87:79 – Rasta Vechta besiegt den Mitteldeutschen BC
Rasta Vechta hat seinen siebten Saisonsieg in der 1. Basketball-Bundesliga gefeiert. Das Team setzte sich am Samstagabend gegen den Mitteldeutschen BC mit 87:79 durch.
Carsten Boning | 11.01.2025
Rasta Vechta hat seinen siebten Saisonsieg in der 1. Basketball-Bundesliga gefeiert. Das Team setzte sich am Samstagabend gegen den Mitteldeutschen BC mit 87:79 durch.
Carsten Boning | 11.01.2025

Das war ein hartes Stück Arbeit: Die Basketballer von Rasta Vechta haben am Samstagabend ihr Heimspiel in der 1. Bundesliga gegen den Mitteldeutschen BC mit 87:79 (43:38) gewonnen. Topscorer bei den Gastgebern war Brandon Randolph mit 21 Punkten, gefolgt von Joel Aminu (17) und Joschka Ferner (11). Bei den Gästen überragte Michael Devoe mit 25 Punkten. Hier gibt's den Live-Ticker von OM-Online zum Nachlesen. Das 1. Viertel: Die ersten zehn Minuten waren geprägt von zwei guten Defense-Reihen. Rasta erwischte den etwas besseren Start (5:0, 8:2, 11:7), aber der MBC meldete sich schnell zurück - angeführt von Spencer Reaves. Beim 14:16 lag Rasta erstmals zurück. Die doppelte Antwort kam von Joschka Ferner, Dreier zum 17:16, Dreier zum 20:18. Nach dem ersten Viertel führte Rasta mit 20:19. Das 2. Viertel: Auch im zweiten Abschnitt konnte sich keine Mannschaft absetzen. 22:24, 27:24, 28:28 - Etappen eines Duells auf Augenhöhe. Für das erste Highlight des Abends sorgten dann Guard Joel Aminu und Center Isaiah Cozart mit einem perfekten, spektakulären Alley-Oop-Dunking zum 30:28 - unbestritten eine Szene für die Top 10 des Spieltags. Kurz danach konnte sich Rasta auf 39:33 absetzen. Grund genug für MBC-Coach Janis Gailitis, eine Auszeit zu nehmen. Nach zwei starken Aktionen von Brandon Randolph führte Rasta mit 43:34 - bis dato der größte Vorsprung des Abends. Der MBC antwortete aber noch mal, zur Pause führte Vechta mit 43:38. Die Statistik zur Pause: Michael Devoe vom MBC war mit 14 Punkten der Topscorer der ersten Halbzeit, gefolgt von Rastas Brandon Randolph (10). Rasta glänzte mit einer starken Dreier-Quote (7/12), ließ aber bereits vier Punkte an der Freiwurflinie liegen (8/12). Der MBC dominierte auch ohne Center John Bryant (Magenprobleme) bei den Rebounds (20:12), konnte seine Dreier-Stärke bislang aber noch nicht ausspielen (3/13). Erfreulich bei Rasta: Zwölf Assists zur Pause waren ein Beleg für ein gutes Zusammenspiel im Angriff. Das 3. Viertel: Dank einer starken Defense erspielte sich Rasta eine 50:42-Führung, die aber nicht lange hielt. Rasta kassierte eine 1:10-Serie zum 51:52. Folge: Rastas Coach Martin Schiller nahm eine Auszeit, vor allem im Angriff war's eine schwache Phase. Nach der Auszeit wurde es aber nicht besser, Rasta fiel auf 51:61 zurück, in Summe also ein 1:19-Lauf inklusive 0:13-Serie. Johann Grünloh war es dann, der die Grusel-Phase mit drei Treffern an der Freiwurflinie beendete (54:61). Nach dem dritten Viertel lag Rasta mit 56:61 zurück. Das 4. Viertel: Ryan Schwieger eröffnete den Schlussabschnitt mit einem Treffer zum 58:61, es war der erste erfolgreiche Rasta-Wurf aus dem Feld nach zwölf Fehlwürfen in Serie. Rasta war wieder in Schlagdistanz, lief aber weiter hinterher (61:66, 64:68, 66:71, 67:73). Dreieinhalb Minuten vor dem Ende glich Rasta aber zum 73:73 aus, gefolgt von der eigenen 77:73-Führung, in Summe war's ein umjubelter 10:0-Lauf der Gastgeber. 40,1 Sekunden vor dem Ende kassierte MBC-Coach Janis Gailits sein zweites technisches Foul und musste die Halle verlassen. An der Freiwurflinie erhöhten Brandon Randolph und Joschka Ferner auf 80:73, ehe die Gäste per Dreier von Charles Callison verkürzten. 