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Michael Fischer bleibt Emsteks Bürgermeister

Die Wähler haben entschieden: 84,03 Prozent der Votierenden haben Michael Fischer ein "Ja" für eine weitere Amtszeit als Emsteks Bürgermeister ausgesprochen.

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Bliebt im Amt: Michael Fischer (Mitte) freute sich mit seiner Frau Daniela und Arnold Gerdes über seinen Sieg. Foto: Schrimper

Bliebt im Amt: Michael Fischer (Mitte) freute sich mit seiner Frau Daniela und Arnold Gerdes über seinen Sieg. Foto: Schrimper

Als Michael Fischer und seine Frau Daniela am Sonntag gegen 19.45 Uhr den gut besuchten Emsteker Ratssaal betraten, empfing sie begeisterter Applaus. Mit strahlendem Lächeln nahm der Christdemokrat die ersten Glückwünsche derjenigen entgegen, die ihm zu seiner 3. Amtszeit als Bürgermeister der Gemeinde gratulierten. Der CDU-Gemeindeverbandsvorsitzende Arnold Gerdes drückte ihm gleich einen Blumenstrauß in die Hand. Mit 84,03 Prozent der Stimmen wurde der 49-Jährige wiedergewählt. 15,97 Prozent der Wähler stimmten gegen den Emsteker. Die Wahlbeteiligung lag bei 54,14 Prozent.

Rund 30 Menschen waren ins Rathaus gekommen, um die Auszählung der abgegeben Stimmen live vor Ort zu verfolgen, darunter viele Kandidaten für den Gemeinderat. Was die Wahl des Rathauschefs anging, hatten die Emsteker auf ihrem Stimmzettel lediglich die Wahl zwischen Ja und Nein: Außer Fischer hatte kein anderer Kandidat seinen Hut in den Ring geworden.

"Wenn man keinen Konkurrenten kriegt, ist das für mich auch ein Zeichen, dass die Arbeit so schlecht nicht gewesen sein kann in den Vorjahren", sagte Fischer im Gespräch mit der Redaktion. "Es wird den anderen Parteien auch eine Überlegung wert gewesen sein, dass sie keinen Kandidaten aufgestellt haben. Und wenn dann jemand anerkannt ist, dann ist es auch in Ordnung, dass er alleine kandidiert."

Zustimmungswerte sind etwas gesunken

Fischer ist bereits seit 2007 Bürgermeister der Gemeinde Emstek und wird dieses Amt nun bis 2026 weiter bekleiden. Sein persönliches Ergebnis im Vergleich zur vergangenen Bürgermeisterwahl hat er nicht wiederholen können. Im Jahr 2015 hatte er 92 Prozent der Stimmen erhalten. Wie dieses Mal auch gab es damals keinen Gegenkandidaten. 8 Prozent hatten mit Nein gestimmt. Seinerzeit lag die Wahlbeteiligung bei nur 33,6 Prozent.

Dass seine Zustimmungswerte leicht gesunken sind, sei zu erwarten gewesen, so Fischer. "Es war damals eine reine Bürgermeisterwahl. Da sind im Wesentlichen die hingegangen, die einen unterstützen wollten." Nach 2 Amtszeiten sei es so, "dass dem einen oder anderen eine Entscheidung nicht gefallen hat". "Die 84,03 Prozent sind mindestens genauso viel wert wie die 92 Prozent damals", freute sich der 49-Jährige. Bei seiner ersten Wahl zum Bürgermeister 2007 hatte sich Fischer mit 74,9 Prozent gegen seinen FDP-Mitbewerber Michael Ahrens (25,1 Prozent) durchgesetzt. 

"Es gibt noch eine ganze Menge zu tun"

Vorherige berufliche Stationen des Christdemokraten waren der Landkreis Osnabrück, das Bischöfliche Generalvikariat Münster und die Gemeinde Bohmte. In letzterer war der begeisterter Heavy-Metal-Fan als Erster Gemeinderat tätig.

Zu den Projekten, die Fischer in den nächsten 5 Jahren im Zusammenspiel von Politik und Verwaltung anschieben möchte, zählte im Gespräch mit OM Online unter anderem die Entwicklung zweier neuer Baugebiete, "damit Bevölkerungsentwicklung stattfinden kann". Zudem würden etwa kommunale und vereinseigene Sportanlagen in den Fokus rücken. Weitere Themen seien Dorfgemeinschaftshäuser, aber auch beispielsweise die bauliche Entwicklung im Ortskern, der angesichts der Folgen der Coronapandemie wieder neu mit Leben gefüllt werden solle. Beim Coma/Riemann-Gelände beispielsweise seien für Ende September die nächsten Gespräche anberaumt, kündigte Fischer an. "Es gibt noch eine ganze Menge zu tun." Zeit zum Feiern seines Wahlsiegs bleibt Fischer dabei noch, diesen Montag hat er sich Urlaub genommen. 

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