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Basketball: VfL Löningen verlässt die 2. Regionalliga freiwillig

Das Team läuft in der kommenden Saison in der Oberliga auf. Dafür gibt es auch einen Grund.

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Raus mit Applaus: In der 2. Regionalliga steigerten sich die Basketballer des VfL Löningen nach einer sehr durchwachsenen Hinrunde in diesem Jahr deutlich und schafften souverän ihr Ziel: den Klassenerhalt. Foto: Bettenstaedt

Raus mit Applaus: In der 2. Regionalliga steigerten sich die Basketballer des VfL Löningen nach einer sehr durchwachsenen Hinrunde in diesem Jahr deutlich und schafften souverän ihr Ziel: den Klassenerhalt. Foto: Bettenstaedt

Es war eine der besten Rückserien der Vereinsgeschichte, die die Basketballer des VfL Löningen in der vergangenen Saison absolvierten. Im Januar dieses Jahres deutete nach nur zwei Siegen aus den ersten neun Partien fast alles auf den Abstieg aus der 2. Regionalliga Nord (Staffel West) hin. Die verbleibenden neun Duelle entschied das Team dann aber allesamt für sich, sicherte sich souverän den Klassenerhalt und beendete die Serie 2021/22 auf einem hervorragenden 5. Platz. Dennoch werden die Löninger in der kommenden Spielzeit eine Klasse tiefer auflaufen. „Wir haben uns dazu entschieden, freiwillig in der Oberliga weiterzumachen. Viele gute Spieler haben uns verlassen, die 2. Regionalliga wäre definitiv eine Nummer zu groß gewesen – wir wollten uns dort nicht abschlachten lassen“, sagt VfL-Coach Guido Thöle.

Dass die Mannschaft der „Nichtabstiegs-Helden“ ziemlich auseinander gefallen ist, überrascht ihn nicht wirklich. „Das habe ich schon öfter erlebt. Viele wollten mit dem VfL unbedingt mal 2. Regionalliga spielen, das haben sie geschafft. Nun starten sie ein neues Kapitel.“

Guido Thöle selbst wird dem Klub zwar erhalten bleiben und war auch am gestrigen Mittwochabend beim Trainingsauftakt dabei, aus beruflichen und privaten Gründen wird er aber kürzertreten. Insofern übernimmt Nils Drees, der zuletzt als spielender Co-Trainer fungierte, in Zukunft noch mehr Verantwortung. „Ich bin sicher nicht mehr bei jeder Einheit dabei“, sagt Guido Thöle.

„Uns erwartet eine ambitionierte Oberliga-Saison.“Guido Thöle, Trainer VfL Löningen

Dass die Basketball-Abteilung des VfL sich mitten in einem Umbruch befindet, unterstreicht auch, dass der langjährige Leiter, Ansgar Behne, nun aus gesundheitlichen Gründen seinen Abschied bekannt gab.

Unter den Basketballern, die den Verein verlassen, befindet sich mit Anthony Hodge ein Spieler, der erst im Laufe der vergangenen Saison zum VfL gekommen war. Mit durchschnittlich mehr als 30 Punkten pro Spiel trug der US-Amerikaner maßgeblich zum Klassenerhalt bei. Hodge wechselt zu den TSG Bergedorf Stargazers in die 1. Regionalliga.

Ebenso schmerzlich ist der Verlust von Paul Grünloh (19,8 Punkte pro Spiel), den es zum letztjährigen Löninger Ligakonkurrenten BTB Royals Oldenburg zieht, wo er auf seinem Bruder Leon trifft. Der dritte Grünloh-Bruder, Johann, ist der derzeit mit dem U18-Nationalteam unterwegs (siehe Artikel auf dieser Seite).

Auch auf Torben Brogmus (Ziel unbekannt), Janik Schulze (zurück zur SG Cleverns-Sande), Jonas Breher (Pause) und Leo Vormoor (Fußball beim SV Peheim) müssen die Löninger Basketballer in Zukunft verzichten.

Zwar wird in der kommenden Spielzeit wieder Luca Wendt zum Kader der 1. Herren zählen, der zuletzt für die Reserve aufgelaufen war, dass der VfL Löningen aber viel Qualität verloren hat, ist jedem klar. „Uns erwartet eine ambitionierte Oberliga-Saison“, sagt Guido Thöle.

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