woche bekommen“, sagt Ralf Göken. Das Angebot sei sicher ein Schritt in die richtige Richtung, „aber in den Sommerferien haben viele Familien natürlich andere Dinge vor, oder Reisen geplant“.

"Wann es wieder losgeht, ist schwer zu sagen."Ralf Göken, 1. Vorsitzender Cloppenburger Schwimmverein

Göken hofft, dass seine Schwimmer möglichst schnell wieder in einen regelmäßigen Trainingsbetrieb einsteigen können. Schon jetzt befürchtet der Schulleiter des Löninger Copernicus-Gymnasiums, dass einige nach der Corona-Zwangspause nicht zum CSV, der 2023 seinen 100. Geburtstag feiert, zurückkehren könnten.

Denn auch Wettkämpfe, wie Kreis,- Bezirks- und Landesmeisterschaften, sind aktuell nicht in Sicht. „Der Landesverband beschäftigt sich derzeit mit neuen Strukturen. Wann es wieder losgeht, ist schwer zu sagen“, so Ralf Göken.

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