73:84 gegen Ulm: Rasta Vechta verliert das Topspiel
Rasta Vechta zieht im Topduell gegen BBL-Spitzenreiter Ratiopharm Ulm den Kürzeren. Der große Kampf bleibt am Ende unbelohnt. Hier gibt's den Live-Ticker zum Nachlesen.
Lars Hausfeld | 14.03.2025
Rasta Vechta zieht im Topduell gegen BBL-Spitzenreiter Ratiopharm Ulm den Kürzeren. Der große Kampf bleibt am Ende unbelohnt. Hier gibt's den Live-Ticker zum Nachlesen.
Lars Hausfeld | 14.03.2025

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Rasta Vechta hat das Topspiel gegen den BBL-Tabellenführer Ratiopharm mit 73:84 (34:41) verloren. Rasta bot am Freitagabend zwar einen formidablen Kampf, hatte aber gegen die erdrückende Defense des Meisters von 2023 kein probates Mittel. So setzte es die erste Heimniederlage in diesem Jahr. Topscorer beim Gastgeber war einmal mehr Brandon Randolph (22), dicht gefolgt von Jayden Gardner (21). Hier ist der Live-Ticker zum Nachlesen. Das 1. Viertel: Wo Topspiel draufgestanden hatte, steckte von Beginn an auch Topspiel drin. Beide Mannschaften schenkten sich nichts und gingen dabei auch körperlich zu Werke. Ulm produzierte beispielsweise schon zwei unsportliche Fouls. Für Rasta bärenstark: Brandon Randolph, der bis dato schon elf Punkte hatte und somit im 21. Spiel in Serie zweistellig punktete. Dennoch ging Vechta mit einem 21:22-Rückstand in die erste Viertelpause. Das 2. Viertel: Die Gäste zogen die Daumenschrauben an und erhöhten die Intensität in der Verteidigung. Die Folge: Rasta hatte im zweiten Viertel zwei über dreiminütige Abschnitte ohne jeden Punkt. Das Gute aus Sicht der Gastgeber: Trotz der nur 13 Zähler im zweiten Abschnitt war Ulm nicht enteilt. Dank eines Dreiers von Joel Aminu ging es aus Vechtaer Sicht mit einem 34:41 in die Kabine. Die Statistik zur Pause: Die zuletzt so reboundstarken Vechtaer waren heute an den Brettern deutlich unterlegen. Ulm holte schon zehn Rebounds mehr als Rasta. Ansonsten fiel beim Gastgeber die miese Trefferquote auf: Das Schiller-Team kam nur auf 30 Prozent aus dem Feld. Eine Quote, mit der gegen die Schwaben sonst nichts zu holen gewesen wäre. Weil die aber ihrerseits nur vier von 15 Dreiern trafen, war der Abstand nicht so groß. Topscorer bei Rasta: Brandon Randolph, zu dessen elf Punkten aus dem ersten Viertel aber keiner dazu gekommen war. Bei Ulm drehte derweil Karim Jallow auf (12 Punkte) Das 3. Viertel: Der Abstand vergrößert siche – und das, obwohl Rasta zwischendurch ausgleichen konnte. Ein zwischenzeitlicher 11:0-Lauf, zu dem Brandon Randolph und Jayden Gardner maßgeblich beitrugen, sorgte für ein 45:45. Ulm schlug aber umgehend zurück, zog kurz mal auf 15 Punkte davon. Herausragend: Justinian Jessup mit drei getroffenen Dreiern. Letztlich ging es mit einem 53:65 in den Schlussabschnitt. Das 4. Viertel: Trotz großem Kampf kam Rasta nicht mehr wirklich heran. Die letzte Möglichkeit dazu bot sich den Vechtaern etwa zwei Minuten vor Schluss. Aber nachdem vier Wurfversuche in Folge ihr Ziel verfehlten, die den Abstand noch mal in den einstelligen Bereich hätten drücken können, war die Messe gelesen. Am Ende hatte Ulm immer eine Antwort parat und überzeugte vor allem mit erdrückender Defense. Denn: Rasta musste sich jeden Wurf hart erarbeiten. Am Ende hieß es verdient 73:84 aus Vechta-Sicht. 