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Molbergerin kocht vor Millionenpublikum

Selma Kort nimmt in dieser Woche an der ZDF-Sendung „Die Küchenschlacht“ teil. Die Konkurrenz sei „ultra hart", sagt sie.

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Liebt es, zu kochen: Selma Kort. Foto: ZDF/Gunnar Nicolaus

Liebt es, zu kochen: Selma Kort. Foto: ZDF/Gunnar Nicolaus

In der Regel steht sie hinter der Kamera und lichtet Brautpaare am schönsten Tag ihres Lebens ab, dieses Mal steht sie selbst vor der Linse – und ein Millionenpublikum schaut zu: Fotografin Selma Kort aus Molbergen ist in dieser Woche Kandidatin der ZDF-Show „Die Küchenschlacht“.

Das Konzept der Sendung ist schnell erklärt: Fünf Kandidaten treten mit selbst zubereiteten Speisen gegeneinander an. Jeden Tag entscheidet ein Juror, wer weiterkommt. Wie weit sie es in der im Juli in Hamburg aufgezeichneten Show gebracht hat, darf Selma Kort noch nicht verraten – von der besonderen Fernseherfahrung schwärmen aber schon.

Dank Lafer ans Salz gedacht 

In die Aufregung, an der Show teilzunehmen, deren Format Kort als „sehr ehrlich und fair“ beschreibt, mischte sich die Freude, dem Starkoch Johann Lafer zu begegnen. Der Österreicher führt als einer von mehreren, wöchentlich wechselnden Moderatoren durch die „Küchenschlacht“. „Er war mein Wunschmoderator“, sagt Kort. Lafer habe die Teilnehmer der Show nicht aus der Ruhe gebracht und ihnen weitergeholfen. „Wenn er nicht gewesen wäre, hätte ich vergessen, meinen Reis zu salzen“, ist die 30-Jährige dankbar. So konnte ihr Gericht am Montag – Lammrücken mit Okraschoten, türkischem Reis mit Kichererbsen und grünem Salat mit Birnen und Orangen-Physalis-Vinaigrette – Juror Robin Pietsch auf ganzer Linie überzeugen. „Er mochte mein Gericht sehr gerne. Das hat mir viel bedeutet“, so die gebürtige Cloppenburgerin.

Dass beim Kochen vor laufender Kamera coronabedingt kein Studiopublikum zusah, habe einiges an Druck rausgenommen, so die Molbergerin. Mit ihren Konkurrenten habe sie sich sehr gut verstanden, berichtet sie. Aber: „Die waren ultra hart. Das war kein Zuckerschlecken“, sagt sie schmunzelnd. Eine „Riesenherausforderung“ sei es für sie gewesen, den Vorgaben der Sendung zu entsprechen. „Wir mussten die benötigten Zutaten für zwei Portionen auf das Gramm genau angeben“, erzählt Kort und lacht. Sie koche sonst immer für zehn bis 20 Leute. „Darum sah mein Teller am Montag auch ziemlich vollgepackt aus.“

Jamie Oliver ist großes Vorbild

Ansonsten sei es ihr – gerade als Fotografin – wichtig, dass das zubereitete Mahl auch optisch etwas hermacht. „Ich habe schon immer gern gekocht, schon als kleines Kind“, so Kort. „Wenn keiner geguckt hat, habe ich meine eigene kleine Kochshow gemacht.“

Sie liebe es, bei der Zubereitung von Speisen die eigene Komfortzone zu verlassen und neue Dinge auszuprobieren. Ihr Vorbild: Starkoch Jamie Oliver. „Der inspiriert mich total.“ Als Tochter eines türkischstämmigen Vaters und Ehefrau eines Mannes mit russischen Wurzeln landen bei Kort oft sowohl türkische als auch russische Gerichte auf dem Tisch – natürlich in eigenen kreativen Variationen.

Plan: Eigenes Kochbuch herausbringen

Derzeit fuchse sie sich in die Foodfotografie hinein, wo es darum gehe, Essen optisch ansprechend in Szene zu setzen, so Kort. Auf ihrer Instagram-Seite „Selmas bunte Küche“ und dem gleichnamigen Youtube-Kanal lässt sie so andere an ihren Rezepten teilhaben.

Darüber hinaus träumt sie davon, eines Tages ein eigenes Kochbuch – mit eigenen Fotos – herauszubringen. „Das ist das, was ich hauptberuflich machen möchte.“ Zwei Lebensmittel wird man in dem Werk später vergeblich suchen: „Grünkohl und Rosenkohl – das geht gar nicht“, so Kort schmunzelnd, die sich lieber anderen Zutaten widmet. Derweil plane sie schon, sich bei anderen Kochshows zu bewerben, um auch dort ihr Können unter Beweis zu stellen. Wie die „Küchenschlacht“ für sie weitergeht, kann man am Mittwoch ab 14.15 Uhr im ZDF sehen.

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