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Lehrer sollen nach der Landtagswahl mehr Geld bekommen

Gut 450 Euro brutto im Monat bekommen Lehrer an Gymnasien bisher in der Regel mehr als ihre Kollegen an anderen Schulformen. Nach der Landtagswahl im Herbst dürfte sich das ändern.

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Symbolfoto: dpa

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Viele Lehrer fordern es schon lange, jetzt sind sich auch die großen Parteien einig: Wer an einer Grund-, Haupt- oder Realschule unterrichtet, soll in Niedersachsen künftig dasselbe verdienen wie ein Lehrer am Gymnasium. Bisher gibt es das Einstiegsgehalt der Besoldungsstufe A13 mit rund 4230 Euro brutto im Monat in der Regel nur für Gymnasiallehrer. Die Stufe A12 liegt mit rund 3770 Euro deutlich darunter. Entsprechend hoch wären die Mehrkosten - von 189 Millionen Euro zusätzlich pro Jahr geht das Kultusministerium schätzungsweise im Falle einer Angleichung aus.

Zur Einordnung: In diesem Jahr sind für Lehrkräfte, aber auch Schulleitungen und pädagogische Mitarbeiter an den allgemein bildenden Schulen bereits rund 3,95 Milliarden Euro als Personalkostenbudget veranschlagt. Knapp fünf Prozent kämen mit der Anhebung noch einmal oben drauf.

Im Wahlkampf sind alle Parteien für Gehaltserhöhung

Im Wahlkampf nun sind auf einmal trotzdem alle dafür. Die SPD, die CDU, die Grünen und die FDP - alle haben sie die Bezahlung nach A13 in ihren vorläufigen Wahlprogrammen verankert. «Wir machen Schluss mit dem Unterschied zwischen den Schularten», verspricht beispielsweise die SPD, die das Kultusministerium bereits seit 2013 führt. Und die CDU, die den Kultusminister in den zehn Jahren zuvor stellte, begründet das Vorhaben damit, «die Studienzeiten und Wertschätzung auch in der Besoldung zum Ausdruck» bringen zu wollen. Beide stellen eine schrittweise Umsetzung in Aussicht.

Rund 70.000 Lehrerinnen und Lehrer sind derzeit an Niedersachsens Schulen tätig - gut ein Drittel davon an den Gymnasien. Die Frage nach der Bezahlung ist dabei auch eine Geschlechterfrage: Denn während Frauen über alle Schulformen hinweg mehr als 70 Prozent der Lehrkräfte ausmachen, sind es an den Gymnasien nur rund 60 Prozent.

Gewerkschaft will Umsetzung direkt nach der Wahl

Die Bildungsgewerkschaft GEW, die A13 für alle schon seit Jahren fordert, sieht in dem nun erreichten politischen Konsens einen Erfolg der Gewerkschaftsarbeit. «Doch Zusagen bedeuten noch keine Rechtsverbindlichkeit. Wenn die Umsetzung nicht mehr im Rest dieser Legislaturperiode gelingt, muss das unmittelbar nach der Landtagswahl erfolgen», appelliert Landeschef Stefan Störmer an die Politik.

«Die gleiche Bezahlung aller Lehrämter ist deshalb so dringend, weil die schlechter bezahlten Schulformen die größten Personallücken und Nachwuchssorgen haben», sagt er. «Grund-, Haupt- und Realschullehrkräfte studieren inzwischen gleich lange und leisten in gleichem Umfang den Vorbereitungsdienst. Sie sind damit absolut gleichwertig. Die Beseitigung dieser Ungerechtigkeit ist überfällig.»

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