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FDP-Landeschef Birkner: Vorbereitungen für AKW-Betrieb im Notfall treffen

Der Liberale fordert, neue Brennelemente zu kaufen. So könne der Betrieb 3 bis 4 Jahre weiterlaufen – Gesetz des Falles, dass dies auch notwendig sei.

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Stefan Birkner, Spitzenkandidat der FDP Niedersachsen. Foto: dpa/Frankenberg

Stefan Birkner, Spitzenkandidat der FDP Niedersachsen. Foto: dpa/Frankenberg

Für die bestehenden Kernkraftwerke in Deutschland sollten nach Ansicht von Niedersachsens FDP-Landeschef Stefan Birkner neue Brennelemente gekauft werden. Damit könnten die Anlagen dann 3 bis 4 Jahre weiterlaufen, sagte Birkner im Sommerinterview des NDR Niedersachsen. Ein Parteisprecher sagte der dpa, dabei gehe es nicht um eine Laufzeitverlängerung von 3 bis 4 Jahren, sondern um die grundsätzliche Möglichkeit, die Kraftwerke im Notfall länger weiterlaufen lassen zu können. "Um vorbereitet zu sein, würde ich im Zweifelsfall sagen: Man muss ein gewisses Risiko eingehen, dass man sie nicht braucht. Das wäre sogar wünschenswert. Aber dann haben wir sie", sagte Birkner dem NDR.

Angesichts steigender Preise und drohender Energieknappheit ist eine Debatte um die weitere Nutzung der drei noch am Netz befindlichen deutschen Kernkraftwerke entbrannt. Das ist auch deshalb umstritten, weil Atomkraft vor allem zur Stromerzeugung genutzt wird, fehlendes russisches Gas hingegen zur Wärmeproduktion. Befürworter argumentieren auch mit möglichen Stromengpässen. Eigentlich ist vorgesehen, dass die verbliebenen Meiler Isar 2 in Niederbayern, Emsland in Niedersachsen und Neckarwestheim 2 in Baden-Württemberg zum Jahresende außer Betrieb gehen.

Birkner, der auch Spitzenkandidat seiner Partei bei der Landtagswahl im Herbst ist, gab in dem NDR-Interview zudem an, ein zweistelliges Ergebnis mit der FDP am 9. Oktober erzielen zu wollen. Zuletzt lagen die Liberalen im Niedersachsen-Trend von Infratest dimap im Auftrag des NDR Anfang Juli bei sieben Prozent. "Die Dynamik zu zweistellig, die ist im Wahlkampf drin. Insbesondere, wenn die Menschen im Land überhaupt erstmal wahrnehmen, dass Landtagswahl ist", sagte Birkner.

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