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3:2 - VfL Oythe landet einen Befreiungsschlag

In der Fußball-Landesliga können Steinfeld und Dinklage die Flaute nicht stoppen. Mühlen holt immerhin einen Punkt.

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Alarm im Strafraum des Tabellenführers: Oythes Felix Schneppe (rechts) gegen Bad Rothenfeldes Torwart Tobias Zahl. Oythe machte aus einem 0:2 ein 3:2 – der erste Saisonsieg. Foto: Schikora

Alarm im Strafraum des Tabellenführers: Oythes Felix Schneppe (rechts) gegen Bad Rothenfeldes Torwart Tobias Zahl. Oythe machte aus einem 0:2 ein 3:2 – der erste Saisonsieg. Foto: Schikora

VfL Oythe - Bad Rothenfelde 3:2
Als sie den Spitzenreiter niedergerungen hatten, als sie allen Widerständen getrotzt und eine verloren geglaubte Partie noch umgedreht hatten, versammelten sich die Fußballer vom VfL Oythe im Mittelkreis. Eine kurze Ansprache – und dann raus mit den Emotionen. Nach einem Rumpel-Start mit nur zwei Punkten aus drei Spielen und zwei schwierigen Wochen mit insgesamt vier Corona-Fällen landete der heimische Landesligist mit dem 3:2 gegen den bisherigen Tabellenführer SV Bad Rothenfelde einen echten Befreiungsschlag. Es war ein Sieg der Moral, denn zur Pause lag Oythe noch mit 0:2 zurück.

„Es war beeindruckend, wie die Jungs das Spiel in der zweiten Halbzeit gedreht haben“, sagte Oythes Trainer Raphael Dornieden nach dem Kraftakt an der Hasenweide. Er bezeichnete den Sieg als „hochverdient“ und sagte noch: „So ein Sieg tut in einer Situation, in der wir sind, natürlich richtig gut. Und die Jungs können auch stolz darauf sein, das haben sie sich hart erarbeitet.“ Nach dem Spiel sei eine große Last von allen abgefallen.

Nach den Ausfällen von Marcel Hesselmann, Jaka Kuhar, Jan Ostendorf und Niclas van Geen-berghe hatte Oythe nur noch 13 Feldspieler im Kader, darunter auch der angeschlagene Markus Kohls. Und die Partie begann denkbar schlecht. Konstantin Stumpe brachte Bad Rothenfelde mit dem ersten Torschuss in Führung. Dornieden hatte mitgestoppt: „Nach 78 Sekunden.“ Der VfL Oythe steckte den Tiefschlag aber gut weg. Nico Emich (11., Kopfball), Lennart Feldhus (15., aus spitzem Winkel) und Felix Schneppe (22., 17-m-Freistoß) hatten gute Chancen zum Ausgleich. Und plötzlich stand es 0:2. Ein 25-m-Flatter-Freistoß von Nico Kötter schlug mitten im VfL-Tor ein – ein fieses Ding für Oythes Keeper Lukas Katarius, aber nicht unhaltbar (29.).

Nach der Pause arbeiteten die Oyther mit Nachdruck an der Wende. Und spätestens nach einer Stunde, als der VfL auf eine Dreierkette umstellte, war es ein Spiel auf ein Tor. Bad Rothenfelde, zuletzt in Mühlen und gegen Steinfeld erfolgreich, glitt der dritte Sieg gegen ein VEC-Team nach und nach aus der Hand. Janek Jacobs erzielte das 1:2 (69., toller Distanzschuss) und befeuerte damit Oythes Bemühungen. Emich glich zum 2:2 aus (86., Abstauber nach Kopfball von Lie Sillah), ehe Lie Sillah mit einem „Kopfball wie aus dem Lehrbuch“ (Dornieden) für das umjubelte i-Tüpfelchen sorgte (89., nach Freistoß von Emich).

Falke Steinfeld - FC Schüttorf 0:2
Vierte Niederlage in Serie, nur ein Tor in den letzten vier Partien – dafür aber 13 Gegentore. Allein die Zahlen sagen es aus: Bei den Landesliga-Fußballern von Falke Steinfeld läuft es zurzeit nicht. Am Sonntag setzte es für die Steinfelder daheim gegen den FC Schüttorf eine 0:2 (0:2)-Niederlage. „Das war einfach enttäuschend“, hielt Falke-Trainer Artur Zimmermann fest.

Der Coach vermisste in der ersten Halbzeit die nötige Aggressivität, mit der sich seine Mannschaft gegen die vierte Nullrunde in Folge stemmen sollte. „Wir haben viel zu wenig in das Spiel investiert“, urteilte Zimmermann. Dennoch besaßen seine Schützlinge die große Chance zum Führungstreffer: Fynn Dauny lief in der 9. Minute alleine auf das Tor von FC-Keeper Shirin Namoyan zu, konnte den Ball aber nicht im Gehäuse unterbringen.

