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Stefan Wehinghaus hat viel Freude am Ehrenamt

"Mensch der Woche": Der 52-Jährige aus Neuenkirchen engagiert sich in Sport, Kirche und Politik. Sein ungewöhnliches Hobby: Er fährt liebend gerne an den Wochenenden mit dem Taxi.

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Auch als Fahnenträger ist er im Einsatz: Stefan Wehinghaus mit der alten Vereinsfahne des TuS Neuenkirchen, einem wahrlich historischen Stück. Foto: Klöker

Auch als Fahnenträger ist er im Einsatz: Stefan Wehinghaus mit der alten Vereinsfahne des TuS Neuenkirchen, einem wahrlich historischen Stück. Foto: Klöker

„Ich mag es, mich zu engagieren und vor Ort einzubringen. Das Ehrenamt macht mir einfach großen Spaß.“ Das sagt Stefan Wehinghaus aus Neuenkirchen, den wir heute als „Mensch der Woche“ vorstellen. Der 52-Jährige macht sich unter anderem für den TuS Neuenkirchen, die CDU und die Pfarrgemeinde stark. Als Kraftfahrer ist Stefan Wehinghaus seit 31 Jahren bei der Stadt Osnabrück beschäftigt. Dort kümmert er sich um die Unterhaltung der städtischen Grünflächen. „Es ist schön, wenn die Leute sich an den Grünanlagen erfreuen. Diese sind wichtig für die Naherholung.“

Taxifahren als Hobby

Vielen in der Region ist Stefan Wehinghaus auch durch seine Tätigkeit als Taxifahrer an Wochenenden bekannt. Seit 21 Jahren ist er auch nachts unterwegs und aktuell für Taxi Wessel tätig. „Das ist ein Hobby für mich. Ich mag den Kontakt zu den Leuten und habe einen tollen Chef.“

Seit mehr als zwei Jahrzehnten ist Stefan Wehinghaus als Kassierer bei den Heimspielen der 1. Herren des TuS Neuenkirchen im Einsatz. Auch die Spielankündigungsplakate verteilt er im Ort. Zudem betreute er viele Jahre die 2. Herrenmannschaft und gehört dem Organisationsteam von TuS-intern, der „Champions League“ des TuS Neuenkirchen zugunsten der Aktion „Sportler gegen Hunger“, an. Ferner fährt der Neuenkirchener junge Schiedsrichter, die noch keinen Führerschein haben, zu ihren Einsätzen.

Für seine Verdienste wurde er bereits mit dem Hans-Huesmann-Gedächtnispreis – der höchsten Auszeichnung des Vereins – und dem TuS-Info-Pokal bedacht. „Wir sind im TuS Neuenkirchen wie eine Familie. Wir halten zusammen, auch wenn man sich nicht immer lieb hat“, beschreibt Stefan Wehinghaus augenzwinkernd.

Geglückter personeller Umbruch

Als Mitgliederbeauftragter und Beisitzer gehörte Stefan Wehinghaus schon mehr als zehn Jahre dem Vorstand des CDU-Gemeindeverbandes Neuenkirchen-Vörden an. Kürzlich wurde er nun zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. „Wir haben einen Umbruch gehabt und junge Leute hinzubekommen. Damit bin ich sehr zufrieden und blicke zuversichtlich in die Zukunft.“ Die Verkehrssituation im Allgemeinen und für Radfahrer im Speziellen liegen ihm sehr am Herzen. „Neuenkirchen-Vörden ist eine wachsende Gemeinde. Wichtig ist, mit Bedacht vorzugehen und die Bürgerinnen und Bürger mitzunehmen.“

Seit vier Jahren ist Stefan Wehinghaus Mitglied im Pfarreirat St. Viktor und jüngst wiedergewählt worden. Derzeit fungiert er als Ordner bei Gottesdiensten und bringt sich als Seniorenmessdiener und Kommunionhelfer ein. „Es macht richtig Spaß, das Gemeindeleben mitzugestalten.“

Darüber hinaus fungiert Stefan Wehinghaus in der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA) als stellvertretender Vorsitzender des Kreisverbandes Vechta und stellvertretender Vorsitzender des Landesverbandes Oldenburg. „Ob Arbeitnehmerrechte, Rente oder Mindestlohn: Die CDA befasst sich mit der ganzen Bandbreite der sozialen Politik.“

Faible für die Eisenbahn

Ferner ist Stefan Wehinghaus Mitglied der Katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB) und trägt das Banner bei kirchlichen Festen und Beerdigungen. Der Fan des FC Schalke 04 fährt seit nunmehr 20 Jahren bei den Dammer Carnevalsumzügen den Wagen des Clubs Neuenkirchener Narren. Fahrradfahren ist ein großes Hobby von Stefan Wehinghaus. Zudem hat er ein Faible für die Eisenbahn.

"Beim Ehrenamt gibt man nicht nur, sondern bekommt auch etwas zurück."Stefan Wehinghaus

In der Gemeinde Neuenkirchen-Vörden fühlt er sich wohl: „Es ist ein schöner Ort, wir haben eine gute Dorfgemeinschaft und viele Vereine. Die Mischung gefällt mir super. Und jeder kennt jeden.“ Der 52-Jährige sagt von sich selbst, dass er lieber im Hintergrund als im Vordergrund steht. „Beim Ehrenamt gibt man nicht nur, sondern bekommt auch etwas zurück. Das habe ich 2008 gemerkt, als ich einen schweren Verkehrsunfall hatte und anschließend große Unterstützung und viel Zuspruch erhalten habe, was mir sehr geholfen hat.“

Im kommenden Jahr möchte Stefan Wehinghaus an einer Pilgerreise nach Israel teilnehmen. Zudem plant der geschichtlich interessierte Neuenkirchener eine Reise nach Kaliningrad, der früheren Hauptstadt von Ostpreußen. Und er wünscht sich, dass die 1. Herrenmannschaft des TuS Neuenkirchen in den nächsten Jahren den Aufstieg schafft. „Damit auf unserer schönen Anlage endlich wieder Bezirksligafußball gespielt wird“, sagt Stefan Wehinghaus mit einem Lächeln.

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