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Wie eine Vechtaer Richterin zur Präsidentin wird

Sehr persönliche Ansichten – immer dieselben 10 Fragen. Dieses Mal: Anke Schönfeld aus Vechta. Die Familienrichterin ist aktuelle Lions-Präsidentin.

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Hat das Adressbuch ihres Lions Clubs Vechta Amicitia stets griffbereit: Präsidentin Anke Schönfeld. Foto: M. Niehues

Hat das Adressbuch ihres Lions Clubs Vechta Amicitia stets griffbereit: Präsidentin Anke Schönfeld. Foto: M. Niehues

Und? Wie ging es in letzter Zeit?
Mir geht es sehr gut. Aktuell erlebe ich eine äußerst spannende Zeit. Mit meiner Familie durfte ich vor Kurzem das Abitur unseres zweiten Sohnes feiern. Jetzt erwarten uns interessante Veränderungen, da er in Kürze das Haus verlässt, um zu studieren. Auch beruflich stehen derzeit viele Neuerungen an. Die Justiz befindet sich mitten in der Umstellung zur elektronischen Aktenführung und die Aktenberge gehören damit bald endgültig der Vergangenheit an. Die Umsetzung ist für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine große Herausforderung und gelingt zurzeit mal besser und mal schlechter. Und dann habe ich zum 1. Juli das Amt der Präsidentin des Lions Clubs Vechta Amicitia übernehmen dürfen. Das ist mir eine besondere Ehre und ich hoffe, dass ich mit einem abwechslungsreichen Programm zu einem schönen Lionsjahr beitragen kann.

Was haben Sie sich einmal so richtig gegönnt?
Schon vor einer Weile habe ich mir ein rotes E-Bike zugelegt. Jetzt habe ich die Gelegenheit genutzt und mir eine Auszeit genommen, um gemeinsam mit einer wunderbaren Freundin eine mehrtägige Radtour zu machen.

Wenn Sie Königin von Deutschland wären – was gehört als Erstes abgeschafft?
Wenn ich etwas in diesem Land ändern könnte, dann würde ich für mehr Chancengleichheit sorgen. Mich treibt es um, dass in Deutschland die soziale Herkunft eines Menschen noch immer so sehr über seinen Lebensweg entscheidet.

Welchen Traum würden Sie sich als Nächstes erfüllen?
Irgendwann werde ich mir meinen Traum erfüllen und mit meinem Mann eine längere Reise in die Ferne machen.

Was tun Sie am liebsten?
Am liebsten verbringe ich meine Zeit mit meinen Freundinnen. Seit über 20 Jahren singe ich zudem mit großer Freude im Chor (Citadel Voices). Außerdem spiele ich sehr gerne mit meiner Familie Brettspiele, wie zum Beispiel „Die Siedler von Catan“. Das macht mir natürlich am meisten Spaß, wenn ich dann
auch gewinne.

Welche Eigenschaften mögen Sie an sich selbst und welche nicht?
Ich würde mich selbst als pragmatisch und sehr authentisch beschreiben. Das bedeutet aber auch, dass ich eine sehr direkte Art habe und sage, was ich denke. Mitunter denke ich, dass mir etwas mehr Diplomatie guttun würde.

Welche TV-Sendung mögen Sie am liebsten?
Ich habe eigentlich keine echte Lieblingssendung, aber wenn ich die Zeit finde, schaue ich im ZDF die Dokumentation „37 Grad“. Dort stehen die unterschiedlichsten Menschen mit ihren verschiedenen Lebenssituationen im Mittelpunkt.

Mit wem würden Sie sich gerne einmal treffen?
Ich habe in den 90ern während einer Reise in Amerika Louise aus Australien kennengelernt, die mich anschließend in Deutschland und die ich wiederum in Australien besucht habe. Die würde ich tatsächlich gerne einmal wiedersehen.

Was würden Sie gerne einmal wieder essen?
Eine Hühnersuppe, wie meine Mutter sie jedes Jahr zu Weihnachten für die große Familie kocht. Mit besonders vielen Zwiebackklößchen. Aber ich bin mir sicher, dass sich die Gelegenheit wieder ergeben wird.

Welches Thema in den lokalen Medien hat Sie am meisten beschäftigt?
Ich lese gerne die Nachrichten aus der Region und dabei vor allem die Berichte aus dem Gericht. Und besonders gerne lese ich die Kolumnen von Antonius Schröer.


Zur Person:

  • Anke Schönfeld ist 52 Jahre alt, verheiratet, hat drei Söhne (20, 19 und 15) und lebt in Vechta.
  • Sie ist Richterin am Amtsgericht in Vechta und dort als Familien- und Betreuungsrichterin tätig.
  • Anke Schönfeld engagiert sich ehrenamtlich für den Lions Club Vechta Amicitia und ist dort aktuell Präsidentin.

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