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Linderns Schulhof wird umfassend saniert

Der Rat billigt einstimmig die vorgestellten Planungen für die Schulhof-Sanierung  und den 1. Nachtragshaushalt. Mit einem Kredit von 1,1 Millionen Euro wird das Gewerbegebiet um 5 Hektar erweitert.

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Wird umfassend saniert: 730.000 Euro investiert die Gemeinde  in eine neue Entwässerung und die Neugestaltung des Schulhofs. Foto: Siemer

Wird umfassend saniert: 730.000 Euro investiert die Gemeinde  in eine neue Entwässerung und die Neugestaltung des Schulhofs. Foto: Siemer

Jeweils einstimmig hat der Rat der Gemeinde auf der vorletzten Sitzung der Wahlperiode mit der Sanierung des Schulhofs und einem Kredit für den Kauf  weiterer Gewerbeflächen 2 wichtige Projekte für die Zukunft der Gemeinde auf den Weg gebracht. Durch den verabschiedeten 1. Nachtragshaushalt kann die Verwaltung einen zusätzlichen Kredit in Höhe von 1,1 Millionen Euro aufnehmen für den Kauf von weiteren 5 Hektar Ackerland im Dreieck zwischen der Lienerschen Straße und der Ortsentlastung. 

"Damit reagieren wir auf die unverändert große Nachfrage nach Flächen für die Ansiedlung oder Erweiterung von Betrieben", freute sich Bürgermeister Karsten Hage. Nach intensiven Verhandlungen war es ihm gelungen, das bereits bestehende, rund 5,7 Hektar große Gewerbegebiet  "Jökelrien" durch eine direkt anschließende Fläche fast zu verdoppeln. Dies sei eine gute Investition, Ziel sei es auch, den Kredit frühzeitig abzulösen.

"Wir investieren in die Zukunft der Gemeinde"

Lob und Zustimmung gab es von den beiden Fraktionsvorsitzenden Wilhelm Koller-Heidkamp (CDU) und Heinz Robben (SPD). "Wir investieren in die Zukunft unserer Gemeinde, hier wollen wir wachsen", so der CDU-Sprecher. "Angesichts der Verkaufspreise an die Betriebe ist klar, dass wir was dazutun", betonte Robben. Das sei aber richtig so, da die  weitere positive Gewerbeentwicklung und  das Interesse, in Lindern zu wohnen, stets gemeinsam gesehen werden müssten.

Auf einhellige Zustimmung aller Ratsmitglieder stießen auch die von Bauamtsleiter Thomas Lüken vorgestellten, mit der Schule abgestimmten Planungen und Kostenvoranschläge für die Sanierung des Schulhofs. Lüken präsentierte die von einer kleinen Kommission der Verwaltung überarbeiteten Entwürfe, mit denen der angepeilte Kostenrahmen eingehalten werden soll.

"Die Planungen sind sehr sportlich", so der Bauamtsleiter. Hier werden die Parkbuchten für die Autos deutlich verbreitert, und es werden 150 neue, auch für die heutigen breiteren Reifen geeigneten Fahrradständer aufgestellt.  Im kommenden Frühjahr soll  der vordere Teil angepackt werden, für den eigentlichen Schulhof sind die Sommerferien vorgesehen.  Das Projekt ist neben dem Ausbau der Vreeser Straße das letzte Projekt der "Dorferneuerung Lindern".

ArL übernimmt 53 Prozent der Ausbaukosten

Veranschlagt sind insgesamt rund 730.000 Euro, für 53 Prozent dieser Summe, das sind 387.000 Euro, liegt eine Förderzusage des  Amtes für regionale Landentwicklung (ArL) als genehmigende Behörde der Dorferneuerung vor. Die Gemeinde selbst muss noch einen Anteil von 343.000 Euro übernehmen. Der jüngste Starkregen in Lindern mit vollgelaufenen Kellern der Schule und  eindringendem Wasser zum Beispiel im Aula-Bereich, hat nach Lükens Angaben  deutlich gezeigt, wie dringend notwendig das Sanierungsprojekt ist. Die Oberflächenentwässerung  sei ganz offensichtlich völlig marode, zudem wisse niemand mehr, wo und mit welchem Durchmesser sie überhaupt verlegt worden sei.

Oberflächenentwässerung des Schulhofs ist marode

Die Planungen sehen vor, dass viele Flächen des Schulhofs neu gepflastert werden und dabei  auch farblich eine Trennung zwischen  den Aufenthaltsbereichen  der  Kinder und Jugendlichen der Oberschule und der Mädchen und Jungen der Grundschule dargestellt wird. Auf Wunsch der Schule werden die Völkerball- und Basketball-Spielflächen nicht verändert, die Abgrenzungen werden weiter jährlich 1-mal mit Farbe erneuert. Vor dem alten Eingang der Schwimmhalle sei eine Art Atrium mit "Aufenthaltscharakter", so Lüken, vorgesehen. Dieser Bereich  ist auch als Veranstaltungsfläche zum Beispiel für Konzerte gedacht.  Eine größere Kletterwand kann wegen der damit verbundenen Unfallgefahr nicht verwirklicht werden. Das Gleiche gilt für einen Kletterwald vor der Schwimmhalle, für den die dort wachsenden Bäume noch nicht kräftig genug seien.  

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