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Sven Stratmann tritt wieder an

Der Friesoyther Bürgermeister will sich am 12. September 2021 erneut dem Votum der Bürger stellen. Die SPD-Ortsspitze begrüßt die Entscheidung.

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Tritt wieder an: Sven Stratmann (3. von links) gab gemeinsam mit seiner Ehefrau Sandra (4. von links) sowie (von links) Roland Winkler, Renate Geuter, Pia van de Lageweg und Melanie Buhr seine Entscheidung bekannt.   Foto: Stix

Tritt wieder an: Sven Stratmann (3. von links) gab gemeinsam mit seiner Ehefrau Sandra (4. von links) sowie (von links) Roland Winkler, Renate Geuter, Pia van de Lageweg und Melanie Buhr seine Entscheidung bekannt.   Foto: Stix

Eine wirkliche Überraschung ist es nicht: Der Friesoyther Bürgermeister Sven Stratmann will bei der Kommunalwahl 2021 sein Amt verteidigen. Gemeinsam mit Ehefrau Sandra sowie den Spitzen des SPD-Ortsverbandes Friesoythe und der SPD-Fraktion im Stadtrat erläuterte er seine Entscheidung am Freitagvormittag in einem Pressegespräch.

Im Rückblick auf die Anfänge seiner ersten Amtszeit bekannte er, dass ihm zu Beginn „etwas mulmig“ gewesen sei. „Der Respekt ist immer noch da“, betonte Stratmann. „Ich weiß, dass Entscheidungen der Stadt für die Menschen vor Ort konkrete und direkte Auswirkungen haben, im Guten wie im Schlechten.“

„Ich möchte nicht, dass die Erfolge verpuffen, weil jemand einen Richtungswechsel einläutet.“Sven Stratmann, Bürgermeister

Man habe, so Stratmann, in der laufenden Wahlperiode viel erreicht. Das gelte für den Bildungsbereich ebenso wie für die Dorfentwicklung, für die Finanzen der Stadt oder die Entwicklung der Wohnbau- und der Gewerbeflächen. „Ich möchte nicht, dass diese Erfolge verpuffen, weil jemand einen Richtungswechsel einläutet“, erläuterte er.

An seinen Themen habe sich wenig geändert, so Stratmann. Nach wie vor seien Bildung, die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben oder die Baulandentwicklung von großer Bedeutung. Auch Umweltschutz und Landwirtschaft, Tourismus und Kultur gehörten zu den wichtigen Politikfeldern. „Es gibt eigentlich keine Themen, die weniger wichtig sind.“

„Ich habe den Anspruch, dass wir zumindest im Oldenburger Münsterland die familienfreundlichste Stadt werden.“Sven Stratmann

Ein besonderes Ziel habe er sich allerdings doch gesetzt. „Ich habe den Anspruch, dass wir zumindest im Oldenburger Münsterland die familienfreundlichste Stadt werden.“

Ein gemeinsames Wahlprogramm mit der SPD wird es nicht geben. „Ich mache Bürgermeisterwahlkampf, Partei und Fraktion machen Wahlkampf für den Stadtrat.“ Aber natürlich stimme man in vielen Punkten überein.

Der Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Friesoythe, Roland Winkler, und die Vorsitzende der SPD-Stadtratsfraktion, Renate Geuter, begrüßten die Entscheidung. „Sven Stratmann hat viel auf den Weg gebracht“, sagte Geuter. „Und wir sind uns einig, dass noch viel zu tun ist.“

SPD will "gestalterische Mehrheit" gewinnen

Natürlich sei man in einzelnen Punkten nicht immer der gleichen Auffassung, so Geuter. „Aber an grundsätzliche Differenzen kann ich mich nicht erinnern. Allerdings erfordert auch die Zusammenarbeit mit einem Bürgermeister aus der eigenen Partei sehr viel Abstimmungsarbeit.“

Die SPD will bei den kommenden Kommunalwahlen ihr Ergebnis von 2016 verbessern. „Wir haben uns das Ziel gesetzt, im Rat eine gestalterische Mehrheit zu bekommen“, erklärte Geuter. Und wenn man die Ergebnisse der SPD aus den vergangenen Kommunalwahlen streng mathematisch hochrechne, so Winkler, „ist das Ziel nicht unrealistisch“.

Ob sie selbst nochmals antritt, will Geuter Anfang 2021 entscheiden. „Und dann“, so die 67-Jährige, „werde ich als Erstes die Fraktion informieren.“

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