Interessengemeinschaft Holdorf rückt das Wohnen in den Fokus
Am Jahresauftakt der IGeHo nehmen mehr als 50 Gäste teil – und äußern in einer Umfrage, wie sie sich das Wohnen in der Zukunft vorstellen.
Frederik Böckmann | 27.01.2026
Am Jahresauftakt der IGeHo nehmen mehr als 50 Gäste teil – und äußern in einer Umfrage, wie sie sich das Wohnen in der Zukunft vorstellen.
Frederik Böckmann | 27.01.2026

Den Abend gestalteten (von links) Thomas Deters, Andreas Lucht, Sabine von der Heide und Thomas Kossen. Foto: IGeHo
"Wohnen, wie ich möchte – heute und im Alter“: Dieses Thema stand jetzt im Mittelpunkt beim Jahresauftakt der Interessengemeinschaft Holdorf (IGeHo) in der Bauernschänke Bocklage in Ihorst. Vor mehr als 50 Gästen referierten die Immobiliensachverständige und IGeHo-Beisitzerin Sabine von der Heide und Thomas Kossen, ehrenamtlicher Wohnberater im Landkreis Vechta. „Wohnen ist auch in unserer ländlichen Region längst eine Preisfrage“, sagte Sabine von der Heide laut Pressemitteilung. Ein stetig sich verknappendes Angebot an Bauland und vor allem immens gestiegene Baukosten bildeten die Rahmenbedingungen, die durchaus auch politisch beeinflusst seien. „Nicht alle Menschen wollen irgendwann in ein Heim oder eine Seniorenresidenz“, sagte von der Heide. Alternative Wohnkonzepte fänden daher immer mehr Anklang. Darunter fallen zum Beispiel Seniorenwohngemeinschaften oder auch sogenannte Wohnquartiere, die auf generationenübergreifendes Wohnen – wie es die IGeHo auch für Holdorf gerne prüfen würde – setzen. „Die Menschen wollen so lange wie möglich unabhängig und im eigenen Zuhause leben“, machte Thomas Kossen deutlich. Mit fünf weiteren geschulten Ehrenamtlichen berät er Menschen und Familien rund ums Wohnen und Bauen im Alter oder bei eingeschränkter Mobilität. „Es gibt eine Vielzahl an technischen Hilfsmitteln, die kurzfristig Unterstützung bieten. Wenn das nicht reicht und ein Umbau zu Hause erforderlich ist, helfen wir bei der Planung und Umsetzung“, sagte Kossen. Hilfreich sei dabei die Kenntnis, dass diverse Maßnahmen auch förderfähig seien. Eine online und auf Papier durchgeführte Umfrage unter den Anwesenden laut der IGeHo kam zu dem Ergebnis, dass sich viele Teilnehmer in Zukunft ein Leben in generationsübergreifenden Wohnprojekten vorstellen können. Zugleich spielen für die Menschen der Umfrage zufolge vor allem Kriterien wie Nähe zur Familie und zu Freunden wie auch die Erreichbarkeit von lokalen Veranstaltungen sowie Ärzten und Einkaufsmöglichkeiten per Fuß eine wichtige Rolle. Der Vorsitzende Andreas Lucht freute sich am Ende der Veranstaltung über zwei neue Mitglieder. Die IGeHO hat nun 90 Unterstützer.
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