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Im Herbst steht eine Reise in die USA im Kalender

Sehr persönliche Ansichten – immer dieselben 10 Fragen. Dieses Mal: Ludger Ryschka aus Damme.

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Ludger Ryschka engagiert sich ehrenamtlich als Seniorenmessdiener, als Fahrer der Außenstelle Damme, der Tafel Lohne und der Kolpingsfamilie St. Viktor Damme. Foto: Lammert

Ludger Ryschka engagiert sich ehrenamtlich als Seniorenmessdiener, als Fahrer der Außenstelle Damme, der Tafel Lohne und der Kolpingsfamilie St. Viktor Damme. Foto: Lammert

Und? Wie ging es in letzter Zeit?
Es ging mir immer gut, ich fühle mich gesund, bin viel unterwegs. Ich fahre gerne Fahrrad oder mit meinem BMW-Oldtimermotorrad, eine R 25-2. Das Schätzchen ist Jahrgang 1953 und damit nur 9 Jahre jünger als ich. Ihm geht es übrigens im Großen und Ganzen auch gut.

Was haben Sie sich einmal so richtig gegönnt?
Ich gönne mir mit meiner Frau Ingrid regelmäßig Reisen zu den kanarischen Inseln. Zunächst waren wir häufig auf Gran Canaria, inzwischen bevorzugen wir Fuerteventura. Diese Insel hat schöne Strände. Und das Hotel, in dem wir uns immer einmieten, liegt direkt am Strand. Wir gönnen es uns bei diesen Urlauben besonders gerne, lange Strandspaziergänge zu unternehmen. Alleine das Klima ist für mich großartig, egal ob Sommer oder Winter. Zuletzt waren wir im Januar im Atlantik schwimmen.

Wenn Sie König von Deutschland wären: Was gehört als Erstes abgeschafft?
Das ist für mich eine schwierig zu beantwortende Frage. Wäre ich König von Deutschland, würde ich mich dafür einsetzen, den Kontakt zwischen jungen und älteren Bürgern zu verbessern. Ich meine, dass es schwierig ist, mit jungen Leuten zu kommunizieren. Als Seniorenmessdiener in der Dammer St.-Viktor-Pfarrgemeinde kann ich mir zum Beispiel sehr gut vorstellen, dass wir und junge Messdiener gemeinsam den Dienst am Altar versehen.

Welchen Traum werden Sie sich als nächsten erfüllen (können)?
Meine Frau und ich werden im Herbst in die USA reisen. Unser gemeinsamer Wunsch ist es, mit einem Cabriolet die legendäre Route 66 von Chicago nach Santa Monica zu befahren. Wir nehmen uns für die zirka 3900 Kilometer 3 Wochen Zeit, sodass wir unterwegs Sehenswürdigkeiten in aller Ruhe ansehen können. Wir freuen uns auf diese Tour, weil sie durch viele unterschiedliche Bundesstaaten führt. Außerdem wollen wir in Kansas Verwandte besuchen.

Was tun Sie am liebsten?
Ich gehe zum Beispiel gerne morgens in Damme ins Eiscafé Desiderio zum Kaffeetrinken und um in unserer Morgenrunde über alles Mögliche, vorwiegend über Sport, zu reden. Und getreu dem Motto „Wer rastet, der rostet“ arbeite ich zusammen mit meiner Frau gerne in unserem Garten, wobei ich vor allem die Hol- und Bringdienste übernehme. Außerdem bin ich gerne mit unseren neun Enkeln zusammen. Sieben wohnen hier, und die beiden anderen besuchen wir öfter im Schwarzwald, was sich gut mit einem meiner großen Hobbys, dem Autofahren, verbinden lässt.

Welche Eigenschaften mögen Sie an sich selbst? Und welche nicht?
Ich bin ein ruhiger, friedfertiger Mensch. Außerdem bin ich sehr ausgeglichen. Ich bin nicht nachtragend. Manchmal bin ich aber wohl etwas zu gutmütig.

Mit wem würden Sie sich gerne einmal treffen?
Ich würde mich sehr gerne einmal mit dem ersten Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland, Konrad Adenauer, treffen. Das geht aber natürlich nicht mehr, weil er am Freitag vor genau 57 Jahren gestorben ist. Er war sehr schlagfertig und geprägt von rheinischem Humor. Er lebte für sein Heimatland Deutschland und war mit der Gründung der Bundesrepublik der beste Kanzler, den dieses Land bekommen konnte.

Welche TV-Sendung mögen Sie am liebsten?
Vereinzelt schaue ich Talkshows. Ich sehe alte Westernfilme, auch auf Youtube. Und zurzeit sehen meine Frau und ich „Sturm der Liebe“.

Was würden Sie gerne einmal wieder essen?
Gerne würde ich mal wieder die von meiner Mutter zubereitete Blutsuppe mit Schweineöhrchen, -schwänzchen, -pfötchen und -nieren essen. Außerdem freue ich mich auf den 27. April und die Pfannkuchen, die ich beim Dammer Frühjahrsmarkt für unsere Indiengruppe Alphonsa verkaufe. Ich verarbeite zirka 20 Liter von mir selbst hergestellten Pfannkuchenteig.

Welches Thema bei OM-Medien hat Sie am meisten beschäftigt?
Ich habe mich intensiv über die Überschwemmungen um Weihnachten herum in der OV informiert. Außerdem interessiert mich sehr das Thema „Pastoraler Raum“, das auch für uns Dammer Katholiken eine immer wichtigere Rolle spielen wird. Und natürlich freue ich mich darüber, dass Bayer Leverkusen mit seinem Trainer Xabi Alonso Deutscher Fußballmeister geworden ist.


Zur Person:

  • Ludger Ryschka ist 79 Jahre alt, verheiratet, Vater von vier Töchtern und neunfacher Großvater.
  • Der gebürtige Mühler erlernte den Beruf des Drehers.
  • Nachdem er 12 Jahre bei der Bundeswehr gewesen war, war er rund 35 Jahre lang international im Ölgeschäft auf Bohrinseln tätig.
  • Seit 2008 ist Ludger Ryschka im Ruhestand.
  • Er engagiert sich in Damme als Seniorenmessdiener, ist aktives Mitglied in der Kolpingsfamilie und als Fahrer bei der Außenstelle Damme der Lohner Tafel tätig.

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