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Schleichweg? Rat will Fakten abwarten

Aldi-Umzug: Die Anwohner aus dem Cloppenburger Blumenviertel befürchten einen Anstieg des Durchgangsverkehres. Die SPD-Fraktion teilt die Sorgen.

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Als Schleichweg vermutet: Die Lupinenstraße war Gegenstand der Diskussionen im Rat der Stadt Cloppenburg. Foto: Hermes

Als Schleichweg vermutet: Die Lupinenstraße war Gegenstand der Diskussionen im Rat der Stadt Cloppenburg. Foto: Hermes

Deutlich mehr Autoverkehr befürchten die Anwohner der Lupinenstraße in näherer Zukunft. Hintergrund ist der Umzug des Aldimarktes von der Warthe- an die Anemonenstraße.

„Wir teilen die Sorgen“, erklärte SPD-Fraktionschef Jan Oskar Höffmann. Zwei entsprechende Gutachten überzeugten die Sozialdemokraten nicht. Sie befürchten, dass Autofahrer, die links eine Warteschlange in Richtung der Löninger Straße sehen, eher die Lupinenstraße als Schleichweg nutzen werden. Dies sei verlockend, weil die Ausfahrt des Aldimarktes direkt gegenüberliegen könnte.

SPD: Einrichtung einer Teil-Einbahnstraße ist eine Möglichkeit

Auch mögliche Neubaugebiete in dem Bereich könnten für eine weitere Zunahme des Verkehrs sorgen. Eine Möglichkeit wäre, einen kleinen Teil der Lupinenstraße als Einbahnstraße einzurichten.

Dies sah Doris Hellmann von der UWG anders: „So etwas halte ich zu diesem Zeitpunkt für nicht gerechtfertigt.“ Sie sehe zwar die Bedenken, plädierte jedoch für ein Abwarten und Beobachten, wenn der dortige Bau vollzogen worden ist.

Ebenfalls keinen Handlungsbedarf sah Hermann Schröer (CDU). „Es ist der richtige Weg, die Situation zu beobachten. Man kann im Vorfeld nicht alles abklären.“

Anwohner sammeln Unterschriften

Dr. Hermann Bergmann (IBC) sprach davon, dass das Gutachten nicht repräsentativ sei. „Anscheinend wurde nur an einem Tag gemessen, das hat mich schon erschrocken.“ Er sowie die SPD stimmten gegen die Änderung des entsprechenden Bebauungsplanes. Mit den Stimmen von CDU, UWG, Sozialliberales Cloppenburg und den Grünen wurde der Beschluss jedoch gefasst.

In einer entsprechenden Fachausschusssitzung hatte Bürgermeister Dr. Wolfgang Wiese bezweifelt, dass viele Autofahrer den Schleichweg nutzen würden. Dafür müssten schließlich erhebliche Umwege in Kauf genommen werden.

Bereits vor Monaten hatten mehr als 100 Anwohner des anliegenden Blumenviertels mit einer Unterschriftenaktion ihren Unmut über die künftige Verkehrssituation zum Ausdruck gebracht.

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