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Cappelner Kandidaten liefern sich ein spannendes Duell

Amtsinhaber Marcus Brinkmann und CDU-Kandidat Frank Beumker stehen bei einer Podiumsdiskussion der OM-Mediengruppe Rede und Antwort. Es kam zu einem regen Austausch.

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Auf dem Podium: Amtsinhaber Marcus Brinkmann (links) und CDU-Kandidat Frank Beumker. Fotos: Hermes

Auf dem Podium: Amtsinhaber Marcus Brinkmann (links) und CDU-Kandidat Frank Beumker. Fotos: Hermes

Ein spannendes Duell haben sich die beiden Bürgermeisterkandidaten für die Gemeinde Cappeln am Montagabend geliefert. Über 200 Besucher waren zur Podiumsdiskussion der OM-Mediengruppe in den Saal Waikiki gekommen, Redakteur Thomas Vorwerk führte souverän durch den Abend.

„Ich möchte mit viel Herzblut und Leidenschaft Bürgermeister bleiben. Das ist mein ganz persönlicher Antrieb“, sagte der parteiunabhängige Amtsinhaber Marcus Brinkmann, der von der UWG unterstützt wird. Er stehe für eine ehrliche und authentische Politik und müsse sich nicht erst einarbeiten. Ihm und seiner Familie gefalle es in Cappeln: „Und an erster Stelle steht für mich das Wohl der Gemeinde, nicht das Partei-Interesse.“

Frank Beumker, der für die CDU antritt, hielt dagegen. „Ich stehe der Partei seit Jahrzehnten zwar nahe, aber ich bin für alle Cappelner da.“ Er habe Freude im Umgang mit Menschen und sei selbst ehrenamtlich aktiv. Zudem räumte er mit einem Gerücht auf. „Natürlich ziehen wir im Falle meiner Wahl nach Cappeln“, so der Familienvater. Als seine Stärken bezeichnete der aktuelle Landkreis-Sprecher die Einblicke in Verwaltungen und Fachbereiche sowie seine Kommunikationsfähigkeit.

Thomas Vorwerk, Frank Beumker und Marcus Brinkmann (von links). Foto: HermesThomas Vorwerk, Frank Beumker und Marcus Brinkmann (von links). Foto: Hermes

Im Laufe des Abends entwickelte sich eine rege Diskussion, beide Kandidaten konnten sich die ein oder andere Spitze gegenüber dem Kontrahenten nicht verkneifen. Durchaus hitzig wurde es erwartungsgemäß beim Thema Rathaus-Neubau. Brinkmann kritisierte, dass der zunächst gemeinsam mit allen Fraktionen eingeschlagene Weg gerade sechs Monate vor der Wahl von den Christdemokraten abrupt beendet wurde. Beumker sah dies naturgemäß anders: „Es ist gut, dass die CDU die Planung vorerst gestoppt hat.“

Der Herausforderer warnte vor einer Kostensteigerung und warf dem Amtsinhaber vor, Änderungen an den Plänen nicht kommuniziert zu haben. Zudem hätten am Ende drei Fraktionen einen Antrag entworfen und ohne vorherige Absprache mit dem Bürgermeister beim Rathaus abgegeben: „So viel zu Ihren gemeinsamen Gesprächen.“

Der Antrag sieht eine Prüfung vor, ob ein privater Investor das neue Rat- und Dorfgemeinschaftshaus baut und später zu einem festgelegten Preis von 6,9 Millionen Euro der Kommune überlässt. Zum aktuellen Stand erklärte Brinkmann, dass zurzeit geprüft werde, ob und wie ein privater Investor mit einbezogen werden kann. Dafür sei er unter Umständen auch offen: „Die Ergebnisse werden wir dem Rat vorstellen.“

Er wies aber auch nochmals darauf hin, sich nicht die Chance der Dorfentwicklung nehmen zu lassen. Schließlich würden Fördermittel in Höhe von 1,3 Millionen Euro bereitstehen, die mit einem Privatinvestor wohl nicht fließen würden. Zudem wolle die Volksbank Cappeln die Ortsmitte gleichzeitig unter anderem mit einem Café und einem Hotel aufwerten: „Das ist eine echte Chance und es braucht Planungssicherheit.“

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