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92:83 - Rasta Vechta siegt auch in Hamburg

Nach einem 33-Punkte-Vorsprung wurde es noch mal unnötig spannend, am Ende stand aber der achte Sieg in den letzten neun Spielen. Hier gibt's den Spielbericht aus Hamburg.

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Überragende Partie: TJ Bamba führte Rasta Vechta zum Sieg in Hamburg. Foto: Becker

Überragende Partie: TJ Bamba führte Rasta Vechta zum Sieg in Hamburg. Foto: Becker

Die Basketballer von Rasta Vechta haben ihre Chancen auf eine Play-Ins-Teilnahme erhöht. Der heimische Bundesligist feierte am Sonntagabend einen 92:83 (53:28)-Sieg bei den Towers Hamburg und rückte mit nunmehr 30:30 Punkten auf den neunten Tabellenplatz vor. Rasta, das seinen achten Sieg in den letzten neun Spielen feierte, zog an den Rostock Seawolves (28:28) vorbei und verteidigte zudem seinen Vorsprung auf die Niners Chemnitz (28:32) und die EWE Baskets Oldenburg (26:34). Überragender Akteur bei Rasta war TJ Bamba mit 21 Punkten, sechs Rebounds, drei Assists und vier Steals. Alonzo Verge kam auf 19 Punkten und neun Assists. Ebenfalls zweistellig punkteten Lars Thiemann (12), Philipp Herkenhoff (11), Lloyd Pandi und Tevin Brown (je 10). Topscorer der Partie war Hamburgs Devon Daniels mit 24 Punkten.


Der Spielverlauf

Das 1. Viertel: Das Nord-Derby hätte für Rasta nicht besser beginnen können. Bis zum 7:6 war's ausgeglichen, dann zog Rasta mit einer 23:0-Serie (!) auf 30:6 weg. Die Towers, die ihre letzten vier Heimspiele gewonnen und dabei auch den FC Bayern besiegt hatten, blieben minutenlang ohne Korberfolg. Vechtas Druck in der Defense zermürbte den EuroCup-Teilnehmer, der sich im ersten Viertel gleich zehn Ballverluste leistete. Stark bei Rasta: Die 33 Punkte teilten sich sieben verschiedene Spieler.

Das 2. Viertel: Nach dem furiosen Auftakt ließ Rasta ein wenig nach. Mit der Folge, dass Hamburgs Angriff etwas Fahrt aufnehmen konnte. Aus dem „+25“ beim 33:8 wurde ein „+17“ beim 42:25. Dann aber zog Rasta in der Defense wieder an - angeführt von TJ Bamba, der bereits vier Steals verbuchte. Und die neuerliche Dominanz von Rasta spiegelte sich dann auch im Halbzeit-Ergebnis wider. 53:28 - es waren, nach einem späten 8:0-Lauf, also wieder 25 Punkte Vorsprung.

Im Angriffsmodus: Rastas Alonzo Verge (links) gegen Hamburgs Leonard Thorpe. Foto: BeckerIm Angriffsmodus: Rastas Alonzo Verge (links) gegen Hamburgs Leonard Thorpe. Foto: Becker

Die Statistik zur Pause: Topscorer der ersten Halbzeit war TJ Bamba mit zehn Punkten, gefolgt von Alonzo Verge (8), Lars Thiemann, Philipp Herkenhoff und Hamburg Leo Thorpe (alle 8). Besonders auffällig: Rastas Defense hatte bereits 14 (!) Ballverluste der Towers erzwungen. Rasta glänzte zudem mit einer starken Dreier-Quote (7/11) und zwölf Assists in der ersten Halbzeit. Hamburg hatte außerdem große Probleme an der Freiwurflinie (1/6).

