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68:84 gegen Rostock: Rasta Vechta verliert das fünfte Spiel in Folge

Der Negativlauf der Basketballer von Rasta Vechta setzt sich fort. Der Bundesligist kassiert gegen die Rostock Seawolves einen herben Dämpfer im Playoff-Rennen. Der Live-Ticker zum Nachlesen.

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Die Bundesliga-Basketballer von Rasta Vechta bleiben in der Negativspirale stecken. Im wichtigen Duell mit den Rostock Seawolves um die Playoff- und Play-Ins-Plätze zog Vechta am Samstagabend mit 68:84 (28:49) den Kürzeren. Es war die fünfte Niederlage in Serie für das Team von Trainer Martin Schiller, das dadurch von Rostock überholt wurde. Wieder gab es nach der Schlusssirene vereinzelte Pfiffe aus dem Publikum. Hier ist der OM-Medien-Live-Ticker zum Nachlesen.


Das 1. Viertel: Die Energie, die Intensität, sie passen. Dass hier zwei Mannschaften um die Postseason kämpfen, ist deutlich zu merken. Aber: Wie schon in den vergangenen Spielen ist die offensive Leichtigkeit bei Rasta nicht vorhanden. Vechta trifft bisher nur 28,6 Prozent seiner Würfe. Bei Rostock sieht das nicht viel besser auf, aber ein kleines bisschen halt schon. 15:18 lautet der Spielstand aus Rasta-Sicht.

Das 2. Viertel: Eine Mannschaft setzt sich ab – und das ist nicht Rasta. Der Gastgeber verfällt in zuletzt gezeigte Offensiv-Muster, leistet sich Turnover um Turnover, und die Wurfquote aus dem Feld bleibt gruselig. Rostock kommt dagegen richtig in Fahrt und demonstriert seine Power im Angriff. Ein zwischenzeitlicher 20:0-Lauf der Ostseestädter, der auch nicht durch zwei Schiller-Auszeiten gestoppt werden konnte, bringt Rasta heftig ins Hintertreffen. Es steht 28:49.

Die Statistik zur Pause: 29 Prozent aus dem Feld, kein Spieler auch nur in der Nähe einer zweistelligen Punktezahl, dazu noch 9 Ballverluste: Das sind die Statistiken, die Rastas Offensiv-Probleme verdeutlichen – natürlich neben der Gesamt-Ausbeute von 28 Punkten. Da hilft auch die Rebound-Überlegenheit (24:19) nichts. Bei Rostock stechen Malik Osborne (13 Punkte) und Bryce Hamilton (12) hervor.

Schwer durchzukommen: Rastas Brandon Randolph (links) gegen den Rostocker Philipp Hartwich. Foto: BeckerSchwer durchzukommen: Rastas Brandon Randolph (links) gegen den Rostocker Philipp Hartwich. Foto: Becker

Das 3. Viertel: Ein bisschen was hat Vechta vom Rostocker Vorsprung abgeknabbert, aber es hätte mehr sein können. Mit einem 51:67 geht es in das Schlussviertel. Dabei war es aus Rasta-Sicht schon mal kurz ein „minus 8“. Mitte des dritten Abschnitts meldete sich der Dome in voller Lautstärke. Doch die Ostseestädter überstanden den kurzen Rasta-Sturm und ließen das Polster wieder größer werden.

Das 4. Viertel: Auch im letzten Abschnitt bäumen sich die Hausherren noch einmal auf. Jayden Gardners Dreier verkürzt den Abstand bei noch knapp 6 Minutten auf der Uhr auf zehn Punkte. Doch die Seawolves bleiben cool und kontern. Martin Schiller versucht es noch mit zwei Auszeiten innerhalb einer Minute, doch das ändert nichts mehr: Rostock findet immer wieder eine Antwort. Ein paar Zuschauer verlassen schon vor der Schlusssirene und bekommen den Endstand gar nicht mehr mit. Er lautet 68:84.


