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Bornhorst: „Das hat mich sehr getroffen“

Schluss mit dem Schweigen: Ex-Bundesliga-Linienrichter Christoph Bornhorst hat sich erstmals öffentlich zu seinem Rücktritt als Kreisschiedsrichterobmann im Fußball-Kreisverband Vechta geäußert.

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Erklärt seinen Rücktritt: Christoph Bornhorst. Foto: Schikora

Erklärt seinen Rücktritt: Christoph Bornhorst. Foto: Schikora

Der ehemalige Fifa-und Bundesliga-Linienrichter Christoph Bornhorst hat sich erstmals öffentlich zu seinem Rücktritt als Kreisschiedsrichterobmann (KSO) im Fußball-Kreisverband Vechta geäußert. In einer zweiseitigen Pressemitteilung erklärt der 52-Jährige, der in seiner aktiven Zeit als Schiedsrichter-Assistent insgesamt 372 Einsätze in der 1. Bundesliga (177), 2. Liga (111), im DFB-Pokal (27), im Europapokal (38) und in Länderspielen (19) hatte, seine Beweggründe für seinen sofortigen Rückzug Mitte März. Er reagierte damit auf die OM-Medien-Berichterstattung in der vergangenen Woche.

Im März hatten zwei Mitglieder des Schiedsrichterausschusses ihren Rückzug zur neuen Saison angekündigt und dies mit ihrer Unzufriedenheit mit der Amtsführung von Bornhorst begründet. Dass es unterschiedliche Auffassungen gab, sei „völlig legitim und absolut in Ordnung“, erklärte Bornhorst vor der Jahreshauptversammlung der Schiedsrichter am Freitag in Langenberg. Er habe daraufhin angeboten, ein Konzept für eine neue Amtsperiode zu erarbeiten, um die wertvollen Mitarbeiter nicht zu verlieren.

Kurz danach habe er dann erfahren, dass es im Hintergrund bereits konkrete Vorbereitungen für die Neubesetzung des KSO-Postens gibt. „Das hat mich sehr getroffen, sodass ein sofortiger Rücktritt für mich unumgänglich war“, so Bornhorst. Er hätte sich nach 27 Jahren im Ausschuss „sicherlich einen anderen Abgang gewünscht“.

Bornhorst hatte um Stillschweigen gebeten

Er sei es dann auch gewesen, der den NFV-Kreisvorsitzenden Martin Fischer um Stillschweigen gegenüber der Öffentlichkeit gebeten habe. Alle Schiedsrichter und Funktionsebenen seien informiert gewesen, „sodass es keine Notwendigkeit gab, diese Sache größer zu machen als sie ist“, so Bornhorst. Ihm sei nur wichtig gewesen, dass der Ausschuss arbeits- und handlungsfähig war.

Lehrwart Franz Bokop, von Fischer mit der kommissarischen Leitung des Ausschusses beauftragt, hat sich nach dem Rücktritt im Namen des Ausschusses bei Bornhorst dafür „inständig entschuldigt, dass er sich durch unser Handeln zu diesem Schritt hat verleiten lassen“.

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