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SPD und Grüne nominieren Christiane Priester

Die 51-Jährige soll ins Rennen um das Bürgermeisteramt gehen. Sie würde gegen den CDU-Kandidaten Neidhard Varnhorn antreten. Amtsinhaber Dr. Wolfgang Wiese hört nach der Amtszeit auf.

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Christiane Priester. Foto: Long Nguyen

Christiane Priester. Foto: Long Nguyen

SPD und Bündnis90/Die Grünen schicken Christiane Priester in das Bürgermeisterrennen in Cloppenburg. Die 51-Jährige Sozialarbeiterin wurde von beiden Parteivorständen und den jeweiligen Stadtratsfraktionen einstimmig nominiert und soll den Mitgliedern als Bürgermeisterin-Kandidatin vorgeschlagen werden.

„Mit Christiane Priester haben wir eine hervorragende Kandidatin gewinnen können, die glaubhaft einen echten Politikwechsel für Cloppenburg verkörpert. Ein Politikwechsel, den Cloppenburg verdient hat“, erklären die beiden Parteivorstände Catja Kieselhorst und Lothar Bothe (beide SPD) sowie Anne Rameil und Stephan Christ (beide Grüne) in einer gemeinsamen Pressemitteilung.

„Ich bin dankbar für die breite Unterstützung und werde mich dafür einsetzen, auch die Unterstützung vieler weiterer Bürgerinnen und Bürger zu gewinnen“, erklärt Priester. Sie kandidiere mit dem Anspruch, als erste Frau das Bürgermeisteramt in Cloppenburg zu besetzen.“

Überparteiliches Wählerbündnis wurde gegründet

Um dieses Ziel zu erreichen, einigten sich beide Parteien auch auf die Gründung eines überparteilichen Wahlbündnisses, dem sich interessierte Bürgerinnen und Bürger anschließen können. Priester werde daher nicht auf der Liste einer Partei, sondern als Vorschlag einer Wählergruppe kandidieren. „Wir wollen so ein Angebot schaffen, dass auch Menschen anspricht, die sich keine klassische Parteikandidatur wünschen“, zeigen sich beide Vorstände erfreut über den Schulterschluss. Das habe es in dieser Weise in Cloppenburg noch nicht gegeben.

Unterstützung findet die Kandidatur Priesters auch in den Ratsfraktionen beider Parteien. „Die Debatte um die Gründung einer Bekenntnisschule hat gezeigt, wie dringend eine Verwaltungsspitze benötigt wird, die sich konsequent für eine weltoffene und pluralistische Gesellschaft einsetzt. Christiane Priester teilt unsere Vorstellung einer solchen Gesellschaft“, erklären Michael Jäger (Grüne) und Jan Oskar Höffmann (SPD).

Mit ihr als Bürgermeisterin könne man eine Verkehrswende zur fußgänger- und radfahrerfreundlichen Stadt erreichen. „Gemeinsam wollen wir dem Strukturwandel in der Fußgängerzone begegnen und unsere Stadt auf die Herausforderungen des Klimawandels einstellen“, so die beiden weiter.

„Offizielle Kür“ im nächsten Jahr geplant

Die „offizielle Kür“ Priesters als Bürgermeisterinkandidatin durch das Wahlbündnis soll Anfang des Jahres erfolgen, sofern das Infektionsgeschehen dies zulässt. Bis dahin will die gelernte Krankenschwester und Mutter von drei Söhnen vor allem im Internet und in den sozialen Medien ansprechbar sein. „Trotz der gebotenen Abstände freue ich mich, mit den Menschen nun in den Kontakt zu treten und mich ihnen vorzustellen“, so Priester.

Die Kandidatin ist 1968 geboren und mit drei Brüdern in Bühren aufgewachsen. Sie besuchte bereits ab der fünften Klasse in Vechta das Gymnasium. Nach der mittleren Reife absolvierte sie in Cloppenburg an der BBS Museumsdorf eine einjährige Berufsfachschule und begann im Alter von siebzehn Jahren ein einjähriges Vollzeitpraktikum auf der Isolierstation des Cloppenburger Krankenhauses. Ab dem Zeitpunkt lebte sie in der Kreisstadt. Nach dem Praktikum ließ sie sich im St.-Josefs-Hospital zur examinierten Krankenschwester ausbilden.

Berufserfahrung in medizinischen Bereichen

Priester verfügt über eine 20-jährige Berufserfahrung in unterschiedlichen medizinischen Bereichen in Krankenhäusern in Haselünne und Emstek. Auf dem zweiten Bildungsweg studierte sie ab 2012 neben Familie und Beruf „Soziale Arbeit“ im Bachelor und direktzum Master. Aktuell studiert sie berufsbegleitend soziales Management mit dem Ziel eines zweiten Masters an der FH Münster.

Ab 2012 hat sie zwei Jahre lang im Landkreis Cloppenburg für einen familienentlastenden Dienst mit Menschen mit Behinderungen gearbeitet. Zudem war sie von 2014 bis 2016 auch Beraterin im Senioren- und Pflegestützpunkt. Ab 2016 wechselte sie in eine freiberufliche Tätigkeit als Dozentin, rechtliche Betreuerin und Verfahrenspflegerin für das Amtsgericht. Seit 2017 führt sie zudem den Fachbereich des Betreuungsvereins in Vechta.Seit ihrer Schulzeit ist Priester politisch und ehrenamtlich engagiert.

Seit zwei Jahrzehnten unterstützt sie in Cloppenburg ehrenamtlich die MS-Selbsthilfe-Gruppe als Pflegefachkraft, Kassenführerin und Beraterin. 2016 kandidierte Priester erfolgreich als SPD-Kandidatin für den Gemeinderat Emstek. Sie lebt aktuell in Bühren in einer Mehrgenerationen-Wohngemeinschaft mit ihrer pflegebedürftigen Mutter und ihrem jüngsten Sohn.

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