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Wie Anderson Kopp seinen Glauben lebt

„Mensch der Woche“: Der 50-jährige Geistliche verlässt die Gemeinde St. Christophorus in Vörden. Zum Abschied bekommt er viel Lob.

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Pastor Anderson Kopp hat sich von seiner St. Christophorus-Gemeinde in Vörden verabschiedet, jetzt wartet St. Martini in Buer bei Melle auf den Gottesmann. Foto: Röttgers

Pastor Anderson Kopp hat sich von seiner St. Christophorus-Gemeinde in Vörden verabschiedet, jetzt wartet St. Martini in Buer bei Melle auf den Gottesmann. Foto: Röttgers

„Wachet, haltet am Gebet, seid mutig und stark!“, mit diesen Worten aus 1. Korinther 16,13, mit denen sich Paulus von seiner Gemeinde verabschiedet hat und ihnen Mut zusprach, hat sich ebenfalls Pastor Anderson Kopp von seiner Kirchengemeinde St. Christophorus in Vörden und vom Kirchenkreis Bramsche verabschiedet.

Dankbare Rückschau

„Dankbar schaue ich auf die Jahre in Vörden zurück“, konstatierte Kopp. Viele Dinge seien angestoßen und auf den Weg gebracht worden. Anderes sei liegen geblieben. „Das Wesentliche war das Zusammenleben der Menschen im Kirchspiel“, schaute der Geistliche zurück. „Besinnen wir uns auf das, was uns stark macht“, so Kopp in seinen Abschiedsworten. Die Kirchengemeinde stehe auf „soliden Füßen“. Es gebe lebendige und funktionierende Gruppen, einen arbeitsfähigen Kirchenvorstand und gute Mitarbeiter seien postiert. „Ein geistiges Gerüst ist gestellt“, attestierte der Pastor.

„Gemeinsam im Glauben“

Der Abschiedsgottesdienst unter der Leitung des stellvertretenden Superintendenten Pastor Arne Hüttmann der St. Johannisgemeinde Bramsche stand unter dem Leitsatz „Gemeinsam im Glauben – Wir sagen Danke“. Pastor Hüttmann würdigte seinen Vördener Amtskollegen, der „Spuren auf den Straßen, in der Gemeinde und in den Herzen“ hinterlassen habe. Er dankte für treue Dienste, tröstende Worte und Predigten, die den Glauben lebendig hielten, ehe er in einem „tiefen Moment“ im Beisein des Kirchenvorstandes Pastor Kopp offiziell „entpflichtete“, während ihm Liza Büngener-Schröder, Anita Möller und Herbert Staas die Hand auflegten.

„Du bleibst in Vörden ewig in Erinnerung.“

Vanessa Thesfeld vom Kirchenvorstand

Vanessa Thesfeld vom Kirchenvorstand dankte im Namen der Kirchengemeinde. „Du bleibst in Vörden ewig in Erinnerung“, würdigte sie den Gottesmann. „Sie haben uns gut getan“, dankte auch der katholische Glaubensbruder Jan Wilhelm Witte von der St. Paulus Gemeinde Vörden. „Sie betonen das Und, nicht das Oder“, lobte Witte den von Kopp geförderten verbindenden „Heiligen Geist“ der Ökumenischen Glaubensgemeinschaft beider christlicher Kirchen in Vörden. „Sie haben Spuren hinterlassen“, lobte auch Bürgermeister Ansgar Brockmann den Geistlichen, von dem er nicht gedacht hätte, dass er vor ihm aus dem Amt scheiden würde.

Die Fußstapfen sind groß

„Wir treten in große Fußstapfen“, erklärte Pastorin Annika Hilker der Marienkirchengemeinde Ueffeln, Neuenkirchen und Merzen, die gemeinsam mit ihrer Amtskollegin Pastorin An-drea Wolters vom Kirchenkreis Bramsche, Hesepe und Rieste sowie der Prädikantin Nicolette Strobel die Gottesdienste in St. Christophorus weiterführen werden. „Danke für deine unerschöpfliche Energie“, würdigte auch Birgit Ening von der Stiftung St. Christophorus Pastor Kopp, der mit „Hartnäckigkeit seine Ideen umgesetzt“ habe. Sowohl die 600-Jahr-Feier der Kirchengemeinde als auch die umfängliche Restaurierung der Orgel im Jahre 2023 fielen in Kopps Amtszeit, erinnerte Ening.

Stehende Ovationen und Tränen

Zum Ende gab es tosenden Beifall, Standing Ovations und sogar ein paar Abschiedstränen für Pastor Kopp. Der 50 Jahre alte Pastor Anderson Kopp hatte in Vörden sein „Dutzend“ vollgemacht: Von Oktober 2013 bis Dezember 2025 war Kopp in Vörden tätig. Für den Gottesmann ging es am 1. Januar in der Martinigemeinde Melle-Buer weiter. Der Landesbischof der Landeskirche Hannover Ralf Meister hat Pastor Kopp zum Pastor der Pfarrstelle der Evangelisch-Lutherischen St. Martini-Gemeinde Buer ernannt. Zur Kirchengemeinde dort am Rande des Wiehengebirges gehören rund 3100 Gemeindemitglieder.
Kopp stammt gebürtig aus Brasilien, ist mit Ehefrau Miriam verheiratet und hat drei Kinder. Seine frei gewordene Stelle wolle der Kirchenkreis „kurzfristig“ ausschreiben, erklärte das beratende Mitglied in der St. Christophorus-Stiftung Herbert Staas. An diesem Sonntag (11. Januar) wird das gesamte Kirchenteam ab 17 Uhr eine Wiederholung des beliebten Krippenspiels zeigen.

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