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Cloppenburgs Handballer feiern ihren ersten Sieg der 3. Liga

Nach elf Niederlagen hintereinander schlägt der TVC den Tabellenzweiten ASV Hamm-Westfalen II mit 24:18. Nur drei Gegentore in der zweiten Halbzeit

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Unbändige Freude: Die TVC-Handballer, hiermit (von links) Ole Harms, Torhüter Hendrik Legler, Tom Zwarthoed und Vincen Saalmann, haben endlich den ersten Saisonsieg geschafft. Foto: Langosch

Unbändige Freude: Die TVC-Handballer, hiermit (von links) Ole Harms, Torhüter Hendrik Legler, Tom Zwarthoed und Vincen Saalmann, haben endlich den ersten Saisonsieg geschafft. Foto: Langosch

Es war ein Abend, an dem alles passte für die Handballer des TV Cloppenburg. Mit einem hochverdienten 24:18-Erfolg (13:15) über den Tabellenzweiten, den ASV ASV Hamm-Westfalen II, schafften sie den ersten Saisonsieg in der Staffel B der 3. Liga.

Ein langgezogenes „Endlich“ war das Wort, das nach der Schlusssirene in der vereinseigenen Halle an der Schulstraße am häufigsten die Runde machte. Die tonnenschweren Steine, die den TVC-Männern vom Herzen fielen, waren förmlich zu hören. Endlich ist der Knoten geplatzt. Mit einer furiosen Defensivleistung errangen die Cloppenburger ihr so sehr ersehntes Erfolgserlebnis.

Es macht mehr Spaß, hier in der TVC-Halle vor 200 Zuschauern zu spielen als in der Leharstraße vor 600.TVC-Kreisläufer Ole Harms

Mann des Abends war fraglos Torhüter Hendrik Legler. Zwar setzte er im ersten Durchgang noch keine großen Akzente, aber nach dem Seitenwechsel lief „Lego“ zu unfassbar großer Form auf. Gerade einmal drei Treffer ließ er für die Gäste zu, die bislang in der Saison im Durchschnitt gut 30 Tore pro Partie erzielt und das Hinspiel deutlich mit 35:23 gewonnen hatten.

Doch was dann nach dem Seitenwechsel geschah, hätte sich wohl niemand in der TVC-Halle - die Partie war von der Leharstraße dorthin verlegt worden - träumen lassen. Die Gäste bekamen kein Bein mehr auf die Erde. Egal, was sie versuchten, entweder fanden sie keine Lücke in der Abwehr - oder eben Hendrik Legler stand im Weg. „Es war das erste Mal, dass ich vorher kein Videostudium betrieben hatte. Und meine Freundin war nicht da. Vielleicht hat es daran gelegen“, flachste der TVC-Keeper.

Fotos: Langosch

Dem ASV gelang erst nach zwölf Minuten in der der zweiten Halbzeit das erste Tor nach der Pause, auf das zweite mussten sie weitere neun warten. Einziger Kritikpunkt an der starken Leistung der Cloppenburger: Die Entscheidung hätte viel eher fallen müssen. Eine Viertelstunde vor dem Ende hieß es gerade einmal 17:16 für die Hausherren. Doch im Gegensatz zu den anderen Spielen in der bisherigen Saison ließen sich die TVC-Männer diesmal nicht mehr vom Kurs abbringen. Mit vier Toren in Folge binnen vier Minuten zum 21:16 (51.) stellten sie die Weichen endgültig auf Sieg.

Es waren zwar nur 150 Zuschauer in der Halle, aber die Atmosphäre war dennoch überragend. „Eine solche Stimmung habe ich beim Handball noch nicht erlebt“, meinte etwa der niederländische Rechtsaußen der Cloppenburger, Tom Zwarthoud. „Die Jungs, die schon länger hier sind, haben zwar immer schon von der Stimmung hier geschwärmt, aber das hat alle meine Erwartungen übertroffen. Ich mag mir gar nicht vorstellen, was hier los ist, wenn die Halle voll ist.“

  • TV Cloppenburg - ASV Hamm-Westfalen II 24:18 (13:15)
  • TV Cloppenburg: Nils Buschmann, Hendrik Legler – Ole Harms (6/3), Thomas Houtepen (3), Maciej Marszalek (3), Vincent Saalmann (3), Michal Skwierawski (3), Adam Pal (2), Krzysztof Pawlaczyk (2), Maximilian Bähnke (1), Nils Goepel (1), Bence Lugosi, Tamas Pal, Mohamad Sibahi, Tom Zwarthoed, David Niemann (ohne Einsatz).
  • Rote Karte: Tamas Pal (16., grobes Foul), Krzysztof Pawlaczyk (58., dritte Zeitstrafe).
  • Zuschauer: 150.
  • Nächstes TVC-Spiel: Am Sonntag (5. Dezember,
17 Uhr) beim OHV Aurich.

Kreisläufer Ole Harms, der mit drei Toren vom 18:16 zum 21:16 in der entscheidenden Phase viel Verantwortung übernommen hatte, war vom Flair im „Wohnzimmer“ der TVC-Männer ebenfalls mehr als angetan: „Es macht mehr Spaß, hier vor 200 Zuschauern zu spielen als in der Leharstraße vor 600. Der Einsatz und Wille hat heute gestimmt – und das Wichtigste: Wir hatten das erste Mal den Glauben, dass wir es wirklich packen können. Auch weil wir unsere individuellen Fehler deutlich reduziert haben. Und Lego im Tor war natürlich bärenstark.“

Während die Spieler unbändig den Sieg feierten, genoss Trainer Leszek Krowicki den Triumph eher im Stillen. Er verfolgte das bunte Treiben auf dem Platz sitzend von der Bank aus. „Mit der ersten Halbzeit bin ich nicht ganz zufrieden“, bilanzierte der Coach. „Aber dann haben sich die Jungs zusammengerauft. Der Schlüssel zum Erfolg war eindeutig unsere Abwehr, wobei Hendrik Legler natürlich herausragend gespielt hat. Wir haben schon oft gezeigt, dass wirr mithalten können. Aber heute ist es es uns endlich gelungen, es bis zum Ende durchzuziehen.“

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