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Bei Rolf Schrandt dreht sich alles um das Rad

Sehr persönliche Ansichten – immer dieselben 10 Fragen. Dieses Mal: Rolf Schrandt aus Thüle. Der 67-Jährige ist erster Vorsitzender des Radsportclubs Thüle.

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Rolf Schrandt radelt jeden Donnerstag mit dem RSC Thüle durch die Natur. Foto: Schrandt

Rolf Schrandt radelt jeden Donnerstag mit dem RSC Thüle durch die Natur. Foto: Schrandt

Und? Wie ging es in letzter Zeit?
Vor Kurzem hat mich ein Infekt etwas ausgebremst. Aber jetzt dreht sich alles um das 44. Volksradfahren, das am 28. Juli in Thüle stattfindet und jedes Jahr rund 600 Teilnehmende anlockt. Doch ich bin als Organisator nicht allein – das zwölfköpfige Team arbeitet seit Mai auf Hochtouren auf das größte Event des Thüler Radsportclubs hin.

Was haben Sie sich einmal so richtig gegönnt?
Ende Mai dieses Jahres habe ich mir mit meinen Kartenspiel-Kumpanen Gerd, Günter und Bernhard spontan eine Woche an der türkischen Riviera gegönnt. Die romantische Küstenstadt Alanya am Mittelmeer war einfach herrlich. Dabei hatten wir überhaupt keinen Plan, wie die Tage so verlaufen könnten. Und sie verliefen super!

Wenn Sie König von Deutschland wären: Was gehört als Erstes abgeschafft?
Ich konnte mir ja schon 2015 als König der St.-Johannes-Schützenbruderschaft Thüle ein Bild machen, wie es sich so als König anfühlt. Wunderbar! Doch das war nur in unserem Ort. Für Deutschland und aus Sicht des Radsportclubs Thüle würde ich die teils sehr maroden Radwege sofort abschaffen und mit Nachdruck einem Behördenstau in Sachen Radwegekonzept Beine machen.

Welchen Traum werden Sie sich als nächsten erfüllen (können)?
Unsere Tochter Franziska studiert in Graz, Österreich, und wir sehen sie selten. Unser Sohn Niklas ist dagegen in unserer Nähe. Ein Traum von mir ist es, mit meiner Frau Gitta und den Kindern gemeinsam Urlaub zu machen. Früher, als die Kinder noch jünger waren, waren die Nordsee und Irland unsere bevorzugten Reiseziele.

Was tun Sie am liebsten?
Von Mai bis September radelt der Radsportclub Thüle jeden Donnerstag um 19 Uhr etwa 25 Kilometer durch die Natur. Und ich radel’ mit. Außerdem gestalte ich Grafiken am Computer und verfolge die Fußballspiele unseres Sportvereins im Thüler Stadion. Zudem bin ich als Dorfaktivist mit zwölf Mitstreitern von April bis Oktober jeden zweiten Donnerstag für 4 Stunden aktiv. Wir kümmern uns ehrenamtlich um öffentliche Standorte in unserem Dorf, indem wir beispielsweise Müll sammeln, Hecken schneiden oder Pflasterarbeiten durchführen.

Welche Eigenschaften mögen Sie an sich selbst? Und welche nicht?
Ich komme gleichermaßen gut mit jungen und älteren Menschen aus und ermutige sie zum Beispiel dazu, im Februar am Kohl-Essen des RSC Thüle teilzunehmen. Das gelingt hervorragend mit der Landjugend Thüle, mit der wir eine großartige, freundschaftliche Beziehung pflegen. Sogar bei unseren wöchentlichen Ausfahrten, wo eher über 50-Jährige anwesend sind, haben sie bereits teilgenommen. Doch nun zu den weniger guten Eigenschaften: Es wäre für mich ratsam, besser und länger zuzuhören und nicht zu unterbrechen, nur weil man befürchtet, sonst zu vergessen, was man noch sagen wollte.

Welche TV-Sendung mögen Sie am liebsten?
Ich liebe die Nordstory vom NDR. Dort gibt es Geschichten aus dem Norden und unserem Nordwesten voller faszinierender Menschen und tierischer Abenteuer – einfach herrlich!

Mit wem würden Sie sich gerne einmal treffen?
Er hat gerade kaum Zeit – aber Niclas Füllkrug würde ich gerne mal treffen. Unser Bremer Jung, jetzt als Spieler bei Borussia Dortmund.

Was würden Sie gerne einmal wieder essen?
Seezunge, die mag ich am liebsten.

Welches Thema in den lokalen Medien hat Sie am meisten beschäftigt?
Das Projekt zur sozialen Dorfentwicklung von Friesoythe Süd ist in Thüle noch nicht abgeschlossen oder umgesetzt worden. Dies betrifft sowohl den Aktionsplatz für das Volksradfahren als auch den Vorplatz des Sportvereins Thüle. Trotz des engagierten Einsatzes unserer Dorfmoderatoren verzögert sich der Fortschritt nun aufgrund bürokratischer Hürden. Hier ist jetzt die Stadt Friesoythe gefragt.


Zur Person:

  • Rolf Schrandt ist der Vorsitzende des Radsportclubs (RSC) Thüle, der am 28. Juli wieder das Volksradfahren ausrichtet, bei dem Radler 20 Kilometer durch die Natur fahren.
  • Der 67-Jährige ist seit 41 Jahren verheiratet, hat zwei erwachsene Kinder und lebt in Thüle.
  • Vor der Rente war der gelernte Einzelhandelskaufmann 48 Jahre lang als Einkäufer und Verkäufer beim Modehaus Wendeln in Garrel tätig.

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