83:95 – Rasta Vechta prallt an der Berliner Mauer ab
Der Basketball-Bundesligist kassierte gegen den elfmaligen Meister und Pokalsieger seine sechste Heimniederlage in dieser BBL-Saison.
Carsten Boning | 17.01.2026
Der Basketball-Bundesligist kassierte gegen den elfmaligen Meister und Pokalsieger seine sechste Heimniederlage in dieser BBL-Saison.
Carsten Boning | 17.01.2026

Der Routinier macht's mit links: Rastas Center Tibor Pleiß beim Wurf gegen Alba Berlin. Foto: Becker
Das Aufbäumen kam zu spät: Die Basketballer von Rasta Vechta haben am Samstagabend das Bundesliga-Heimspiel gegen Alba Berlin verloren. Die Mannschaft von Trainer Christian Held unterlag dem BBL-Schwergewicht mit 83:95 (42:52). Drei Viertel lang ließ Alba die Muskeln spielen, Rasta prallte förmlich an der Berliner Defense-Mauer ab. Topscorer bei Rasta, das das letzte Viertel gewann (22:15), am Ende aber seine sechste Heimniederlage in der laufenden BBL-Saison kassierte, war Tibor Pleiß mit 17 Punkten. Ebenfalls zweistellig punkteten Tevin Brown (13), Alonzo Verge (11) und TJ Bamba (10). Bester Alba-Scorer war Justin Bean (18), gefolgt von Moses Wood (15) und Ex-Rasta-Talent Jack Kayil (14). Mit nunmehr 12:18 Punkten nähert sich Rasta immer mehr der Gefahrenzone der BBL. Das Personal: Rastas Coach Christian Held konnte erstmals seit Monaten aus dem Vollen schöpfen. Philipp Herkenhoff hatte seine Schulterprobleme auskuriert und stand ebenso wieder im Kader wie Defense-Experte Lloyd Pandi, der nach seinem Comeback in Chemnitz zuletzt gegen Würzburg pausiert hatte. Als siebter Ausländer setzte Booker Coplin aus. Alle Profis an Bord - das gab's für Rasta zuletzt am 4. Oktober beim Heimspiel gegen den Mitteldeutschen BC (83:96). Bei Alba Berlin fehlte Alex O'Connell weiterhin mit Knieproblemen. Ebenfalls nicht im Spieltagskader stand der litauische 2,06-m-Center Martynas Echodas, der zuletzt in Oldenburg und gegen Heidelberg nur sechs bzw. vier Minuten gespielt hatte. Das 1. Viertel: Bereits in den ersten Minuten des Spiels bekam Rasta die „sehr gute, aggressive Defense“ (Held) der Berliner zu spüren. Der Druck auf die Guards war enorm hoch, Vechta hatte große Mühe, in seine Systeme zu kommen. Die Folge: Rasta fiel früh von 6:6 auf 6:17 zurück, ehe Rastas Tevin Brown den 0:11-Lauf mit einem Korbleger stoppte. In der Folgezeit konnte Rasta den Rückstand nicht wirklich verkürzen, mit einem 14:24 ging es in die erste Viertelpause. Der erste Eindruck: Alba Berlin war extrem fokussiert - und Rastas Dreier-Bilanz von 0/6 war nicht gerade förderlich beim Ansinnen, das Schwergewicht zu ärgern. Das 2. Viertel: Die Berliner, die am Dienstag (20. Januar, 18.00 Uhr) mit einem Auswärtsspiel beim türkischen Erstligisten Tofas Bursa in die „Round of 16“ der Champions League starten, legten gleich zu Beginn des zweiten Viertels einen 8:0-Lauf zum 32:14 nach. Sehr zur Freude von Albas Coach Pedro Calles, der am Samstag an alter Wirkungsstätte sein 250. BBL-Spiel als Chefcoach absolvierte. Bereits nach 1:26 Minuten im zweiten Abschnitt musste Rastas Coach Christian Held seine zweite Auszeit des Abends nehmen, um die Berliner Dampfwalze irgendwie zu stoppen. Immerhin: Rasta konnte danach den Rückstand ein wenig verkürzen - auch weil Tibor Pleiß im siebten Versuch den ersten Rasta-Dreier traf (zum 28:41). Vechta hatte sich jetzt in die Partie gebissen - und die Wut über einige strittige Schiedsrichter-Entscheidungen in Energie umgewandelt. Aus einem 36:49 wurde ein 42:52 zur Pause. Die Statistik zur Pause: Rastas Center Tibor Pleiß war mit 15 Punkten (4/6 aus dem Feld, 6/6 Freiwürfe) der Topscorer der ersten Halbzeit, gefolgt von den beiden Berlinern Justin Bean (14; u.a. 4/4 Dreier) und Jack Kayil (10; 4/4 aus dem Feld). Rastas Dreier-Quote war schwach (1/9), die Gäste waren in diesem Bereich deutlich besser (8/17). Alba hatte zur Pause bereits zwölf Assists (Rasta acht). Auch bei den Rebounds lag Rasta knapp zurück (14:16). Das 3. Viertel: Die ersten Punkte der zweiten Halbzeit machte Rastas Alonzo Verge zum 44:52, doch danach kassierte Rasta seinen zweiten 0:11-Lauf des Abends. 44:63 - Coach Held nahm die nächste Auszeit. Neue Spannung kam aber nicht auf. Berlin ließ die Muskeln spielen und agierte offensiv wie defensiv schlichtweg auf einem anderen Level. Rasta hatte im dritten Viertel nicht den Hauch einer Chance gegen den elfmaligen Meister und Pokalsieger, der sich keinerlei Blöße gab. 47:66, 52:74, 54:77 - Etappen von Rastas klarer Unterlegenheit. Nach dem dritten Viertel lag Rasta mit 61:80 zurück. Überragend bei Alba: die Dreier-Quote (12/24, Rasta 3/17). Das 4. Viertel: Mit dem Rücken zur Wand, mit einem 21-Punkte-Rückstand vor der Brust (61:82), stellte Held die Defense auf eine 2-3-Zone um, um Albas Rhythmus irgendwie zu brechen, um einfach etwas anderes zu probieren. Und siehe da: Es klappte für den Moment, Alba setzte einige Würfe in Serie daneben - und Rasta verkürzte mit einem 10:0-Lauf auf 71:82. Vechta hatte wieder einen Fuß in der Tür (77:87, 80:91), konnte Alba aber nicht mehr zu Fall bringen. Der Ausblick: Auf Rasta warten nun zwei Auswärtsspiele in Folge. Am 25. Januar (Sonntag, 18.00 Uhr) gastiert die Held-Crew beim Aufsteiger Science City Jena mit den vier Ex-Rasta-Spielern Robin Christen, Chris Carter, Naz Bohannon und Kristofer Krause. Am 28. Januar (Mittwoch, 20.00 Uhr) folgt dann das Nachholspiel vom 2. Spieltag bei den Bamberg Baskets. Das nächste Heimspiel im Rasta-Dome steigt am 31. Januar (Samstag, 20.00 Uhr) gegen die Skyliners Frankfurt - es ist dann der Start in die Rückserie der Hauptrunde.Der Spielverlauf


Rasta Vechta - Alba Berlin 83:95
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