Landrat Wimberg erklärt sich zur zweiten Kandidatur bereit
Der CDU-Kreisvorstand hat den Amtsinhaber als Kandidaten für die Wahl im September vorgeschlagen. Nun sind die Delegierten am Zug.
Julius Höffmann | 15.04.2021
Der CDU-Kreisvorstand hat den Amtsinhaber als Kandidaten für die Wahl im September vorgeschlagen. Nun sind die Delegierten am Zug.
Julius Höffmann | 15.04.2021

Johann Wimberg. Foto: Hermes
Eine positive Bilanz seiner ersten Amtszeit hat Cloppenburgs Landrat Johann Wimberg während einer virtuellen CDU-Delegiertenversammlung gezogen. Besonders hob er die Reduzierung der Kreisschulden von 53 Millionen Euro in 2011 auf heute zehn Millionen Euro hervor, gleichzeitig sei die Kreisumlage auf 33 Punkte abgesenkt worden: "Die niedrigste im ganzen Land." Darüber hinaus sei für die kommenden Jahre ein Investitionsvolumen in den Bereichen Bildung/Schulen, Kindergärten/Krippen, Verkehr und Digitalisierung von rund 241 Millionen Euro geplant. Zuvor hatte der CDU-Vorstand den amtierenden Kreischef erneut als Kandidaten zur Landratswahl am 12. September vorgeschlagen. Weitere Bewerber gab es nicht. Die Delegierten können bis Freitag, 23. April, in einer Briefwahl ihre Stimme abgeben. Am Abend wird das Ergebnis in einer weiteren Videokonferenz bekannt gegeben. Kreisvorsitzender Christoph Eilers lobte die „hervorragende Zusammenarbeit“ mit Wimberg. "Die Menschen im Landkreis Cloppenburg stehen mit dir erfolgreich da." Man spüre, "dass du dich wohlfühlst in deinem Amt", das sei eine wichtige Voraussetzung für den Erfolg. Die Bundestagsabgeordnete Silvia Breher verwies in einem Grußwort auf die "sehr herausfordernde Zeit, besonders für unseren Landrat". Mit einem Verweis auf die aktuelle bundespolitische Debatte zur Kanzlerkandidatur sprach Breher von "turbulenten Tagen" und einem "suboptimalen Verfahren". Johann Wimberg bedankte sich in seiner Bewerbungsrede für die Unterstützung in den vergangenen Jahren. Das "Wir" sei maßgeblich. Es käme nicht auf Einzelpersonen an, sondern auf die Mannschaft insgesamt. "Der Landkreis Cloppenburg zeigt sich bei einer hohen Lebensqualität wirtschaftlich hervorragend aufgestellt." Das sei der Erfolg aller Bürgerinnen und Bürger. Wimberg verwies auf das neue Angebot im Öffentlichen Personennahverkehr, das Rufbussystem "Moobil+“ schaffe bereits heute Verbindungen und sei in Zukunft weiter ausbau- und erweiterungsfähig. Man gehe neue Wege, erarbeite für die heimische, landwirtschaftlich geprägte Region neue Konzepte und habe den Klimawandel im Blick. Die Kommunen konnten durch die niedrigere Kreisumlage um rund 71 Millionen Euro entlastet werden. Viele Menschen, "die sich unglaublich einsetzen", hätten daran mitgewirkt, erfolgreich sein zu können. Besonders auch in der Corona-Pandemie: Aktuell seien 36.221 Erst- und Zweitimpfungen verabreicht worden. "Doch es könnte sehr viel schneller gehen, alleine im Landkreis könnten wir jeden Tag 2.000 Menschen versorgen", betonte Wimberg. Aber: Der Impfstoff fehlt. "Ich möchte gerne die Aufgabe als Landrat weiterführen", erklärte der 51-Jährige und bedankte sich bei allen, "die mich getragen und ertragen haben". Der Landtagsabgeordnete Karl-Heinz Bley aus Garrel begrüßte die gewünschte Kandidatur: "Johann Wimberg als Landrat ist ein Glücksfall für den Landkreis", kommentierte er die bisherige Arbeit. Emsteks Bürgermeister Michael Fischer lobte ebenfalls Wimbergs Entscheidung: "Toll, dass du weitermachen willst, wir stehen zu dir."Landrat sieht den Kreis Cloppenburg für die Zukunft gewappnet
Wimberg hebt hervor: Der Impfstoff fehlt
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