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Tonne: Schulen sollen nicht Wechselunterricht festlegen

Der Kultusminister verteidigt den Automatismus, dass bei einer 7-Tagesinzidenz über 200 der Präsenzunterricht eingestellt wird. Andernfalls würde er Streitpotenzial vor den Schulen ablegen.

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Grant Hendrik Tonne, Kultusminister von Niedersachsen, spricht bei einer Pressekonferenz. Foto: Julian Stratenschulte / dpa

Grant Hendrik Tonne, Kultusminister von Niedersachsen, spricht bei einer Pressekonferenz. Foto: Julian Stratenschulte / dpa

Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne will es Schulleitern ersparen, selber über die Frage des Wechselunterrichts in der Corona-Krise entscheiden zu müssen. Das sei rechtlich schwierig, weil Schulleitungen keine Quarantänemaßnahmen verhängen dürften, sondern nur die Gesundheitsämter, sagte der SPD-Politiker der NOZ . «Und zweitens würden wir die Schulleitungen einem enormen Druck aussetzen.» Wechsele die Schule nicht ins Szenario B, beklagten sich die Eltern, gehe sie in den Wechselmodus, kritisierten das andere Eltern.

Tonne sagte: «Wir würden damit also ein massives Streitpotenzial vor den Schulen ablegen. Das ist mit mir nicht zu machen.» Er sehe sich in der Pflicht, den Schulen solche Richtungskämpfe abzunehmen. In den vergangenen Wochen hatte es verstärkt Forderungen nach einem schnelleren und zentral vorgegebenen Wechsel in das Szenario B gegeben, um Ansteckungsrisiken für Lehrer, Schüler und deren Familien zu reduzieren. Niedersachsens Landesregierung schärft die Regeln für den Schulunterricht aber nach. Landesweit soll demnach in Hotspots ab 200 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen automatisch zu Wechselunterricht übergegangen werden.

Tonne erklärte auch, dass er zwar eine Verlängerung der Weihnachtsferien im neuen Jahr nicht ausschließen könne, dies nach aktuellem Stand aber unwahrscheinlich sei. «Ich sehe keine Notwendigkeit, die Ferien nach hinten raus zu verlängern. Ich gehe davon aus, dass die Schule am Montag, 11. Januar, ganz normal wieder startet», sagte er dem Blatt.

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