Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

SPD-Ministerien: Besetzung wird mit Spannung erwartet

Der Cloppenburger Jan Oskar Höffmann hat beim Parteitag in Hybridform als Delegierter mit über den Koalitionsvertrag abgestimmt. Er blickt positiv in die Zukunft.

Artikel teilen:
Warb für den Koalitionsvertrag: Olaf Scholz (SPD), designierter Bundeskanzler. Foto: dpa

Warb für den Koalitionsvertrag: Olaf Scholz (SPD), designierter Bundeskanzler. Foto: dpa

Cloppenburg (her). Seine Zustimmung zum Koalitionsvertrag zwischen SPD, Grünen und FDP hat auch Jan Oskar Höffmann am Wochenende gegeben. Der Cloppenburger war als stimmberechtigter Delegierter beim außerordentlichen Parteitag dabei, dieser wurde in Hybridform abgehalten.

„Olaf Scholz hat eine emotionale und gute Rede gehalten“, sagte Höffmann im Anschluss. Er habe das Gefühl gehabt, dass der kommende Bundeskanzler befreit wirkte, sich aber auch der großen Aufgaben bewusst ist. Schließlich haben die Sozialdemokraten die Vereinbarung über die nächsten vier Jahre in der Regierung mit 98,8 Prozent der Stimmen angenommen.

Diskussionen und Spekulationen gibt es weiter um die Besetzung der Ministerposten, die am Montag offiziell bekannt gegeben werden sollen. Immer wieder fällt der Name Karl Lauterbach für das Gesundheitsministerium. „Auch ich bin ein großer Freund davon. Während der Pandemie gibt es keinen Besseren für den Posten. Dennoch glaube ich nicht, dass er es wird“, sagt Höffmann. Die SPD wolle ihre Ministerien gleichwertig mit Frauen und Männern besetzen, zudem gehöre zum Gesundheitsministerium mehr als die Pandemie-Bekämpfung. Ein führender Posten in einem Corona-Expertenrat sei möglicherweise auch gut für Lauterbach.

Delegierter: Jan Oskar Höffmann. Foto: NguyenDelegierter: Jan Oskar Höffmann. Foto: Nguyen

Im Allgemeinen blickt der Cloppenburger SPD-Fraktionsvorsitzende positiv auf die vergangenen zwölf Monate seiner Partei. „Ich bin seit 15 Jahren Mitglied und habe viele Vorsitzende erlebt. Da muss man sich jetzt schonmal kneifen, ob das alles wahr ist“, sagt er mit einem Augenzwinkern. Wichtig sei jetzt noch ein geräuschloser und professioneller Übergang im Vorstand, der am nächsten Wochenende gewählt wird.

Generalsekretär Lars Klingbeil soll Co-Vorsitzender werden, als sein Nachfolger wird Kevin Kühnert gehandelt. „Damit wären wir thematisch breit aufgestellt und Kevin Kühnert ist als linkes Gewissen ein Gegengewicht zur Realpolitik einer Bundesregierung.“ Der junge Politiker gebe der SPD ein klares Profil, ohne dabei betriebsblind zu sein: „Er beherrscht die Abteilung Attacke“.

Höffmann selbst freut sich auf die kommenden vier Jahre. Auch wenn es drei verschiedene Parteien sind, könne daraus etwas Gutes entstehen. „Wir müssen aber weiter hungrig bleiben und uns nicht zufrieden geben“. So hätte sich der Cloppenburger durchaus eine Art Mietendeckel oder eine stärkere Besteuerung von Besserverdienenden gewünscht. Dennoch gebe es gesellschafts- und rechtspolitisch einige Schnittmengen mit den Grünen und auch der FDP.

Sie wollen nichts verpassen, worüber das Oldenburger Münsterland spricht? Dann abonnieren Sie jetzt unseren Newsletter „Moin, OM!“. Er fasst für Sie das Wichtigste für den Tag auf einen Blick zusammen – immer montags bis freitags zum Start in den Tag.  Hier geht es zur Anmeldung

Das könnte Sie auch interessieren

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

SPD-Ministerien: Besetzung wird mit Spannung erwartet - OM online