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Dinklager sind heiß auf Käse, Poffertjes und Lakritz aus Holland

Das aus dem niederländischen Hengelo stammende Ehepaar Yvonne und Henk ter Henepe ist schon früh auf den Beinen, um den Markt zu organisieren. 35 Händler aus Holland folgten den beiden nach Dinklage.

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Händler mit Herz: Yvonne und Henk ter Henepe aus Hengelo organisieren seit über 30 Jahren bei Wind und Wetter ihre „Holland-Märkte“. Die dritte Auflage fand am Sonntag in Dinklage statt. Foto: Röttgers

Händler mit Herz: Yvonne und Henk ter Henepe aus Hengelo organisieren seit über 30 Jahren bei Wind und Wetter ihre „Holland-Märkte“. Die dritte Auflage fand am Sonntag in Dinklage statt. Foto: Röttgers

„Morgenstund hat Gold im Mund!“ Das ist nicht nur ein beliebtes und bekanntes Sprichwort, sondern es ist auch nötig, um den mittlerweile 3. Holland-Markt an diesem Sonntagmorgen pünktlich ab 11 Uhr ins Rollen zu bekommen.

„Wir sind heute Morgen schon in Allerherrgottsfrühe um 4.30 Uhr aufgestanden“, erklärten die beiden Organisatoren des Marktgeschehens Yvonne und Henk ter Henepe. Denn die Dinklager selber seien bereits „früh auf den Beinen“ gewesen, um den Markt nach der pandemiebedingten Pause endlich wieder zu besuchen.

Pünktlich ab 11 Uhr herrschte bereits reges Treiben. Es gab ein „herzliches Wiedersehen“, da man sich nach der 3. Auflage bereits gut kenne und alle Gäste hatten ordentlich „Hunger und Durst mitgebracht“, stellte der aus dem niederländischen Hengelo stammende Händler freudig fest.


Foto: Röttgers
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Foto: Röttgers
Foto: Röttgers

Das Ehepaar ter Henepe organisiert „Welkom – Einkaufen mit Herz“ und bietet über ihre Landesgrenze hinaus nach Deutschland niederländische Spezialitäten an. „Hoi, de Nederlanders komen eraan“ – hieß es in der Burgstadt, die sich ganz orange verfärbte, denn insgesamt 35 Händler des Nachbarlandes boten wieder ihre Waren feil.

„Mit unserem Team bringen wir Händler nach Deutschland, die während der Woche auf den niederländischen Märkten unterwegs sind und die berühmten niederländischen Produkte wie Kibbeling, Matjes, Käse, Poffertjes, Frikandel-Speciaal, Lakritz, Honigwaffeln, natürlich Blumen und im Non-Food-Bereich Lederwaren, Kurzwaren und Uhren anbieten und verkaufen“, erklärt ter Hennepe, der mittlerweile seit über 30 Jahren bei Wind und Wetter den „Holland-Markt“ anbietet. „Bereits im Frühjahr 1990 kam eine Anfrage der Gemeinde Hengelo in den Niederlanden, um als Zeichen der offiziellen Eröffnung der Städtepartnerschaft mit Emsdetten einen Hollandmarkt zu organisieren“, erinnert sich Ter Hennepe. Das sei die „Geburtsstunde“ der Märkte zwischen beiden Nachbarländern gewesen.

Den Holland-Markt gibt es mittlerweile in 30 deutschen Städten und Gemeinden

Die „Beentels Kabaal“ aus Bentelo, eine echt holländische Musikband mit 14 Musikanten sorgte darüber hinaus auch für die richtige, niederländische Urlaubsstimmung während des Marktgeschehens. Und diese Erfolgsgeschichte geht weiter: Ein Team erfahrener und bewährter Kaufleute mit dem „Herz auf dem rechten Fleck“, das während der Woche auf den niederländischen Märkten präsent ist, besucht jetzt an knapp 30 Sonntagen im Jahr verschiedene Gemeinden in Deutschland.

Dinklages City-Manager Alexander Bartz, der Vorsitzende der Dinklager Bürgeraktion Joe Behrens und sein Aktionsteam schwenkten in der Innenstadt niederländische Fähnchen. Auch die Dinklager Einzelhändler waren in der blau-weiß-roten Trikolore gestimmt, machten mit und präsentierten ihre Frühlingskollektionen und lockten mit zahlreichen Aktionen, Rabatten und Angeboten in die Innenstadt zum „Verkaufsoffenen Sonntag“. Wer wollte, konnte gleich einen Niederländisch-Kursus mitmachen: „Bedankt!“ hieß es beispielsweise nach gutem Geschäftsabschluss.

Ter Hennepe ist zufrieden und dankt den Dinklagern: „De Hartelijke groetjen aan je Dinklager!“ Er ist sich sicher und verspricht schon mal: „Wir kommen nächstes Jahr wieder!“

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