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Zu klein und zu alt: Schulleitung wünscht sich mehr Platz

Rektorin Karin Rechtien hatte ihre Hausaufgaben sehr gut erledigt. Dem Schulausschuss des Neuenkirchen-Vördener Rates präsentierte sie eine ziemlich lange Liste mit Notwendigkeiten.

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Zu klein, zu veraltet: Das Neuenkirchener Grundschulgebäude wird, geht es nach den Wünschen des Kollegiums, grundlegend umgebaut und zudem erweitert. Foto: Lammert

Zu klein, zu veraltet: Das Neuenkirchener Grundschulgebäude wird, geht es nach den Wünschen des Kollegiums, grundlegend umgebaut und zudem erweitert. Foto: Lammert

Karin Rechtien, Rektorin der Neuenkirchener Grundschule, hatte ihre Hausaufgaben vorbildlich erledigt. Sehr umfangreich legte sie den Mitgliedern des Schulausschusses des Neuenkirchen-Vördener Gemeinderates in der jüngsten Sitzung dar, warum und in welchem Umfang das Schulgebäude erweitert und umgestaltet werden muss.

Die Liste der fehlenden Räume der durchgängig 3-zügigen Schule mit dem angegliederten Schulkindergarten war lang. Karin Rechtien zählte unter anderem auf fehlende Zimmer für die Inklusionsarbeit, die Sprachförderung, die Kleingruppenarbeit, für die Fächer Kunst und Textiles Werken, Musik, Sachkunde, für die Schulsozialarbeiterin, die Beratungslehrerin und die Förderschullehrkraft sowie die Schulverwaltung.

Außerdem müsse die Mensa vergrößert werden, was zur Folge haben werde, dass der Musikraum mit dem Leseatelier wegfallen werde.

"Wir möchten von dieser Struktur weg."Karin Rechtien, Schulleiterin

Zudem sei die Neuenkirchener Grundschule eine "Flurschule", das Gebäude messe von der einen zur anderen Seite 110 Meter: "Wir möchten von dieser Struktur weg." Heute seien die Anforderungen nämlich andere, um dem Bedarf der Kinder gerecht zu werden.

So müsse die Schule zur Cluster-Schule werden, in der sich Unterrichtsräume im Zuge des Klassen übergreifenden Unterrichts flexibel nutzen lassen. Zudem müssten im Gebäude Einzel-, Partner- und Gruppenunterricht möglich sein.

Ganztagsbetreuung wird immer mehr angenommen

Unter anderem am Beispiel der Ganztagsbetreuung machte Karin Rechtien den erhöhten Raumbedarf deutlich. So steige die Zahl der Erst- bis Viertklässler, die an der Ganztagsbetreuung teilnehmen, seit 2013 stetig. Inzwischen beteiligten sich etwa 60 Prozent der Kinder.

Ab 1. August seien schon 82 Mädchen und Jungen für das Mittagessen in der Schule angemeldet. Die Mensa habe aber nur 44 Plätze. Auch wenn die Schüler in 2 Etappen essen, sei eine größere Mensa notwendig.

Nicole Karadag von der SPD-Fraktion verwies darauf, die Sozialdemokraten hätten schon vor einiger Zeit den Antrag gestellt, für die Grundschule eine eigene Turnhalle zu bauen. Das sollten die anderen Fraktionen im Rat unterstützen.

Grundschule hätte gerne eine eigene Turnhalle

Karin Rechtien begrüßte den Vorschlag, weil es derzeit viel Unterrichtszeit koste, mit den Kindern zu einer der beiden Turnhallen bei der Oberschule zu gehen und zurückzukehren.

Bürgermeister Ansgar Brockmann (CDU) erklärte, die Politik müssen sagen, wie es mit der Planung weitergehen soll. Die Gemeindeverwaltung sollte den Auftrag bekommen, ein Büro mit der Aufgabe der Vorplanung zu betrauen. Rat und Verwaltung müssten wissen, welche Kosten bei der Erweiterung und dem Umbau entstehen könnten. Bis zur Detailplanung sei es noch ein langer Weg, vor 2022 werde das Projekt gewiss nicht starten.

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