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Was Andre und Jörg von der Heide am Dammer Carneval fasziniert

„Menschen der Woche“: Die Brüder freuen sich enorm auf die Umzüge. Mehr als zwei Jahrzehnte traten sie zudem gemeinsam als Büttenredner auf.

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Der Carneval ist ihre Leidenschaft: Andre (l.) und Jörg von der Heide mit Urkunde und Ehrenorden der Dammer Carnevalsgesellschaft von 1614. Die Brüder traten jahrzehntelang als beliebtes Büttenredner-Duo auf und wurden kürzlich bei der dritten Galasitzung verabschiedet. Doch die Familie bleibt der Bütt erhalten. Denn Andres Sohn Jos und die gemeinsame Nichte Marie Meyerrose stehen schon in den Startlöchern. Foto: Klöker

Der Carneval ist ihre Leidenschaft: Andre (l.) und Jörg von der Heide mit Urkunde und Ehrenorden der Dammer Carnevalsgesellschaft von 1614. Die Brüder traten jahrzehntelang als beliebtes Büttenredner-Duo auf und wurden kürzlich bei der dritten Galasitzung verabschiedet. Doch die Familie bleibt der Bütt erhalten. Denn Andres Sohn Jos und die gemeinsame Nichte Marie Meyerrose stehen schon in den Startlöchern. Foto: Klöker

„Damme ist und bleibt die Stadt, wo Narrentum noch Zukunft hat.“ Das Motto der aktuellen Session des Dammer Carnevals verkörpern Andre und Jörg von Heide perfekt, engagieren sie sich doch seit Jahrzehnten unter anderem als Büttenredner leidenschaftlich für den Carneval und sind voller Vorfreude auf die närrischen Tage.

Carnevalsfieber seit der Kindheit

Die Brüder von der Heide – beide sind beruflich bei der Firma Internorm tätig, Andre im Einkauf und Jörg als Leiter des Vertriebsinnendienstes – kamen naturgemäß schon als Kind mit dem Carneval in Kontakt und nahmen mit verschiedenen Gruppen an den Umzügen teil. Jörg ist seit 1994 mit der Clique „Die Profis“ bei den Umzügen dabei. Die Gruppe umfasst etwa 45 Erwachsene und 30 Kinder. „Neonfarben, Leostyle – in Damme feiern wir richtig geil“, lautet das Motto bei den bevorstehenden Umzügen.
Andre von der Heide gehört dagegen seit 24 Jahren dem Elferrat an und fungiert seit 2006 als Kindervater. In dieser Funktion sorgt er von der Proklamation bis zu den Umzügen für die Rund-um-Betreuung des Kinderprinzen sowie des Hofstaates.

Viele Jahre als Büttenredner

Auch bei den Galsitzungen spielten Andre und Jörg von der Heide als Büttenredner über viele Jahre eine prägende Rolle. Andre von der Heide wurde 1995 von Frank Hörnschemeyer bezüglich eines Engagements als Büttenredner angesprochen und trat zunächst mit Frank Hörnschemeyer, alleine oder mit Burkhard Kuhlmann als „Zwei kleine Italiener“ auf.

Im Duo, Trio und Quartett auf der Bühne

Seit 2004 stand er mit Bruder Jörg in der Bütt. „Burkhard Kuhlmann konnte seinerzeit wegen des Hausbaus nicht dabei sein. Da habe ich Jörg spontan am Küchentisch gefragt, ob er mitmachen möchte. Er hat zugestimmt und es ging los“, erinnert sich Andre von der Heide. Die beiden traten über die Jahre zum Teil mit Frank Hörnschemeyer und Ulli Finkemeyer im Quartett auf, mehrere Jahre auch im Trio mit dem damaligen Kaplan Christoph Hendrix.

„Am besten kann man sich selber auf die Schippe nehmen, dann muss man sich bei niemandem entschuldigen.“

Andre von der Heide über das Büttenreden

Als Duo verkörperten sie unter anderem ein Hausmeister-Ehepaar sowie ein Rentner-Ehepaar und waren ein ideales Team. „Auf der Bühne haben wir uns per Blickkontakt verständigt“, sagt Andre und Jörg ergänzt: „Über die Jahre hat man ein Gespür, was beim Publikum ankommt“. Und was ist eine gute Büttenrede? „Wenn das Publikum lacht und gut zufrieden ist“, sagt Jörg lächelnd. Andre wirft augenzwinkernd ein: „Am besten kann man sich selber auf die Schippe nehmen, dann muss man sich bei niemandem entschuldigen.“

Emotionale Verabschiedung

An viele tolle Erlebnisse erinnern die Brüder sich im Hinblick auf ihre Büttenredner-Zeit, auch den Zusammenhalt untereinander schätzten sie sehr. Trotzdem legten sie nun ihr Engagement in der Bütt nieder, um Platz für jüngere Gesichter zu machen. Bei der dritten Galasitzung wurden sie nun offiziell mit einer mit Musik unterlegten Bildershow verabschiedet und erhielten Ehrenorden und Urkunde als Dank. „Das war schon sehr emotional. Es war schön, dem Publikum immer wieder Freude zu bereiten“, beschreibt Jörg.

„Es ist schön zu sehen, wie selbstverständlich auch die Kinder mit dem Carneval aufwachsen. Alle passen aufeinander auf.“

Jörg von der Heide

Die von der Heides sind fasziniert davon, mit welcher Leidenschaft die Dammer ihren Carneval leben und genießen sowie wieviel Liebe und Energie in den Bau der Wagen fließt. „Es ist schön zu sehen, wie selbstverständlich auch die Kinder mit dem Carneval aufwachsen. Alle passen aufeinander auf“, sagt der vierfache Vater Jörg von der Heide mit Blick auf die eigene Carnevalsgruppe. Und Andre, dessen Sohn Jos 2018 Kinderprinz war, ergänzt: „Seit dem 11.11. gibt es auch bei unseren beiden Kindern eigentlich kein anderes Thema mehr als den Carneval.“

Riesige Vorfreude auf die Umzüge

Trotz des zuletzt winterlichen Wetters schauen Andre und Jörg von der Heide voller Vorfreude auf die Carnevalstage und können es kaum erwarten, bis die Umzüge durch Dammensia rollen. „Schön wäre, wenn es keinen Wind und Niederschlag gibt. Die Kälte ist nicht das Problem, dagegen kann man sich anziehen“, sagt Jörg aus Erfahrung. Na dann sollte ausgelassenen närrischen Tagen doch nichts mehr im Wege stehen

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