121:102 – Rasta zerlegt die Riesen Ludwigsburg
Was für ein Feuerwerk! Vechtas Basketballer haben in der 1. Bundesliga den dritten Sieg in Folge gefeiert – und dabei Ludwigsburg förmlich überrollt.
Carsten Boning | 14.03.2026
Was für ein Feuerwerk! Vechtas Basketballer haben in der 1. Bundesliga den dritten Sieg in Folge gefeiert – und dabei Ludwigsburg förmlich überrollt.
Carsten Boning | 14.03.2026

Der Mann mit der Brille: Rastas TJ Bamba spielte nach seiner Augen-OP mit einer Schutzbrille. Foto: Becker
Aus den Boxen dröhnte der Klassiker „Sweet Caroline“, und die Fans waren restlos begeistert: Die Basketballer von Rasta Vechta haben mit einer Demonstration der Stärke ihren dritten Sieg in Folge gefeiert. Der heimische Bundesligist überrollte die MHP Riesen Ludwigsburg mit 121:102 (51:50) und vergrößerte damit den Vorsprung auf die Abstiegszone. Und die Art und Weise, mit der Rastas Dampfwalze über Ludwigsburg hinwegrollte, schürte an der Pariser Straße auch die Hoffnungen auf die Play-Ins. Überragender Akteur bei Rasta war Alonzo Verge mit 24 Punkten und 14 Assists. Neben dem Guard punkteten auch Tibor Pleiß (20), TJ Bamba (16), Malik Parsons, Tommy Kuhse, Philipp Herkenhoff (je 12) und Lloyd Pandi (10) zweistellig. Rasta traf 17 Dreier bei einer Quote von 52 Prozent. Die Gastgeber verbuchten zudem 28 Assists und zehn Steals. Überragender Ludwigsburger war Stefan Smith mit 38 Punkten (4/5 Zweier, 6/11 Dreier, 12/12 Freiwürfe) Das Personal bei Rasta: Kapitän Joschka Ferner (Finger) und der Ex-Ludwigsburger Booker Coplin (Fuß) fielen erneut aus. Dafür feierte TJ Bamba sein Comeback nach kurzer Zwangspause. Er hatte die beiden Partien gegen Jena und in Oldenburg wegen einer kleinen Augen-OP verpasst. Gegen Ludwigsburg spielte er mit einer Schutzbrille. Das Personal bei Ludwigsburg: Die Riesen Ludwigsburg hatten zuletzt beim 75:67-Sieg gegen die Towers Hamburg große Personalsorgen - in Yorman Polas Bartolo, Jonas Wohlfahrt-Bottermann, Johannes Patrick, Tomas Skuja und Keeshawn Kellmann fehlen gleich fünf Spieler verletzt oder erkrankt. Für das Spiel in Vechta gab's minimale Besserung. Kellmann war wieder dabei, die vier anderen fehlten erneut. Das große Held-Interview: Rastas Coach Christian Held äußerte sich im Vorfeld des Ludwigsburg-Spiels zu diversen Themen rund um sein Team. Hier geht's zur Zusammenfassung. Das 1. Viertel: Rasta erwischte einen guten Start in die Partie - angeführt von Alonzo Verge, der auf dem Weg zur 12:6-Führung acht Punkte machte. Danach allerdings packte Ludwigsburg seine gefürchtete, gallige und physische Defense aus. Vechtas Offensiv-Motor kam ins Stottern - und so wurde aus einer 15:10-Führung ein 20:29-Rückstand (zwei 0:8-Serien inklusive). Für das letzte Highlight des ersten Viertels sorgte allerdings Verge per Buzzer-Beater-Dreier zum 23:29. Das 2. Viertel: Den ersten fünf Minuten des zweiten Abschnitts drückte Stefan Smith seinen Stempel auf. Der Riesen-Guard, am Samstag auch Kapitän der Gäste, war nicht zu stoppen und erhöhte sein Punktekonto von neun (nach dem ersten Viertel) auf 21 Zähler. Rasta lag mit 31:43 zurück - und Christian Held nahm seine erste Auszeit. Vechtas Antwort: vier Korbleger-Punkte von Tibor Pleiß zum 33:43 und 35:43 sowie ein Dreier von Tommy Kuhse zum 38:43. Und nach einer 6:0-Serie von TJ Bamba (ein Dreier, ein Freiwurf, ein Korbleger) zum 44:47 nahm Gäste-Coach Mikko Riipinen eine Auszeit. In dieser Timeout war richtig was los auf dem Spielfeld: „Marleys“, „Junior Marleys" und „Mini Marleys“ traten zusammen auf - in Summe rockten 65 Cheerleaderinnen das Haus. Für den finalen Höhepunkt der ersten Halbzeit sorgte Tommy Kuhse mit einem ultraschweren Dreier mit der Schlusssirene zur 51:50-Führung von Rasta. Die Statistik zur Pause: Topscorer der ersten Halbzeit war Ludwigsburgs Stefan Smith mit 23 Punkten, gefolgt von Rastas WIrbelwind Alonzo Verge (18). Ebenfalls zweistellig punkteten Ludwigsburgs Elijah Hughes (12) und Rastas Tibor Pleiß (11). Rastas Problem: die Rebounds (14:22). Sehr gut dagegen: fünf Steals, nur fünf Ballverluste (Ludwigsburg elf), elf Assists (fünf von Verge) und eine starke Dreier-Bilanz (7/17). Ludwigsburg glänzte unterdessen an der Freiwurflinie (14/15). Das 3. Viertel: Rasta legte in der zweiten Halbzeit los wie die Feuerwehr. Korbleger Pleiß zum 53:50, Korbleger Pleiß zum 55:50, Dreier Tevin Brown zum 58:52, Dreier Philipp Herkenhoff zum 61:52 - der Kessel kochte, und immer kam der Assists von Alonzo Verge. Und damit nicht genug: Rasta blieb auf dem Gas und erhöhte sogar auf 70:52, kurz danach hieß es 75:54. Aus „minus 9“ beim 38:47 wurde ein „plus 21“ - was für ein Zwischenspurt der Gastgeber, die richtig Bock auf Defense hatten. Hinten stark, vorne wie entfesselt. Unglaublich: Auch das dritte Viertel endete mit einem Buzzer-Beater-Dreier, diesmal von TJ Bamba zum 90:70. Das 4. Viertel: Rastas Gala ging weiter, beim 97:73 und 101:77 (nach einem Herkenhoff-Dreier) betrug der Vorsprung 24 Punkte, nach einem weiteren Dreier von Bamba zum 104:79 sogar 25 Punkte. Hatte Rasta genug? Nein, noch lange nicht. Es regnete weiter Dreier, nach Herkenhoffs Treffer zum 112:86 musste Ludwigsburg eine Auszeit nehmen, um die orange-farbene Dampfwalze irgendwie zu stoppen. Der Rest war Schaulaufen vor einem restlos begeisterten Publikum. Der Ausblick: Für Rasta geht's am kommenden Samstag (21. März, 20.00 Uhr) mit einem weiteren Heimspiel gegen die Niners Chemnitz weiter. Danach folgt das Auswärtsspiel beim Mitteldeutschen BC (Samstag, 28. März, 18.30 Uhr).Die Infos vor dem Spiel
Der Spielverlauf


Rasta Vechta - MHP Riesen Ludwigsburg 121:102
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