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AKS und SgH: In diesem Jahr war alles anders

Trotz schwierigster Rahmenbedingungen sammelt die Lohner Adolf-Kolping-Schule 2000 Euro für die OV/KSB-Aktion „Sportler gegen Hunger“.

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Aufgebaut und wieder eingemottet: Die AKS-Lehrer Matthias Baumann, Michael Schmidt und Ramon Buxhovi (von links) im Freiluft-Menschenkicker, der dann coronabedingt doch nicht genutzt werden konnte. Foto: Buxhovi

Aufgebaut und wieder eingemottet: Die AKS-Lehrer Matthias Baumann, Michael Schmidt und Ramon Buxhovi (von links) im Freiluft-Menschenkicker, der dann coronabedingt doch nicht genutzt werden konnte. Foto: Buxhovi

„Erstens kommt alles anders und zweitens als man denkt“ – so lässt sich die diesjährige „Sportler gegen Hunger“-Aktionswoche an der Lohner Adolf-Kolping-Schule ganz gut zusammenfassen. Corona stellten das Organisationsteam um Katharina Niemeyer und Andreas Kehlenbeck vor ungewohnte Herausforderungen.

Um so erstaunlicher war, was die Lehrer und Schüler trotz aller Einschränkungen in diesem besonderen Jahr auf die Beine stellten – und was am Ende dabei herauskam. Insgesamt trug die AKS rund 2000 Euro für die OV/KSB-Aktion zusammen. Das konnte die Schule in dieser Woche stolz verkünden.

Bereits in der Vorbereitung der Aktionswoche war allen Beteiligten schnell klar geworden, dass ohne Flexibilität dieses Mal nichts funktionieren würde. Langfristige Planbarkeit? Fehlanzeige. Es grenzte beinahe schon an ein Wunder, dass die Auftaktveranstaltung mit OV-Sportchef Carsten Boning wie gewohnt stattfinden konnte. Er informierte die Elftklässler des Beruflichen Gymnasiums Technik über das Projekt „Sportler gegen Hunger“. In den Folgewochen feilten die Lernenden gemeinsam mit ihrem Religionslehrer Eike Zorndt an ihren eigenen Präsentationen. Die Schüler wollten dann durch die anderen Klassen ziehen, um das Charity-Projekt vorzustellen und mithilfe des Losverkaufs Spendengelder – zusätzlich zu den Turnierstartgeldern – generieren. Soweit der Plan.

Prall gefüllte Spendentütchen: Insgesamt kamen 28,57 Kilo Bargeld zusammen – ungefähr 2000 Euro. Foto: KehlenbeckPrall gefüllte Spendentütchen: Insgesamt kamen 28,57 Kilo Bargeld zusammen – ungefähr 2000 Euro. Foto: Kehlenbeck

Die Coronamaßnahmen machten diesen Plan zunichte. So wurde Herr Zorndt kurzerhand zum Regisseur und Kameramann und zeichnete die Präsentation einer Gruppe als Video auf. Mit einem Vorwort von Schulleiter Martin kleine Bornhorst, einigen Special-Effekts und musikalischer Untermalung entstand ein toller SgH-Informationsclip, der dank Schulcloud in jedem Klassenzimmer hygienisch einwandfrei abgespielt werden konnte.

Kurze Zeit später tauchte die nächste Herausforderung auf. Der praktische Sportunterricht wurde vom Lehrplan gestrichen. Nun stand fest: Die 28. Aktionswoche musste erstmals ohne die beliebten Volleyball- und Fußballturniere in der Kreissporthalle auskommen. Sportlehrer Ramon Buxhovi versuchte noch, einen coronakonformen Freiluft-Menschenkicker auf die Beine zu stellen. Doch dann wurde die Schule vor Weihnachten frühzeitig geschlossen. Das von den Fachpraxiskollegen Matthias Baumann und Michael Schmidt liebevoll restaurierte Spielgerät musste ungenutzt eingemottet werden.

So wurde der Losverkauf zur alleinigen „Challenge“ der SgH-Aktionen. Wohlgemerkt: An anderen Ideen mangelte es nicht – die Bewegungsangebote ließen sich aufgrund der Vorgaben für den Schulbetrieb nur nicht umsetzen. Doch dank des außerordentlichen Engagements der vielen Kolleginnen und Kollegen der AKS lief auch der Losverkaufs trotz ungewohnter Rahmenbedingungen hervorragend. Was sich dann auch im Erlös von 2000 Euro niederschlug.

Alleine die Klasse MIM2A spendete 225,00 Euro. Ein Zimmerer-Azubi kaufte Lose im Wert von 70 Euro. Auch das Lehrerkollegium unterstützte die Aktion tatkräftig, so landeten zum Beispiel 160 Euro Restgeld einer Schuljahresabschluss-Fahrradfahrt im Spendentopf. Die Klasse MAS4A sammelte 141 Euro und 49 Cent in Hartgeld ein, was einem Metallgewicht von ca. 2 kg entspricht. Damit legten sie den Grundstein für die Umrechnung des eingesammelten Hartgeldes in Euro: Wenn 2 kg 140 Euro entsprechen, dann entspricht 1 kg Hartgeld 70 Euro und 28,57 kg entsprechen 2000 Euro.

Kreativ waren auch die Behältnisse, in denen die Euro liebevoll verpackt wurden. Neben Umschlägen in allen Variationen und selbstgebastelten Kuverts, die an den Rand ihrer Belastbarkeitsgrenze kamen, erfreuten sich auch prall gefüllte Plastiktütchen großer Beliebtheit, in denen sich Papier- und Hartgeld drängten. Glücklicherweise griff die Abstandsregel an dieser Stelle nicht. Die AKS sagt allen Losverkäufern und Spendern „Danke“ für die Unterstützung und Treue – auch wenn in diesem Jahr wirklich alles anders war.

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