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Warum Museen das Ding von Karin Brinkmann sind

„Mensch der Woche“: Die Lohnerin ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Dümmer-Museum Lembruch und voller Vorfreude auf die anstehende Saison.

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Seit April 2023 ist die Lohnerin Karin Brinkmann Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Dümmer-Museum in Lembruch. Foto: Dümer

Seit April 2023 ist die Lohnerin Karin Brinkmann Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Dümmer-Museum in Lembruch. Foto: Dümer

„Museen sind mein Ding“, lacht Karin Brinkmann. Deshalb habe die Lohnerin sich auch beim Dümmer-Museum in Lembruch beworben. Seit drei Jahren hat sie dort die Leitung in Händen. Karin Brinkmann klärt auf: „Ich bin nicht die Museumsleiterin, ich bin Wissenschaftliche Mitarbeiterin. Das Dümmer-Museum ist Teil des Kreismuseums in Syke, das von Nils Meyer geleitet wird“, so die Diplom-Geographin.

Aufgewachsen in Molbergen

Aber mal der Reihe nach: Aufgewachsen ist Karin Brinkmann in Molbergen. Nach einiger Zeit beim Moor- und Fehnmuseum Elisabethfehn begann sie ein zweijähriges Volontariat beim Landesmuseum Natur und Mensch in Oldenburg und blieb dort bis zur Elternzeit. Privat verschlug es sie und ihren Mann 1995 nach Lohne. Vier Kinder wurden geboren und ließen Karin Brinkmann nur ein sehr eingeschränktes Zeitfenster, sich beruflich zu engagieren. Natur- und Landschaftsführungen in der Region, besonders im Aschener Moor, Stadtführungen in Lohne und Führungen durch das Industriemuseum Lohne gehörten dazu.

Bildungsarbeit mit Kindern und Jugendlichen macht ihr große Freude

„Als die Kinder groß genug waren, wollte ich wieder mehr arbeiten. Und da bot sich die Stellenausschreibung des Dümmer-Museums förmlich an“, erzählt Karin Brinkmann. Bildungsarbeit mit Kindern und Jugendlichen, daran habe sie großen Spaß. Und es sind vielfach Kinder und Jugendliche, die in Gruppen in das Museum kommen. „Bei einer Klassenfahrt in das Dümmerheim am Olgahafen gehört ein Besuch bei uns eigentlich immer dazu, so wie das schon seit Generationen üblich ist!“

Kooperationen mit Schulen

Es gebe auch Kooperationen mit Schulen, immer wieder kämen Schulklassen zu Projekttagen nach Lembruch. Zum Programm gehören seit einigen Jahren die archäologischen Wochen nach den Sommerferien, bei denen die Schüler von zwei Archäo-Technikern einen Vormittag lang in die Steinzeit eingeführt werden und bei Mitmachaktionen erleben können, wie es in der Steinzeit am Dümmer war.
„Höhepunkt ist immer die Fahrt mit dem nachgebauten Einbaum auf dem Entenfang“, erläutert Karin Brinkmann. Aber auch Gäste, die in der Region Urlaub machen, und Tagesausflügler besuchen das Dümmer-Museum.

„Eine wichtige Rolle spielen die Vermittlungsangebote zum Mitmachen, Ausprobieren und Erleben.“

Karin Brinkmann

Natürlich hat sich das Konzept der 1968 eröffneten Einrichtung im Laufe der Zeit verändert. War es einst ein typisches Museum vorwiegend mit Schauvitrinen mit präparierten Tieren und Bildern vom Dümmer und seiner Geschichte, ist das Museum seit seiner umfassenden Erneuerung zu Beginn des Jahrtausends zu einem Mitmach- und Erlebnis-Museum geworden. Angebote wie die Forschungsstation „Leben im Wasser“ tragen dazu bei. 2014 wurde das Gebäude um einen Trakt speziell für Museumspädagogik erweitert. „Eine wichtige Rolle spielen die Vermittlungsangebote zum Mitmachen, Ausprobieren und Erleben“, gibt Karin Brinkmann einen Einblick in ihre Arbeit. Das Vermittlungsprogramm umfasse zwölf verschiedene Workshops zu den Themen „Leben im und am Wasser“, „Steinzeit erleben“ sowie „Kunst und Fantasie“.

Teil des Kreismuseums Syke

Das Dümmer-Museum war vom Heimat- und Verschönerungsverein Lembruch gegründet und 1968 eröffnet worden. 2007 hat der Landkreis Diepholz die Trägerschaft übernommen, seither ist es Teil des Kreismuseums Syke. Derzeit mache man sich wieder Gedanken, wie man die Ausstellung weiterhin attraktiv halten könne, die in der jetzigen Form seit 2003 kaum verändert worden ist. Gerade werde ein Weg im Garten gepflastert, damit man barrierefrei zum Steinzeithaus im Garten und zum Lehmbackofen im Außenbereich kommen könne.

Museum ist täglich außer montags geöffnet

Schwerpunkt-Thema werde aber die Entstehung des Sees und seiner Umgebung bleiben. Den zweitgrößten See Niedersachsens übrigens kennt und mag Karin Brinkmann schon seit Kindertagen. „Und vor Jahren haben unsere vier Kinder und ich in Dümmerlohausen gemeinsam den Segelschein gemacht!“ Das Dümmer-Museum ist ab 15. März täglich außer montags von 10 bis 16 Uhr geöffnet.

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