Wie eine Vechtaer Richterin zur Präsidentin wird
Sehr persönliche Ansichten – immer dieselben 10 Fragen. Dieses Mal: Anke Schönfeld aus Vechta. Die Familienrichterin ist aktuelle Lions-Präsidentin.
Matthias Niehues | 19.07.2025
Sehr persönliche Ansichten – immer dieselben 10 Fragen. Dieses Mal: Anke Schönfeld aus Vechta. Die Familienrichterin ist aktuelle Lions-Präsidentin.
Matthias Niehues | 19.07.2025

Hat das Adressbuch ihres Lions Clubs Vechta Amicitia stets griffbereit: Präsidentin Anke Schönfeld. Foto: M. Niehues
Und? Wie ging es in letzter Zeit? Was haben Sie sich einmal so richtig gegönnt? Wenn Sie Königin von Deutschland wären – was gehört als Erstes abgeschafft? Welchen Traum würden Sie sich als Nächstes erfüllen? Was tun Sie am liebsten? Welche Eigenschaften mögen Sie an sich selbst und welche nicht? Welche TV-Sendung mögen Sie am liebsten? Mit wem würden Sie sich gerne einmal treffen? Was würden Sie gerne einmal wieder essen? Welches Thema in den lokalen Medien hat Sie am meisten beschäftigt?
Mir geht es sehr gut. Aktuell erlebe ich eine äußerst spannende Zeit. Mit meiner Familie durfte ich vor Kurzem das Abitur unseres zweiten Sohnes feiern. Jetzt erwarten uns interessante Veränderungen, da er in Kürze das Haus verlässt, um zu studieren. Auch beruflich stehen derzeit viele Neuerungen an. Die Justiz befindet sich mitten in der Umstellung zur elektronischen Aktenführung und die Aktenberge gehören damit bald endgültig der Vergangenheit an. Die Umsetzung ist für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine große Herausforderung und gelingt zurzeit mal besser und mal schlechter. Und dann habe ich zum 1. Juli das Amt der Präsidentin des Lions Clubs Vechta Amicitia übernehmen dürfen. Das ist mir eine besondere Ehre und ich hoffe, dass ich mit einem abwechslungsreichen Programm zu einem schönen Lionsjahr beitragen kann.
Schon vor einer Weile habe ich mir ein rotes E-Bike zugelegt. Jetzt habe ich die Gelegenheit genutzt und mir eine Auszeit genommen, um gemeinsam mit einer wunderbaren Freundin eine mehrtägige Radtour zu machen.
Wenn ich etwas in diesem Land ändern könnte, dann würde ich für mehr Chancengleichheit sorgen. Mich treibt es um, dass in Deutschland die soziale Herkunft eines Menschen noch immer so sehr über seinen Lebensweg entscheidet.
Irgendwann werde ich mir meinen Traum erfüllen und mit meinem Mann eine längere Reise in die Ferne machen.
Am liebsten verbringe ich meine Zeit mit meinen Freundinnen. Seit über 20 Jahren singe ich zudem mit großer Freude im Chor (Citadel Voices). Außerdem spiele ich sehr gerne mit meiner Familie Brettspiele, wie zum Beispiel „Die Siedler von Catan“. Das macht mir natürlich am meisten Spaß, wenn ich dann
auch gewinne.
Ich würde mich selbst als pragmatisch und sehr authentisch beschreiben. Das bedeutet aber auch, dass ich eine sehr direkte Art habe und sage, was ich denke. Mitunter denke ich, dass mir etwas mehr Diplomatie guttun würde.
Ich habe eigentlich keine echte Lieblingssendung, aber wenn ich die Zeit finde, schaue ich im ZDF die Dokumentation „37 Grad“. Dort stehen die unterschiedlichsten Menschen mit ihren verschiedenen Lebenssituationen im Mittelpunkt.
Ich habe in den 90ern während einer Reise in Amerika Louise aus Australien kennengelernt, die mich anschließend in Deutschland und die ich wiederum in Australien besucht habe. Die würde ich tatsächlich gerne einmal wiedersehen.
Eine Hühnersuppe, wie meine Mutter sie jedes Jahr zu Weihnachten für die große Familie kocht. Mit besonders vielen Zwiebackklößchen. Aber ich bin mir sicher, dass sich die Gelegenheit wieder ergeben wird.
Ich lese gerne die Nachrichten aus der Region und dabei vor allem die Berichte aus dem Gericht. Und besonders gerne lese ich die Kolumnen von Antonius Schröer.Zur Person:
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