Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

So legen Sie Ihren Rasen neu an

Von der Vorbereitung bis zum ersten Schnitt. Lesen Sie, wie Sie Schritt für Schritt zum englischen Rasen kommen.

Artikel teilen:
Rasensamen: Wer eine Qualitätsmischung kaufen will, sollte auf der Verpackung unbedingt auf die Bezeichnung RSM (Regelsaatgutmischung) achten. Foto: PhotographyByMK/stock.adobe.com

Rasensamen: Wer eine Qualitätsmischung kaufen will, sollte auf der Verpackung unbedingt auf die Bezeichnung RSM (Regelsaatgutmischung) achten. Foto: PhotographyByMK/stock.adobe.com

Wer einen Rasen neu einsäen möchte, wählt den Aussaattermin so, dass die Keimbedingungen optimal sind. Die Rasenneuanlage erfolgt am besten zwischen Mitte April bis Ende Mai oder im September. Bei mildem Wetter mit gelegentlichen Regenfällen und einer Bodentemperatur von 15–25 °C wächst die neue Saat am schnellsten an.

1. SCHRITT
DIE VORBEREITUNG DES BODENS
Die wichtigste Arbeit bei der Neuanlage einer Rasenfläche ist die Vorbereitung des Bodens. Nur auf einem gut durchlässigen, unkrautfreien und nährstoffreichen Untergrund wächst das Gras gut an und bildet eine schöne, grüne Fläche. In den Wochen vor der Ansaat beseitigen Sie daher sämtliche Gegenstände wie Steine, Scherben, Bauschutt oder Holzstücke und Unkraut aus dem Boden. Diese Arbeit kann durch eine Motorfräse erleichtert werden. Die private Anschaffung eines solchen Gerätes lohnt oft nicht, aber in vielen Raiffeisen-Märkten können sie ausgeliehen werden.

Der Einsatz einer Motorfräse ist vor allem für große, zusammenhängende Flächen empfehlenswert. Bei kleinen, verwinkelten Flächen bleibt die arbeitsintensive Handarbeit. Tiefgründige Bodenverdichtung ist die Ursache vieler Rasenprobleme. Bei einer Neuanlage haben Sie die Chance, dem Boden eine optimale Struktur zu geben. Nachdem alle Gegenstände und das Unkraut aus dem Boden entfernt wurden, wird der Untergrund deshalb gelockert und belüftet. Für die einfache Bodenlockerung reicht eine Grabegabel.

2. SCHRITT
EINE EBENE FLÄCHE
Der nächste Schritt zum Traumrasen ist das Ebnen der Fläche. Mit einem Handgrubber für das Grobe und einem Rechen für die Feinarbeit entfernen Sie sämtliche Unebenheiten im Gelände. Arbeiten Sie nur bei trockener Witterung. Es ist nicht nur schwieriger, einen nassen, schweren Boden zu bearbeiten, sondern man zerstört dabei versehentlich die kleinen Hohlräume und Poren im Bodengefüge, die für die Durchlüftung so wichtig sind. Ist der Boden halbwegs glatt, kommt die Walze zum Einsatz. Damit glätten Sie die Oberfläche und entfernen kleine Senken und Dellen. Statt Walze können Sie zum Glätten auch eine lange Hartholzplatte verwenden. Diese Latte wird in Längs- und anschließend in Querrichtung über die Fläche gezogen.

3. SCHRITT
DÜNGEN UND SÄEN

Nachdem die Bodenvorbereitungen abgeschlossen sind, verträgt die neue Fläche eine Rasenstartdüngung. Diese wird am besten mit einem Streuwagen ausgebracht. Die Streuwagen eignen sich auch für die Saatgutverteilung. Bei sorgfältiger Ausführung brin- gen sie ein sehr gleichmäßiges Ergebnis hervor. Verwenden Sie nur die Menge, die auf der Packung angegeben ist. Viel hilft in diesem Fall nicht viel, sondern bewirkt nur erhöhte Konkurrenz unter den Gräsern. Natürlich können Sie das Saatgut auch per Hand verteilen. Den Samen sollten Sie vor dem Ausbringen noch einmal durchmischen. Säen Sie möglichst an einem windstillen Tag. Dabei teilen Sie das Areal in Streifen ein, um den Überblick zu behalten. Mit der Hand gleichmäßig und „breitwürfig“ in zwei Durchgängen und Richtungen aussäen. Beim zweiten Arbeitsgang arbeiten Sie quer zum ersten.

4. SCHRITT
HARKEN, WALZEN, WÄSSERN

Nach dem Säen wird das Saatgut ganz leicht mittels Harke eingearbeitet. Als Lichtkeimer dürfen Grassamen nicht tief im Boden vergraben sein. Bleiben sie jedoch auf der Oberfläche liegen, trocknen sie schnell aus und werden von Vögeln gefressen. Mit einer Walze oder Trittbrettern wird das Saatgut nun in den Boden gedrückt. In den nächsten Tagen und Wochen darf der Boden nicht austrocknen und die Fläche muss leicht feucht gehalten werden.

Ab einer Höhe von etwa 10 bis 12 Zentimetern wird der Rasen zum ersten Mal gemäht. Dabei sollte er nicht kürzer als acht bis zehn Zentimeter geschnitten werden. Dieser erste Rasenschnitt nach der Aussaat soll das Wurzel- und Beitenwachstum der jungen Rasenpflanzen anregen, so dass sich die Lücken im Rasen schneller schließen. Foto: schulziestock.adobe.comAb einer Höhe von etwa 10 bis 12 Zentimetern wird der Rasen zum ersten Mal gemäht. Dabei sollte er nicht kürzer als acht bis zehn Zentimeter geschnitten werden. Dieser erste Rasenschnitt nach der Aussaat soll das Wurzel- und Beitenwachstum der jungen Rasenpflanzen anregen, so dass sich die Lücken im Rasen schneller schließen. Foto: schulzie/stock.adobe.com

5. SCHRITT
DER ERSTE SCHNITT

6–8 Wochen nach Aussaat kann der neue Rasen betreten werden. Dabei darf ab einer Halmlänge von ca. 10 cm zum ersten Mal gemäht werden. Das regelmäßige Rasenmähen bildet die wichtigste Maßnahme für gesundes Grün, neben dem Düngen und Kalken. Es sollte mindestens einmal pro Woche gemäht und niemals mehr als ein Drittel der bestehenden Höhe abgeschnitten werden.

OM-hilft -  Helfen Sie mit! Das Oldenburger Münsterland hilft den Geflüchteten aus der Ukraine. Hilfsinitiativen, Wohlfahrtsorganisationen und viele mittelständische Unternehmen sind bereits dabei, die Hilfe vor Ort zu koordinieren. Und auch Sie können sich beteiligen. Wie und Wo? Das sagt Ihnen  die Webseite om- hilft.org

Das könnte Sie auch interessieren

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

So legen Sie Ihren Rasen neu an - OM online