Rasta Vechta – Rostock Seawolves 68:84

  • Rasta Vechta: Mike Bothwell (8), Jayden Gardner (5), Yasiin Joseph (2), Luc van Slooten (kein Einsatz), Brandon Randolph (7), Joschka Ferner (7), Linus Trettin (0), Johann Grünloh (14), Joel Aminu (14), Lloyd Pandi (5), Isaiah Cozart (6).
  • Rostock Seawolves: JeQuan Lewis (5), Elias Baggette (9), Darren Aidenojie (0), Philipp Hartwich (0), Malik Osborne (18), Oshane Drews (0), Bryce Hamilton (27), Sid-Marlon Theis (2), Nijal Pearson (17), Pedro Bradshaw (6).
  • Halbzeit: 28:49.
  • Viertel: 15:18, 13:31, 23:18, 17:17.
  • Zuschauer: 3140 (ausverkauft).

Die letzten Infos zum Spiel

19.50 Uhr: Die Starting-Lineups liegen vor. Rasta-Coach Martin Schiller beginnt mit Mike Bothwell, Joel Aminu, Brandon Randolph, Jayden Gardner und Johann Grünloh. Rostocks Trainer Przemyslaw Frasunkiewicz schickt Elias Baggette, Bryce Hamilton, Nijal Pearson, Malik Osborne und Philipp Hartwich aufs Parkett.

19.40 Uhr: Ein Blick aufs Personal: Brandon Randolph hat seine muskulären Probleme überwunden, der Topscorer kann heute mitwirken. Dafür fehlt Tyger Campbell im Aufgebot. Der Point Guard ist schon die gesamte Woche suspendiert – und zwar aus disziplinarischen Gründen, wie es von Vereinsseite heißt. Dies habe weder mit der Bekanntgabe des Wechsels von Coach Martin Sommer noch mit seiner Spielweise zu tun, so Rasta.

19.30 Uhr: Der Rasta-Dome füllt sich, auch an diesem Samstag ist die Halle mal wieder ausverkauft. Etwa 50 Rostocker sollen sich auf den Weg gemacht haben, um ihre Seawolves zu unterstützen. Die meisten davon sind schon da und bevölkern den Auswärtsblock E. Auch das verdeutlicht: Hier geht's um richtig was. In 30 Minuten geht das Spiel los. Frohe Kunde auf Rasta-Seite gab's am Freitag: Die U19 der Rasta Academy gewann auch das zweite Spiel der Best-of-3-Serie gegen die Paderborn Baskets. Durch das 97:93 nach Verlängerung fährt der Vechtaer Nachwuchs erneut zum NBBL-Top-Four nach Berlin.


Der Paukenschlag: Am Freitag drang eine überraschende Nachricht von der Pariser Straße hinaus: Trainer Martin Schiller verlässt Rasta Vechta im Sommer nach nur einer Saison wieder. Den 43-jährigen Österreicher zieht es zurück in die USA. Genauer: nach Salt Lake City. Dort wird Schiller das Amt des Assistenztrainers bei den „Running Utes“ einnehmen, dem Basketball-Team der University of Utah, das in der amerikanischen College-Liga NCAA unterwegs ist. Alle Hintergründe dazu gibt es hier.

Abschied im Sommer: Rasta-Trainer Martin Schiller wird Vechta verlassen. Foto: BeckerAbschied im Sommer: Rasta-Trainer Martin Schiller wird Vechta verlassen. Foto: Becker

Rastas Personal: Vechta hofft inständig auf die Rückkehr von Topscorer Brandon Randolph (17,9 Punkte im Schnitt), der beim letzten Spiel wegen muskulärer Probleme passen musste. Der Flügelspieler konnte unter der Woche zwar nicht das volle Trainingsprogramm durchziehen, „trotzdem sind wir optimistisch, dass er am Samstag wird spielen können“, sagte Schiller.

Der Gegner: Die Rostock Seawolves spielen eine überraschend stabile Rolle in der Liga. Der polnische Trainer Przemyslaw Frasunkiewicz hat den Ostseestädtern in dieser Saison neues Leben eingehaucht. Topscorer der Rostocker ist Bryce Hamilton (16,6 Punkte). Schiller warnt vor der Offensivstärke des Gegners und fordert: „Wir müssen ehrlich verteidigen.“

Das Hinspiel: Ganz zu Beginn des Jahres gastierte Rasta in Rostock. Es gab eine knappe 83:87-Niederlage nach vielen Gleichständen und Führungswechseln. Für Martin Schiller war diese Partie ein Beleg für die Ausgeglichenheit der BBL. Auch jetzt verkündet der Coach: „Leichte Spiele gibt es keine.“

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