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Ansgar Brockmann bleibt Neuenkirchen-Vördens Bürgermeister

Der amtierende Bürgermeister Neuenkirchen-Vördens tritt eine weitere Amtszeit an. Die Wähler stimmten mit 67,61 Prozent für Brockmann.

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Der Wiedergewählte und seine Familie: Zur Bestätigung im Amt nahm Ansgar Brockmann (zweiter von rechts) die Glückwünsche seines Sohnes Yannick, seiner Frau Christine und seiner Tochter Chiara entgegen.Foto: Lammert

Der Wiedergewählte und seine Familie: Zur Bestätigung im Amt nahm Ansgar Brockmann (zweiter von rechts) die Glückwünsche seines Sohnes Yannick, seiner Frau Christine und seiner Tochter Chiara entgegen.Foto: Lammert

Der wiedergewählte Bürgermeister Ansgar Brockmann nahm sein Ergebnis von 67,61 Prozent Ja-Stimmen nach außen gelassen hin. Er habe, sagte er, nachdem das vorläufige Endergebnis festgestanden hatte, mit zwei Drittel Ja-Stimmen gerechnet. Insgesamt verlor er rund 20 Prozent an Zustimmung gegenüber seiner ersten Wahl vor 7 Jahren.

Unterdurchschnittlich schnitt der Politiker, der als Einzelbewerber antrat und sich im Vorfeld der Wahl die Unterstützung der beiden CDU-Gemeindeverbände Neuenkirchen und Vörden sowie des SPD-Ortsvereins Neuenkirchen-Vörden gesichert hatte, vor allem in den Wahlbezirken auf Neuenkirchener Gebiet ab.

Am schwächsten mit 55,47 Prozent war er in Bieste. Im Bezirk Neuenkirchen III kam er auf 55,56 Prozent, in Neuenkirchen II auf 55,78 Prozent, in Nellinghof auf 56,56 Prozent.

Das beste Ergebnis erreichte Ansgar Brockmann in Campemoor mit 94,35 Prozent. In Hinnenkamp waren es 87,59 Prozent, in Vörden I und II 84,5 beziehungsweise 84,29 Prozent.

Die erheblichen Verluste führte der wiedergewählte Bürgermeister unter anderem auch darauf zurück, dass ihn die IGNV dieses Mal im Gegensatz zu vor 7 Jahren nicht unterstützt habe.

"Es gab einen größeren Nachholbedarf in Vörden."Ansgar Brockmann, Bürgermeister

Ein weiterer Grund könnte der sein, dass aus Sicht der Wähler in den vergangenen Jahren zu wenig in Neuenkirchen und zu viel in Vörden passiert sei. Das sei aber auch richtig gewesen, denn: "Es gab einen größeren Nachholbedarf in Vörden."

Allerdings werde sich in der neuen Wahlperiode einiges tun in Neuenkirchen. Ansgar Brockmann verwies auf das neue Baugebiet Schneithorst, auf die Erweiterung der Grundschule, die Mobilitätsstation und den neuen Kindergarten, für den er eine Fläche an der Alfhausener Straße favorisiert.

Ergebnis überrascht Vördens CDU-Chef nicht

Für Dr. Heinrich Brand, Chef der Vördener CDU, war das Abschneiden des alten und neuen Bürgermeisters nach eigenen Worten keine Überraschung. Er habe schon im Vorfeld der Abstimmung aus Neuenkirchen viel Kritik an Ansgar Brockmann gehört. Aber: Die CDU stehe klar hinter dem Bürgermeister.

Martin Menke, Vorsitzender der Neuenkirchener Christdemokraten, sagte, er habe bei der Bürgermeisterwahl mit einer Zustimmung von rund 70 Prozent für den Kandidaten gerechnet, nicht mit mehr. Es habe sich in der Tat bei vielen Neuenkirchenern der Eindruck verfestigt, in ihrem Ortsteil sei viel zu wenig geschehen.

Schönfeld: IGNV gab bewusst keine Wahlempfehlung ab

Josef Schönfeld als Vorsitzender der IGNV wollte die Kritik des Bürgermeisters, die IGNV habe ihm dieses Mal die Unterstützung verweigert, so nicht stehen lassen. Die Wählergemeinschaft habe ganz bewusst keine Empfehlung ausgesprochen. Jeder Bürger habe selbst entscheiden sollen, wo er sein Kreuz machen wollte.

Fakt sei, das Ergebnis sei nicht gut, es sei ein schlechtes. In Richtung Ansgar Brockmann machte er den Vorwurf, in der Gemeinde bewege sich zu wenig, obwohl es viele gute Ideen gibt.

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