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Michael Schmiederer will einsamen Menschen zu Weihnachten eine Freude bereiten

Der Molberger hat bereits 20 Mitstreiter, die mit ihren Familien einsame, alleinstehende oder wirtschaftlich schwache Menschen am Heiligabend bewirten wollen.

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Keiner soll alleine bleiben: Michael Schmiederer und viele Helfer der „Gemeinde Hoffnung“ laden zum Gottesdienst und zu einem leckeren Essen ein. Foto: Schmiederer

Keiner soll alleine bleiben: Michael Schmiederer und viele Helfer der „Gemeinde Hoffnung“ laden zum Gottesdienst und zu einem leckeren Essen ein. Foto: Schmiederer

Weihnachten soll das Fest der Freude sein und ist auf alle Fälle mit vielen Gefühlen verbunden. Die meisten Menschen versuchen, dieses Fest in Gemeinschaft mit ihrer Familie oder mit Freunden zu feiern. Doch es gibt auch viele Menschen, die keine familiäre Anbindung haben oder durch Trennung, Streit oder das Ableben eines Partners den Heiligabend allein verbringen müssen. Seit vier Jahren beschäftigt sich der Molberger Michael Schmiederer schon mit der Frage, wie man solchen Menschen ein freudiges Weihnachtsfest oder zumindest einen festlichen und geselligen Heiligabend bescheren kann. Schmiederer ist Mitglied der christlichen „Gemeinde Hoffnung“ in Cloppenburg und konnte in diesem Jahr viele andere Mitglieder der 120 Mitglieder starken Freikirche für diese Idee gewinnen. Sie hat den Namen „Weihnachtsfreude – Gemeinsam statt einsam“.

20 Helfer und ihre Familien stehen bereit

Schmiederer: „20 Helfer und ihre Familien stehen am Heiligabend bereit, um einsamen, alleinstehenden oder wirtschaftlich schwachen Menschen einen besinnlichen Einstieg in die Weihnachtsfeiertage zu ermöglichen.“ Geplant ist nun, dass die Gemeinde mit vielen Gästen am Heiligabend um 16 Uhr einen christlichen Gottesdienst feiert und dabei auch noch ein Weihnachtsmusical erleben kann. Anschließend sind die Gäste zu einem leckeren Essen und einem gemütlichen Beisammensein eingeladen. Dabei wollen die Organisatoren eine „runde Sache“ abliefern. Und die beginnt mit einem Service. Auf Wunsch werden die interessierten Gäste um 15 Uhr vor der Roten Schule an der Eschstraße in Cloppenburg kostenlos abgeholt und auch wieder dorthin zurückgebracht. Dank des Sponsors GWS Großmann aus Molbergen stehen drei Fahrzeuge für den Hol- und Bringdienst zur Verfügung. Zum Abschluss der „Weihnachtsfreude“ erhalten die Gäste der Gemeinde Hoffnung noch ein kleines Geschenk. Schon heute ist Schmiederer allen Helfern dankbar, die sich für den Einsatz am Heiligabend zur Verfügung stellen.

„Wir haben Platz, aber keine professionelle Großküchentechnik. „Wenn uns natürlich ein Gastronom oder ein Partyservice helfen könnte, wäre das optimal“.Michael Schmiederer, Mitglied der christlichen „Gemeinde Hoffnung“ in Cloppenburg

„Ich bin sehr beeindruckt von dieser Hilfsbereitschaft, denn mir ist durchaus klar, was ich von meinen Freunden verlange. Und ich weiß natürlich auch, dass der Heiligabend nicht irgendein Tag ist, sondern ein sehr privater und familiärer.“ Viel Arbeit hat das Küchenteam der Freikirchlichen Gemeinde noch vor sich. Für die Aktion am Heiligabend konnte man bereits den Großhandel Mios als Sponsor gewinnen. Allerdings werden noch mehr Lebensmittel benötigt, denn das Weihnachtsessen soll für alle Beteiligten kostenlos sein. „Wir würden uns freuen, wenn Caterer, Gastronomen oder Getränkelieferanten unsere Aktion unterstützen würden“, so Michael Schmiederer. Gekocht wird in der gemeindeeigenen Küche am Ostring 18 in Emstekerfeld. „Wir haben dort Platz, aber nicht unbedingt die professionelle Großküchentechnik. Irgendwie werden wir das schaffen. Aber wenn uns natürlich ein Gastronom oder ein Partyservice dabei helfen könnte, wäre das optimal,“ wünscht sich der Organisator. Platz ist ausreichend vorhanden, denn Raum gibt es für rund 300 Personen. Auch an Tischen und Bänken mangelt es nicht. Und so wird sich das Projekt-Team in den nächsten Tagen auf die Suche nach weiteren Geld- und Sachspenden machen.

Herzklopfen: Keine Ahnung, ob die Aktion ankommt

Für Michael Schmiederer, der als Manager für einen dänischen Modekonzern arbeitet, ist natürlich ganz viel Herzklopfen im Spiel. „Wir haben so etwas noch nie gemacht und wir haben keine Ahnung, ob die Aktion ankommt.“ Für die Teilnahme spielen übrigens weder Nationalität, noch Hautfarbe oder Glaubensrichtung eine Rolle. Das Gotteshaus sei offen für alle Menschen, die den Heiligabend nicht alleine feiern möchten. Michael Schmiederer: „Wir bieten einen festlichen und christlichen Rahmen, aber hier soll nicht missioniert und niemand bekehrt werden. Hier geht es um Weihnachtsfreude für alle, um Weihnachten wieder zum Fest der Liebe zu machen.“

Info: Wer die Aktion „Weihnachtsfreude – Gemeinsam statt einsam“ mit einer Geld- oder Sachspende oder einer Hilfeleistung unterstützen möchte, kann sich bei Michael Schmiederer melden, Tel. 01512 / 2001201.

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