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BW Lohne hat einen neuen Sportlichen Leiter

Der Fußball-Regionalligist ist auf der Suche nach einem Nachfolger für Henning Rießelmann schnell fündig geworden. Abteilungsleiter Manuel Arlinghaus erklärt die Verpflichtung des 24-Jährigen.

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Von Altenoythe nach Lohne: Luca Scheibel. Foto: Langosch

Von Altenoythe nach Lohne: Luca Scheibel. Foto: Langosch

Überraschung bei BW Lohne: Der Fußball-Regionalligist hat mit dem 24-jährigen Luca Scheibel vom SV Altenoythe einen neuen Sportlichen Leiter verpflichtet – knapp eine Woche nach dem Rücktritt von Henning Rießelmann, der auch sein Amt als Trainer zur Verfügung gestellt hatte. Eine der ersten Aufgaben von Scheibel wird es sein, in der Trainerfrage eine Lösung für die Rückrunde zu erzielen. Für die letzten drei Spiele in diesem Jahr bleiben weiter Sandro Heskamp, der auch spielt, sowie Sven Apostel verantwortliche Coaches. Der Tabellenachte gastiert an diesem Samstag bei Holstein Kiel II.

Lohnes Fußball-Abteilungsleiter Manuel Arlinghaus hatte am Montag mit Luca Scheibel Einigung über eine Zusammenarbeit ab dem 1. Dezember erzielt und abends nach dem Training die Mannschaft über die Personalie informiert.

Der neue Sportliche Leiter wird in den letzten beiden Spielen für Altenoythe gegen den TuS Emstekerfeld (27. November) und bei Frisia Goldenstedt (4. Dezember) noch auf der Trainerbank sitzen. Manuel Arlinghaus kündigte unterdessen an, dass er Luca Scheibel für den Rest der Saison bis zum Sommer 2023 in der sportlichen Leitung selbst auch aktiv unterstützen werde.

Mit der Anfrage hat er nicht gerechnet

Zur Verpflichtung des jungen Mannes sagte Arlinghaus: „Er arbeitet akribisch, ist fleißig, er lebt den Fußball, ist gut vernetzt und hat ein gutes Standing – auch in seinem jungen Alter.“ In den Gesprächen sei ihm schnell klar geworden, dass Luca Scheibel zudem „sehr klar und wissbegierig“ sei und voll ins BWL-Anforderungsprofil passe.

Der gebürtige Cloppenburger war vor seiner Altenoyther Zeit bei Sparta Werlte Co-Trainer von Steffen Bury und davor im Jugendbereich beim BVC und beim JFV Cloppenburg aktiv. Seit Dezember vergangenen Jahres ist er Trainer in Altenoythe. Bei seinem Einstand, damals mit 23 Jahren, sagte er seinerzeit bei OM-Medien: „Für mich ist das Alter kein Maßstab.“

Luca Scheibel hat in einem privaten Studiengang über den VfL Wolfsburg Sportmanagement studiert und arbeitet derzeit in einer Versicherungsagentur.  Er spricht von einer „Riesenchance“ in Lohne: „Da musste ich nicht lange überlegen.“ Obwohl ihn die Anfrage schon überrascht habe. Scheibel: „Ich hatte in der aktuellen Situation nicht damit gerechnet, aber es hat mich sehr gefreut.“

Luca Scheibel war am Sonntag schon beim Spiel gegen den VfV Hildesheim (4:0) im Lohner Stadion. Er habe gespürt, dass er auf einer Wellenlänge mit seinem Hauptansprechpartner Manuel Arlinghaus liege. Sein Alter sieht er auch als Chance, weil er dadurch nah an den Spielern dran sei. Er kenne die Mannschaft zumindest in Teilen. In der Trainerfrage werde es „keinen Schnellschuss“ geben, schließlich müsse es mit dem ganzen Coachingteam passen. Er möchte aber dennoch zeitnah zu einer Lösung kommen, möglichst im Anschluss an die am 4. Dezember für BWL auslaufende Herbstserie. Seine Vertragslaufzeit sei noch nicht besprochen worden, man wolle aber „langfristig zusammenarbeiten“.

SV Altenoythe hat Verständnis für den Wechsel

Nach Manuel Arlinghaus' Wunsch soll Scheibel nun „mit Hochdruck“ seine Aufgaben angehen und erst mal mit allen Beteiligten bekannt werden. Arlinghaus: „Dazu sind jetzt viele Gespräche nötig. Und deswegen war uns auch wichtig, dass er schnell dazustößt.“

Den SVA-Spielern hatte Scheibel seine Entscheidung am Montagabend beim Training mitgeteilt. „Der Schritt, zu gehen, fällt mir nicht leicht, schließlich sind mir die Jungs ans Herzen gewachsen. Sie verstehen aber, dass ich diese Chance ergreifen musste.“ Auch Altenoythes Fußball-Obmann Herbert „Maga“ Rolfes hat Verständnis: „Wir hätten ihn sehr gerne behalten. Klar ist für uns aber auch, dass wir einem jungen Mann, der 3 Klassen höher arbeiten kann, keine Steine in den Weg legen werden“, so Rolfes. Ab sofort werden sich die Hohefelder nach einem neuen Coach umsehen. „Was das Anforderungsprofil angeht, sind wir für alles offen“, sagt Rolfes.

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