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Blau-Weiß Ramsloh ändert seine Strategie

Der Fußballverein will in Zukunft vor allem auf Eigengewächse setzen. Schon in der kommenden Saison wird die Reserve zur 1. Mannschaft.

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<strong>Weiter in Ramsloh:</strong> Halil Dumanoglu (links, hier im Spiel beim  BV Garrel) ist einer von drei Bezirksliga-Kickern, die auch in Zukunft für  BW auflaufen werden. Foto: Bettenstaedt

Weiter in Ramsloh: Halil Dumanoglu (links, hier im Spiel beim BV Garrel) ist einer von drei Bezirksliga-Kickern, die auch in Zukunft für BW auflaufen werden. Foto: Bettenstaedt

In einem völlig neuen Gewand wird sich die Fußball-Abteilung von BW Ramsloh präsentieren, wenn die Coronakrise ein Ende hat und die Teams wieder auf Punktejagd gehen dürfen. „Unsere Reserve wird aufgelöst und bildet in der neuen Saison das Gerüst der
1. Mannschaft“, sagt Michael Kramer. Der ehemalige BW-Keeper ist ab sofort gemeinsam mit Jan Helmers und Thorsten Brinkmann für den Herrenbereich der Saterländer zuständig. „Die Planungen sind schon weit vorangeschritten“, so Kramer.

Auch die Trainerfrage hat das Trio bereits geklärt. „Jan Kramer, der aktuell die Zweite in der
2. Kreisklasse betreut, wird Coach. Wer ihn unterstützen wird, steht noch nicht fest. Wir haben aber einige Kandidaten im Blick“, sagt Michael Kramer. Begleiten werden seinen Namensvetter 18, 19 Spieler aus der Zweiten, die wiederum Jan Helmers übernehmen wird. „Mit Tobias Fuhler und
Julian Kösters werden wir zudem zwei A-Junioren aus unserer JSG Saterland dazunehmen.“

Enock Maguru. Foto: WulfersEnock Maguru. Foto: Wulfers

Aus dem derzeitigen Bezirksliga-Kader werden über den Sommer 2020 hinaus nur drei Akteure bleiben: Enock Maguru, Halil Dumanoglu und Marcel Henken. „Es kann außerdem sein, dass Enocks Bruder Philip, der sich Anfang der Saison einen Kreuzbandriss zugezogen hatte, dazukommt, wenn er wieder fit ist“, so Michael Kramer.

Nachdem die Ramsloher in den vergangenen Jahren vor allem auf „Legionäre“ gesetzt hatten, will der Klub in Zukunft einen anderen Weg einschlagen. „Unser Ziel ist es, dass mittelfristig fast nur noch Ramsloher für uns spielen, die vielleicht von zwei, drei Auswärtigen, die sportlich und charakterlich zu uns passen, verstärkt werden“, sagt der Ex-Torwart.

Michael Kramer und seine Mitstreiter denken in diesem Zusammenhang, dass in den kommenden zwei, drei Jahren zehn bis zwölf Spieler aus der A-Jugend der JSG den Sprung in den BW-Herrenbereich schaffen können. In der Jugendspielgemeinschaft, in der auch noch der SV Strücklingen und der SV Scharrel vertreten sind, werde seit Jahren sehr gute Arbeit geleistet. „Dort sehen wir unsere Zukunft. Wir wollen den Jungs auch einfach zeigen, dass wir auf sie bauen.“ Ein schöne Begleiterscheinung der neuen Ausrichtung sei darüber hinaus natürlich, dass die Ausgaben deutlich reduziert würden.

In welcher Spielklasse der Ramsloher Neustart nach der Corona-Zwangspause erfolgen wird, steht noch nicht fest. In der Bezirksliga rangiert Blau-Weiß derzeit auf dem vorletzten Rang, einem Abstiegsplatz. „Man muss abwarten, wie es weitergeht. Ich persönlich bin dafür, die Saison nicht fortzusetzen. Aber egal, in welcher Liga wir auflaufen werden. Ich denke, dass wir eine gute Mannschaft stellen werden“, blickt Michael Kramer zuversichtlich in die Zukunft.

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