Laufduell unter erschwerten Bedingungen: Falkes Louis Lahrmann (Mitte) wird am Trikot gezogen. Foto: WenzelLaufduell unter erschwerten Bedingungen: Falkes Louis Lahrmann (Mitte) wird am Trikot gezogen. Foto: Wenzel

Von Schüttorf gab es auch wahrlich kein Offensivfeuerwerk. Und dennoch gingen die Gäste in Führung: Jesko Bühring köpfte eine Freistoßflanke aus sieben Metern zum 1:0 ein (34.). Um ein Haar wäre es in der ersten Hälfte für Falke noch schlimmer gekommen, aber Innenverteidiger Julian Pille lenkte einen Schuss der Schüttorfer über das Tor (43.). Steinfeld steigerte sich nach dem Kabinengang, aber das war laut Artur Zimmermann noch „nicht genug“. Während Schüttorf sein Spiel mehr und mehr auf Konter auslegte, hatte Falke ein Ballbesitz-Plus. So richtig wussten die Steinfelder aber nichts mit dem Spielgerät anzufangen. Zu allem Überfluss schied Dauny auch noch verletzt aus – es wird eine schwere Knieverletzung befürchtet. Und auch beim eingewechselten Paul Kosenkow brach die Leistenverletzung wieder auf.

Es lief einfach nichts für Falke am Sonntagnachmittag. Und in der 78. Minute wurde dem Zimmermann-Team der Zahn dann endgültig gezogen. Nach einem Abstimmungsfehler in der Hintermannschaft schnappte sich Jesko Bühring den Ball und schoss aus spitzem Winkel zum 2:0 für Schüttorf ein.

VfR Voxtrup - GW Mühlen 1:1
Wichtiger Punkt für den Fußball-Landesligisten GW Mühlen. Die Südkreisler spielten am Sonntagnachmittag beim VfR Voxtrup 1:1 (0:1) und hielten somit den Anschluss ans Tabellenmittelfeld. „Unterm Strich ist es ein gerechtes Unentschieden. Aber es ist ärgerlich, weil wir uns mehr vorgenommen hatten“, sagte Mühlens Trainer Andreas Hinrichs.

Im Vorfeld hatte Hinrichs ein Duell auf Augenhöhe erwartet – seine Einschätzung bestätigte sich in Durchgang eins aber noch nicht. Auf dem kleinen Platz in Voxtrup hatten die Gäste nämlich die Oberhand und erspielten sich gute Möglichkeiten. Constantin Westermann scheiterte beispielsweise im Eins-gegen-eins mit Voxtrups Keeper Simon König, der den Abschluss gut parierte (13.). Mühlen ließ nicht locker und wurde früh belohnt: Nach einer schönen Vorarbeit von Constantin Westermann schloss Jonas Pöhlking aus kurzer Entfernung trocken ins Eck zur 1:0-Führung ab (23.).

Es sah lange nach einer ungefährdeten Pausenführung aus, allerdings hatte Niklas Budde kurz vor dem Seitenwechsel die Chance zum Ausgleich; der Pfosten rettete (38.) und so blieb es beim 1:0 aus Mühlener Sicht. Nach dem Pausentee wurde Mühlen passiver, ließ sich von Voxtrup hinten reindrücken und hatte Probleme mit den langen Bällen der Hausherren. Wie aus dem Nichts waren es dann aber die Grün-Weißen, die den Jubelschrei auf den Lippen hatten: Benjamin Willenbrink stand bei seinem Abschluss jedoch im Abseits (69.). Fast im Gegenzug glich Voxtrups Bastian Sutmöller nach einer Flanke aus kurzer Distanz zum 1:1 aus (71.). Danach drückten die Mühlener auf die erneute Führung – doch es blieb beim 1:1.

SC Melle - TV Dinklage 3:1
Die Bilanz sprach klar für sie – aber davon konnten sich die Fußballer des TV Dinklage natürlich nichts kaufen. Der Landesligist musste sich am Sonntag dem SC Melle beugen und eine 1:3 (0:2)-Niederlage hinnehmen. Es war erst die zweite TVD-Niederlage in zwölf Spielen gegen Melle seit 2014 – aber auch die zweite in Folge.

Dinklages Betreuer Michael Ostermann redete nach der dritten Nullrunde in Folge nicht lange um den heißen Brei herum. Die Niederlage sei „hoch verdient“ gewesen, sagte er. Und: „Wir waren noch gut bedient mit dem 1:3.“ Jetzt werde es Zeit für eine Wende. Eine solche blieb in Melle aus, weil Lasse Barz mit seinem späten Treffer nach einer Vorlage von Wilke Weßling (85.) nur noch Ergebniskosmetik betrieb. Zuvor hatten die Gastgeber die Partie bereits entschieden. Damian Hülsmann traf früh zur Meller Führung (7.), bevor Malte Moß nach einem Freistoß im Nachschuss das 2:0 nachlegte (25.). Maik Emmrich nutzte später eine Unstimmigkeit in der Dinklager Abwehr, umkurvte Keeper Sven Neuefeind und schob zum 3:0 ein (60.). Neben den drei Toren hatten die Meller auch noch weitere aussichtsreiche Gelegenheiten.

Dinklage wurde dagegen nur nach einem Freistoß von Johann Kühling richtig gefährlich (53.), ansonsten blieb die Offensive am Sonntag kalt.

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