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Dach der Bakumer Sporthalle wird saniert

In den Sommerferien 2022 soll das Sporthallendach erneuert werden. Auch eine PV-Anlage soll ihren Platz bekommen. Die Maßnahme wird insgesamt circa 530.000 Euro kosten.

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Bekommt im nächsten Jahr ein neues Dach und eine Fotovoltaikanlage: Die Sporthalle in Bakum. Foto: Kessen <br>

Bekommt im nächsten Jahr ein neues Dach und eine Fotovoltaikanlage: Die Sporthalle in Bakum. Foto: Kessen

Gute Nachrichten für alle Nutzerinnen und Nutzer der Sporthalle in Bakum: Die Gemeinde soll laut der Empfehlung des Straßen- und Gebäudeausschusses das Hallendach sanieren.  Außerdem soll auf dem Dach eine Photovoltaik (PV)-Anlage installiert werden. Insgesamt werden circa 530.000 Euro für das gesamte Vorhaben veranschlagt.

"Das Dach zeigt Undichtigkeiten auf und die Dachdeckung ist verwittert, sodass Feuchtigkeit eindringen kann", erklärt Dirk Meurer vom Bakumer Bauamt die Notwendigkeit der Sanierung. Damit sollen Folgeschäden wie Durchfeuchtungsschäden oder Leckagen verhindert werden. "Zusätzlich wird das Dach noch eine neue Dämmung erhalten", sagt Meurer. Das führe zu einer guten Klimabilanz im Sommer sowie im Winter. Kosten soll die Sanierung an sich circa 320.000 Euro.

Im Zuge der Sanierung wird auch eine PV-Anlage auf dem Dach errichtet werden. Dazu Meurer: "Das ist einfach zeitgemäß, außerdem bietet es sich wegen des hohen Energiebedarfs sowohl von der Sport-, als auch von der anliegenden Schwimmhalle an." Meurer rechnet vor, dass die beiden Hallen "im Durchschnitt in den letzten 3 Jahren zusammen circa 170 Megawatt im Jahr verbraucht haben." Die PV-Anlage könnte davon künftig maximal 126 Megawatt im Jahr liefern.

Die Gemeinde hofft noch auf KfW-Zuschüsse

Geschätzt werden die Kosten mit 144.000 Euro, mögliche Fördermittel der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) sind dort laut Verwaltung noch nicht mit einberechnet. "Nach unserem Plan haben wir die Kosten für die PV-Anlage nach 6,5 Jahren wieder raus", sagt Meurer. Berechne man noch den Schattenwurf des umliegenden Waldes mit ein, der circa 20 Prozent ausmache, wäre die Anlage nach 7,5-8 Jahren abbezahlt. "Insgesamt ist das sehr positiv, da die Energiekosten wahrscheinlich weiter steigen werden", findet Meurer.

Inklusive der Ingenieursleistungen des Ingenieurbüros "Bauwerkstatt" aus Vechta liegen die Gesamtkosten bei circa 530.000 Euro. "Wir rechnen mit mindestens 20 Prozent Zuschuss der KfW für die Dachsanierung", so Meurer. Das beziehe sich auf den KfW-Standard 100; außerdem könnte sich der Zuschuss auf bis zu 27,5 Prozent erhöhen, falls noch die Fenster ausgetauscht werden würden. "Wir prüfen momentan, ob das Sinn ergibt", sagt Meurer dazu.

Bürgermeister Tobias Averbeck (CDU) kündigt an, den Antrag bei der KfW erst nach dem 1. Juli, weil sich dann die Richtlinien ändern und deutlich interessanter seien. Außerdem meint Averbeck, dass der Sprung zu einem KfW 70-Standard, der noch mehr Fördermittel verspricht, "sehr groß" sei: "Da bräuchte es zum Beispiel eine Fußbodenheizung, das würde sich nicht rechnen."

Durchgeführt werden soll das Vorhaben laut der Verwaltung in den Sommerferien 2022. "Es ist geplant in den Ferien das Dach zu sanieren, um danach die PV-Anlage zu installieren", sagt Meurer zum Zeitplan. Während der Dachsanierung werde es zwar zu Einschränkungen im Hallenbetrieb kommen, bei der Errichtung der PV-Anlage solle die Halle aber ganz normal genutzt werden können.

Politik lobt die Pläne

Der Ausschuss nahm das Vorhaben der Verwaltung durchweg positiv auf. Auch CDU-Fraktionsvorsitzender Christoph Eiken (CDU) begrüßte die Sanierung: "Die Maßnahme ist alternativlos, wir gehen da als Kommune voran." Positiv hob er zudem hervor, dass die Gemeinde das Bauvorhaben selber durchführt und nicht das Dach für andere Dienstleister zur Verfügung stellt. Auf Nachfrage von Ratsmitglied Marlies Witte (SPD) sagt Dirk Meurer zudem, dass für die PV-Anlage keine neue Trafo-Station gebaut werden müsse: "Die Anlage kann an der vorhandenen Trafo-Station angeschlossen werden."

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