Das sagte Rastas Coach Christian Held in der Pause: „Wir verteidigen sehr gut und zwingen Hamburg zu vielen Fehlern. Wir sind ins Laufen gekommen und haben den Ball gut bewegt. Aber uns ist klar: Hamburg wird zurückkommen, das ist eine sehr gute Mannschaft. Entscheidend wird sein, wie wir damit umgehen.“

Zufriedenheit an der Seitenlinie: Rastas Coach Christian Held während der ersten Halbzeit. Foto: BeckerZufriedenheit an der Seitenlinie: Rastas Coach Christian Held während der ersten Halbzeit. Foto: Becker

Das 3. Viertel: In Erwartung einer Hamburger Reaktion, einer Antwort der Towers, legte Rasta sehr konzentriert los. Mit einer weiteren 8:0-Serie setzten sich die Gäste auf 61:28 ab. Danach kassierte Vechta allerdings drei Dunkings ins Serie (zum 61:34). Kein Grund zur Sorge für die Rasta-Fans in der Inselpark-Arena in HH-Wilhelmsburg, der Vorsprung war immer noch üppig. Allerdings: Rastas Offense geriet danach etwas ins Stocken, es gab einige Nachlässigkeiten - und der Vorsprung, der mal 33 Punkte groß war, betrug nur noch 22 Punkte (67:45). Auszeit Christian Held. Höchste Zeit, die Sinne noch mal zu schärfen. Und das Wackeln von Rasta ging weiter. Beim 67:49 waren es nur noch 18 Punkte Vorsprung. Nach dem dritten Viertel hieß es dann 69:52 - auf einmal waren die Towers wieder da und witterten ihre Chance auf eine späte Wende. Rastas Spielfluss in der Offense war weg.

Das 4. Viertel: Hamburg eröffnete das Schlussviertel mit einem Dreier zum 55:69, gefolgt von drei Freiwurftreffern zum 58:71 und einem Korbleger zum 60:71 - Rasta führte nur noch mit elf Punkten. Ein extrem wichtiger Dreier von Philipp Herkenhoff (zum 74:60) stoppte dann die Drangphase der Towers und beruhigte die Rasta-Nerven ein wenig. Es war nur eine kurze Beruhigung, Hamburg ließ nicht locker, beim 81:70 waren es wieder nur elf Punkte Differenz. Es folgte eine wilde Phase mit schnellen Punkten auf beiden Seiten. Exakt eine Minute vor Schluss hieß es dann nur noch 89:81 für Rasta. Auszeit Held, sein Team wackelte bedenklich. Aber es reichte irgendwie - ein Dunking von Lars Thiemann zum 92:83 war das letzte Highlight des Abends.


Towers Hamburg - Rasta Vechta 83:92

  • Punkte Towers Hamburg: Leonard Thorpe (9), Osaro Rich (6), Zsombor Maronka (17), Jared Grey (0), Martin Breunig (4), Niklas Wimberg (4), Devon Daniels (24), Kenneth Ogbe (6), Karl Gamble (ohne Einsatz), Ross Williams (5), Benedikt Turudic (0), Zachari Perrin (8).
  • Punkte Rasta Vechta: Malik Parsons (2), TJ Bamba (21), Luc van Slooten (0), Tevin Brown (10), Alonzo Verge (19), Tommy Kuhse (7), Philipp Herkenhoff (11), Linus Trettin (0), Lars Thiemann (12), Roy Krupnikas (ohne Einsatz), Lloyd Pandi (10).
  • Halbzeit: 28:53
  • Viertel: 10:33, 18:20, 24:16, 31:23
  • Zuschauer: 3400

Der Ausblick: Für Rasta Vechta geht's am Freitagabend (24. April, 20.00 Uhr) mit einem Heimspiel gegen die Löwen Braunschweig weiter. Der Tabellenletzte darf nach zwei Siegen in Folge (93:82 in Jena, 112:93 gegen MBC) wieder auf den Klassenerhalt hoffen, Braunschweig ist inzwischen punktgleich mit dem Vorletzten Heidelberg und liegt nur noch zwei Punkte hinter Jena. Für Rasta ist es das vorletzte Heimspiel der Hauptrunde 25/26.

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