80:76, noch 27,0 Sekunden, Auszeit Martin Schiller. Was für ein zähes Ringen mit bereits 57 (!) Fouls. Das 58. Foul beförderte Rastas Guard Tyger Campbell an die Linie, der zweimal traf (82:76). Kurz danach war der harte Kampf beendet - und Rasta feierte einen 87:79-Sieg. Die beiden Starting-Five-Formationen: Keine Überraschung bei Rasta: Coach Martin Schiller beginnt mit Tyger Campbell, Joel Aminu, Brandon Randolph, Jayden Gardner und Johann Grünloh. Der MBC startet mit Ty Brewer, Spencer Reaves, Charles Callison, Tyren Johnson und Martin Breunig. Das Personal bei Rasta: Mike Bothwell fällt wie in Rostock mit einer Schulterprellung aus. Der Guard hatte sich diese Verletzung im Derby gegen Oldenburg zugezogen. Als weiterer ausländischer Spieler setzt Center Benas Griciunas aus. Aus dem ProA-Team, das am Sonntag gegen Spitzenreiter Jena spielt, komplettieren Kaya Bayram und Linus Trettin den Rasta-I-Kader. Das Personal beim MBC: Die Gäste müssen in Vechta kurzfristig auf Center John Bryant verzichten. Der 37-Jährige, der seit 2022 in Weißenfels spielt, verpasst damit nach 82 BBL-Spielen in Serie erstmals eine Partie der „Wölfe“. Rastas Bilanz gegen den MBC: In der BBL gab es bislang zehn Duelle zwischen Vechta und dem Mitteldeutschen BC, es steht 5:5. In der Vorsaison siegte Rasta zweimal, in Weißenfels mit 100:74, daheim mit 98:69. Der Rückkehrer: In der Saison 2023/24 spielte Spencer Reaves für Rasta Vechta und avancierte mit einer Dreier-Quote von 50 Prozent zum besten Dreier-Schützen, den Rasta jeweils in der BBL und der 2. Bundesliga ProA hatte. Im Sommer wechselte Reaves dennoch zum MBC. Im OM-Medien-Interview spricht Reaves über seine Beweggründe und die ersten Monate in Weißenfels. Die Topscorer des MBC: Michael Devoe (14,6), Spencer Reaves (13,9) und Tyren Johnson (12,9) bilden das Toptrio beim Team aus Sachsen-Anhalt, das bereits 14 Saisonspiele absolviert hat (sieben Siege, sieben Niederlagen). Das sagt Rastas Trainer Martin Schiller vor dem Spiel: „Gegen den MBC ist alles entscheidend, deren Dreier-Trefferquote niedrig zu halten. Dazu kommt, dass sie eine extrem erfahrene Mannschaft haben. Sie haben mit ihren Spielern so viel BBL-Erfahrung wie nur ganz wenige andere Mannschaften in dieser Liga. Die Kombination aus der Wurfqualität und der Erfahrung macht sie in dieser Saison so erfolgreich.“ Das sagt Rastas Guard Lloyd Pandi: „Der MBC hat in dieser Saison schon gezeigt, dass er jedes Team schlagen kann. Dass sie in den letzten Jahren oft gegen den Abstieg gekämpft haben, spielt jetzt keine Rolle. Wir beschäftigen uns nur mit der Gegenwart. In der Tabelle liegen alle Teams nah beieinander, jeder kann jeden schlagen. Es ist also wichtig, dass die volle Konzentration immer auf dem nächsten Spiel liegt. Wir haben natürlich einige Spieler, die sehr gut verteidigen können. Aber ohne Team-Defense wirst du keinen Erfolg haben. Wir müssen als Team zusammenarbeiten, um bestmöglich verteidigen zu können.“ Die Form des MBC: Die Crew aus Weißenfels, die wie Rasta in dieser Saison beide EuroLeague-Teams Bayern München und Alba Berlin geschlagen hat, verlor die letzten zwei BBL-Spiele. Die Gegner hießen allerdings Chemnitz und Ulm. MBC-Coach Janis Gailitis, ein Lette und seit dieser Saison im Amt, sagte nach dem jüngsten 89:92 gegen Ty Harrelsons Ulmer: „Für dieses Spiel müssen wir uns nicht schämen. Für diese Leistung müssen wir uns nicht schämen.“

Rasta Vechta - Mitteldeutscher BC 87:79
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