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Basketball: Die brillante Saison des jungen Johann Grünloh

Der 16-jährige Löninger überzeugte bei Rasta Vechta und in der Junioren-Nationalmannschaft. OM-Online hat seine Auftritte einmal genau unter die Lupe genommen.

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Stark in der Defensive: Obwohl Johann Grünloh aus Löningen erst 16 Jahre alt ist, lief er bereits viermal bei den ProA-Männern von Rasta Vechta auf. Hier verteidigt er in der Partie bei den Eisbären Bremerhaven. Foto: Jörn Bente

Stark in der Defensive: Obwohl Johann Grünloh aus Löningen erst 16 Jahre alt ist, lief er bereits viermal bei den ProA-Männern von Rasta Vechta auf. Hier verteidigt er in der Partie bei den Eisbären Bremerhaven. Foto: Jörn Bente

Bester Spieler der Nachwuchs-Bundesliga, Debüt in der 2. Männer-Bundesliga ProA, Meister in der 1. Regionalliga, mehrere Einsätze für Junioren-Nationalteams. Obwohl Johann Grünloh aus dem Löninger Ortsteil Schelmkappe erst 16 Jahre alt ist, machte er beim Tanz auf vier Hochzeiten eine prima Figur und legte für Rasta Vechta und im Deutschland-Trikot eine famose Saison aufs Parkett. „Die großen Ziele, die ich mir mit meinen Trainern vor der Saison gesetzt habe, wurden sogar übertroffen. Das überrascht mich zwar selbst, zeigt aber, dass sich hartes und fast tägliches Training auszahlt“, sagt der Gymnasiast.

OM-Online hat die überragende Serie des 2,09 langen und knapp 102 Kilogramm schweren Power Forwards und Centers einmal genauer unter die Lupe genommen.

Rasta I: Seine Premiere bei den ProA-Männern feierte Johann Grünloh am 8. Januar dieses Jahres, als Vechta den Uni Baskets Paderborn im Rasta-Dome 87:96 unterlag. In seinen 3:15 Minuten Spielzeit gelang ihm immerhin ein Block. „In diesem Spiel und eine Woche später in Nürnberg war ich noch sehr nervös und wollte auf keinen Fall etwas falsch machen.“

Nach vier Rebounds in der Partie bei den Nürnberg Falcons glückten Grünloh zwei Tage danach seine ersten Punkte in der zweithöchsten deutschen Spielklasse: Gegen die Gladiators Trier (67:81) verwandelte das Talent einen Dreier. Anfang Februar war der Löninger, der beim VfL mit neun Jahren mit dem Basketballspielen begann, dann noch einmal gut 6 Minuten lang beim 109:95-Derbysieg in Bremerhaven im Einsatz.

In der Schlussphase dieser Saison konzentrierte sich Johann Grünloh dann wieder auf seine Aufgaben bei den Young Rasta Dragons und den Männern von Rasta Vechta II.

In der kommenden Spielzeit 2022/23 dürften „oben“ aber sicher einige weitere Auftritte folgen. Denn der neue Rasta-Coach, Ty Harrelson, berief Grünloh in den erweiterten ProA-Kader. „Ich freue mich, weiter reinschnuppern zu können. Das Training und die Spiele machen richtig Spaß“, sagt Grünloh.

Nationalspieler: Johann Grünloh lief bereits zehnmal für Deutschland auf. Foto: DBBNationalspieler: Johann Grünloh lief bereits zehnmal für Deutschland auf. Foto: DBB

Rasta II: Jede Menge Freude hatte der „Big Man“ im vergangenen Jahr auch bei der Rasta-Reserve, wo er trotz seines jungen Alters eine enorm wichtige Rolle spielte. Die Krönung waren die beiden spektakulären Playoff-Finals gegen die Aschersleben Tigers, in denen Vechta den Sprung in die 2. Bundesliga ProB Nord perfekt machte.

In eigener Halle hatte das Team um Grünloh Mitte April zunächst einen hauchdünnen 70:68-Erfolg gefeiert, bevor zwei Tage später der nächste Krimi auf dem Programm stand: Rasta siegte erneut knapp (80:78 nach Verlängerung) und durfte über den Aufstieg in die dritthöchste Klasse jubeln. „In einer Saison mit vielen tollen Erlebnissen war das mein persönlicher Höhepunkt“, sagt Johann Grünloh.

Young Rasta Dragons: In der Nachwuchs-Bundesliga (NBBL/U19) hatten sich der Löninger und seine Mannschaft dank starker Leistungen für das Top-4-Turnier in Frankfurt am Main qualifiziert. Mit am Start waren die Basketball-Giganten Alba Berlin, Ratiopharm Ulm und Bayern München. Gegen den FCB traten die Young Rasta Dragons – das Kooperationsteam von Rasta Vechta und den Artland Dragons – im Halbfinale an – und setzten sich sensationell mit 68:64 durch. Nach diesem Gala-Auftritt folgte zwar im Endspiel eine klare 64:107-Pleite gegen Alba Berlin, der Stolz überwog aber.

„Über diese Auszeichnung freue ich mich sehr, sie ist eine Belohnung für meine harte Arbeit“Johann Grünloh

Vor allem bei Johann Grünloh. Der wurde nämlich kurz vor dem Turnier zum „Rookie of the Year“ in der NBBL gekürt, zum besten Spieler des Jahrgangs 2005. Unter anderem sei er mit durchschnittlich 2,5 Blocks pro Partie „auch defensiv eine Macht unter den Körben“, teilte die Liga in ihrer Begründung mit. „Über diese Auszeichnung freue ich mich sehr, sie ist eine Belohnung für meine harte Arbeit“, sagt er.

Nationalmannschaft: Während viele seiner Basketball-Kollegen derzeit die Füße hochlegen dürfen, ist Johann Grünloh weiter gefordert: bei der U18-Nationalmannschaft. Das 16-köpfige Team absolviert seit Freitag und noch bis Donnerstag einen Lehrgang im Trainingszentrum Kienbaum (Brandenburg). Unmittelbar danach geht's nach Frankreich, wo innerhalb von drei Tagen Länderspiele gegen die Franzosen, Kroatien und Litauen anstehen. Johann Grünloh war bereits zehnmal für Deutschland im Einsatz.

Vom 30. Juli bis zum 7. August wird dann in der Türkei die U18-Europameisterschaft ausgetragen. „Mein Ziel ist es, zu jenen zwölf Spielern zu gehören, die mitfahren“, sagt Johann Grünloh.

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