19.30 Uhr: Langsam füllt sich die Halle an der Pariser Straße. Beide Teams werfen sich schon einmal ein. Erfreulich für die Rasta-Fans: Tyger Campbell, der zuletzt dreimal verletzungsbedingt pausieren muss, kann spielen. Aufgrund der Ausländer-Regelung setzt Vechtas Neuzugang Yasiin Joseph aus. 19.40 Uhr: Bei den Ulmern ist bis auf die unten genannten Ausfälle alles dabei, was Rang und Namen hat. Bedeutet auch, dass die Toptalente Noa Essengue und Ben Saraf auflaufen. Wegen dieses Duo und Rastas Johann Grünloh sitzen auch wieder einige NBA-Scouts in der Halle. Mit an Bord sind natürlich der ehemalige Vechtaer Philipp Herkenhoff und Ex-Trainer Ty Harrelson. 19.50 Uhr: Etwas mehr als zehn Minuten noch vor dem Spielbeginn – und die Starting Fives stehen fest. Bei Rasta beginnen Rückkehrer Tyger Campbell, Joel Aminu, Brandon Randolph, Jayden Gardner und Johann Grünloh. Der Meister von 2023 fängt mit Nelson Weidemann, Tobias Jensen, Justinian Jessup, Karim Jallow und Marcio Santos an. Das Rasta-Personal: Die große Frage lautet: Ist Tyger Campbell wieder dabei? Der Taktgeber im Vechtaer Spiel setzte zuletzt dreimal aus. Erst wegen einer Oberschenkel-Verletzung, dann mit Rückenbeschwerden. Eine Entscheidung gibt's wohl erst kurz vorm ersten Sprungball. Eine Rückkehr von Campbell hätte auch zur Folge, dass ein anderer Ausländer pausieren müsste. Hier geht's zum ausführlichen Vorbericht zum Topspiel. Das Ulmer Personal: Kapitän Tommy Klepeisz plagt sich seit Januar mit Problemen an der Achillessehne und an der Wade herum. Obwohl der Guard zuletzt wieder ins Training eingestiegen ist, kommt ein Einsatz in Vechta zu früh. Für Isaiah Roby, vor der Saison die große Verpflichtung der Ulmer, ist die Saison wegen einer Knieverletzung beendet. Das Hinspiel: Ende Oktober verlor Rasta mit 76:85 in Ulm, es war die siebte Niederlage im neunten Pflichtspiel der Saison, Vechta hing damals auf dem vorletzten Platz fest. „Wir befinden uns gerade in einem Wirbelsturm. Da müssen wir jetzt durch, anders geht’s nicht“, sagte Rastas Coach Martin Schiller damals. Ulm holte 18 Offensivrebounds und machte 31 Second-Chance-Points. „Das hat uns gekillt“, haderte Brandon Randolph, der mit 17 Punkten Rastas Topscorer war. Die Vorzeichen: Es treffen die beiden heißesten Teams der Liga aufeinander. Ulm hat die letzten vier Spiele gewonnen, Rasta die letzten drei. Das sind aktuell die beiden längsten Siegesserien der BBL. Klar ist: Eine davon wird reißen. Vechta setzt auf den Heimvorteil, der durch die Heimbilanz von neun Siegen und zwei Niederlagen untermauert wird. Und: Ulm ist vor allem auswärts zu knacken, fünf der sechs Niederlagen kassierten die Schwaben in der Fremde. Die Rückkehrer: Für zwei Ulmer ist das Gastspiel in Vechta ein besonderes. Coach Ty Harrelson, der Rasta erst zum Aufstieg in die BBL und dort dann zum Einzug in die Playoffs geführt hat, ist nach seinem Abgang zum ersten zurück im Rasta-Dome. Er erwartet „echte Playoff-Atmosphäre und ein Duell auf Playoff-Level“, ließ der Amerikaner auf der Klubhomepage verlauten. Auch für Philipp Herkenhoff ist es eine Reise in der Vergangenheit: Der Power Forward war 2015 bis 2021 für Rasta aktiv. 
Rasta Vechta – Ratiopharm Ulm 73:84
Rasta gegen Ulm – der Countdown

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