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Dank Heinrich Vollmer hat Holdorf eine Geschichte in Bildern

Der "Mensch der Woche": Der 70-Jährige ist als Holdorfer Ortschronist häufig mit seiner Kamera unterwegs. Nicht nur Dokumentarfotos, auch Naturfotos und früher auch Sportfotos sind seine Leidenschaft.

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Hat viel Freude an seinem Arbeitsplatz: Heinrich Vollmer ist häufig mit dem Sortieren, Archivieren und Bearbeiten seiner zahlreichen Fotos beschäftigt. Foto: Klöker

Hat viel Freude an seinem Arbeitsplatz: Heinrich Vollmer ist häufig mit dem Sortieren, Archivieren und Bearbeiten seiner zahlreichen Fotos beschäftigt. Foto: Klöker

Ist in der Gemeinde Holdorf etwas Besonderes los, ist Heinrich Vollmer mit seiner Kamera vor Ort und dokumentiert das Geschehen für die Nachwelt. „Vorausgesetzt, ich weiß darüber Bescheid. Aber das ist meistens der Fall“, sagt er lächelnd. Denn der 70-Jährige, der auch unter seinem Autorenkürzel „hvo“ vielen Menschen in Holdorf und darüber hinaus ein Begriff ist, fungiert mit viel Freude als Holdorfer Ortschronist. Er sagt: „Es ist wichtig, das dörfliche Leben zu dokumentieren, damit auch unsere Nachkommen sehen können, wie es sich entwickelt hat.“

Geboren und aufgewachsen in Hildesheim

Heinrich Vollmer ist seit 2005 in zweiter Ehe mit Silvia verheiratet. Der zweifache Vater und dreifache Stiefvater ist in Hildesheim geboren und aufgewachsen. Der gelernte Tankwart war nach der Lehre zunächst als Inspektionsmechaniker in einer Kfz-Werkstatt tätig, nach einer Umschulung zum Organisationssekretär und Sozialreferent fungierte er als Jugendreferent bei der Diözese Hildesheim. In dieser Funktion arbeitete er eng mit der Presse zusammen und begann dann selbst, als freier Journalist zu arbeiten. Das machte ihm so viel Freude, dass er ein Volontariat bei einer Wochenzeitung in Hameln absolvierte, wo er später auch als Redaktionsleiter arbeitete.

Im Jahr 2000 zog Heinrich Vollmer der Liebe wegen nach Holdorf und war fortan als freier Journalist im Einsatz. Seitdem und bis heute ist er freier Mitarbeiter für die OV und berichtet über das Geschehen im Südkreis Vechta mit dem Fokus auf seiner Heimatgemeinde Holdorf. Auf Anregung von Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug ist Heinrich Vollmer seit 2005 als Holdorfer Ortschronist tätig und hält seitdem die Entwicklung und Geschehnisse in Holdorf bildlich fest.

Dokumentarfotos, Naturbilder und Sportfotos

Ob bei politischen Veranstaltungen, großen Festen, Veranstaltungen von Vereinen oder Bauprojekten: Heinrich Vollmer ist mt seiner Kamera vor Ort und hält das Ereignis fest. Am Ende des Jahres übergibt Heinrich Vollmer seine Fotos an die Gemeinde, wo sie archiviert werden. Nicht nur Dokumentarfotos, auch Naturfotos und früher auch viele Sportfotos sind Leidenschaft des Holdorfers, der viele Jahre auch das Blau-Weiß-Echo des SV Holdorf erstellte, auch heute dafür noch zuarbeitet und an der 100-Jahr-Chronik des HSV maßgeblich mitwirkte.

Vorbereitungen für "Bilder eines Jahres"

Ferner erstellt Heinrich Vollmer jährlich den Datenspiegel der Gemeinde Holdorf, der aktuelle Zahlen und Fakten zur gemeindlichen Entwicklung liefert. Zudem ist der Fotokalender über Holdorf in der dritten Auflage erschienen. Dort finden sich von Heinrich Vollmer erstellte Aufnahmen von Holdorfer Natur, Landschaft und Gebäuden. Aktuell bereitet der Holdorfer die Veranstaltung „Bilder eines Jahres“ vor, die am 20. März bei Bocklage stattfindet. „Das ist eine Zusammenfassung des vergangenen Jahres in Bildern mit entsprechenden Erläuterungen“, erklärt er. Ein Thema der Schau wird der Kommunalwahlkampf sein, aber auch Bauprojekte werden dargestellt.

„Mir gefällt es, bei den Tätigkeiten mit vielen Menschen in Kontakt zu kommen. Und man erfährt einiges aus dem Ort.“ Heinrich Vollmer, der seit 2014 offiziell im Ruhestand ist, macht es Freude, Menschen zu fotografieren und zu porträtieren. „Wenn ich unterwegs bin und etwas Schönes sehe – zum Beispiel Pflanzen oder einen Sonnenuntergang –, bleibe ich stehen und halte den Moment fest.“

"Ein gutes Foto erzählt eine Geschichte."Heinrich Vollmer

Was macht ein gutes Foto aus? „Farben und Schnitt müssen stimmen. Zudem erzählt ein gutes Foto eine Geschichte. Es gibt aber auch Fotos, die sind vom Motiv nicht so spannend, aber technisch gut gemacht.“ Ferner hat Heinrich Vollmer das großformatige braune Autobahnschild, das am Rastplatz Dammer Berge und kurz hinter der Ausfahrt Dinklage/Lohne steht und für den Heidesee wirbt, gestaltet.

In Holdorf lebt Heinrich Vollmer gerne. „Es ist sehr übersichtlich, es gibt keine Anonymität. Der Zusammenhalt im Ort ist gut, die Vereine reden miteinander. Man kennt sich aus und fühlt sich heimisch.“ Er wurde seinerzeit herzlich im Ort aufgenommen und fand über den SV Holdorf und den Kegelclub schnell Anschluss. „Die Vorbehalte, dass die Menschen hier Fremden gegenüber sehr distanziert sind, kann ich nicht bestätigen.“

Radtouren und Unternehmungen mit dem Kegelclub

Heinrich Vollmer ist Mitglied beim SV Holdorf, in den Schützenvereinen, im Heimatverein und beim Verein Zukunft für Jugend. Er fährt gerne Fahrrad und ist regelmäßig mit Norbert von Handorf und Ludger Westerhoff unterwegs. Zudem erfreut er sich an Aktivitäten mit dem Kegelclub „Die flotten Oldies“.

Heinrich Vollmer bezeichnet sich als „gesellig und offen anderen Menschen gegenüber“. Gute Gespräche und Diskussionen gefallen ihm. Er reist gerne mit seiner Frau in ihre Heimat Schweiz und nach Rügen. Auch, wenn es unerreichbar ist: Heinrich Vollmer wünscht sich Frieden auf Erden. Auch ein großes Familientreffen würde ihm gefallen. „Corona hat die letzten Zusammenkünfte leider verhindert“, berichtet er.

Heinrich Vollmer möchte noch einige Jahre als Ortschronist und freier Journalist tätig bleiben. „Letztlich hängt es natürlich von der Gesundheit ab, aber ich habe noch sehr viel Spaß daran.“ Und so wird der 70-Jährige weiterhin mit seiner Kamera unterwegs sein und die Entwicklung der Gemeinde Holdorf detailliert dokumentieren.

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