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Alexander Bartz aus Vechta ist SPD-Kandidat zur Bundestagswahl

Die Genossen aus dem Oldenburger Münsterland schicken den 36-Jährigen ins Rennen um ein Mandat. Er erhielt 98 Prozent der Delegiertenstimmen.

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Will für das Oldenburger Münsterland nach Berlin: Alexander Bartz. Foto: Samir

Will für das Oldenburger Münsterland nach Berlin: Alexander Bartz. Foto: Samir

Die Sozialdemokraten im Oldenburger Münsterland schicken bei der Bundestagswahl im Herbst 2021 Alexander Bartz aus Vechta ins Rennen im Wahlkreis 32. Der 36-jährige Familienvater und studierte Betriebswirt erhielt 98 Prozent der Delegiertenstimmen (45 mal Ja, ein mal Nein) aus den SPD-Unterbezirken Cloppenburg und Vechta.

Die Abstimmung erfolgte per Briefwahl. Das Ergebnis wurde am Montag in einer Video-Konferenz bekanntgegeben, geleitet von der SPD-Bundestagsabgeordneten Susanne Mittag (Delmenhorst). Sie bezeichnete das Votum für Bartz als "sagenhaftes Ergebnis". Bartz, der auch SPD-Ortsverbandsvorsitzender in Vechta ist, nahm das Votum, "gerne an" und dankte allen, die ihn gewählt haben.  "Es ist schön, wenn man diese Wahl gewonnen hat, ich freue mich aber wenn ich die nächste Wahl gewonnen habe", sagte er mit Blick auf den Urnengang im September.

"Wir werden um jede Stimme kämpfen."Detlef Kolde, SPD-Kreisvorsitzender Cloppenburg

Die Arbeit fange jetzt an. "Wir haben eine ganze Menge vor", erklärte er. Bartz sagte gegenüber OM online, dass er ein "cooles" und sehr engagiertes Team habe und mit dem Wahlkampf sofort loslegen wolle. Im Oldenburger Münsterland gebe es eine ganze Menge an Themen, die angefasst werden müssten. Er appellierte an die Basis: "Lasst uns das alle gemeinsam anpacken".

Mittag sagte: "Ich unterstütze gerne." Sie wolle ihn immer auf dem allerneuesten Stand der Debatten in Berlin halten, sich "ganz eng" mit ihm austauschen. Unter Corona-Bedingungen werde es zwar einen außergewöhlichen Wahlkampf geben, aber Bartz habe da schon viele Ideen, sagte sie.

Die SPD-Kreisvorsitzenden Sam Schaffhausen (Vechta) und Detlef Kolde (Cloppenburg) überreichten Bartz Blumensträuße. Kolde versicherte ihm, dass er auch "zu hundert Prozent" der SPD-Bundeskandidat für den Landkreis Cloppenburg sei. "Wir werden um jede Stimme kämpfen", sagte Kolde. Schaffhausen sagte: "Wir freuen uns auf einen spannenden Wahlkampf."

Digitalisierung und besseren ÖPNV sieht Bartz als Themen für die Zukunft

Auf Nachfrage von OM online, was vor Ort aus seiner Sicht zu verändern sei, nannte Bartz als erstes die Umweltpolitik. Der Klimawandel sei in der Region angekommen. Er plädierte dafür, sich mit erneuerbaren Energiequellen auseinanderzusetzen. Und es gelte, auch in der Region die Elektro-Mobilität auszubauen.

Außerdem bestehe Nachholbedarf im Bereich der Digitalisierung. Das sei auch wichtig, damit das Oldenburger Münsterland als Wirtschaftsstandort "spitze" bleibe. Auch im Bereich des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) sei noch "sehr viel mehr" zu tun. In puncto Landwirtschaft plädierte er für eine Weiterentwicklung hin zu mehr Tierwohl und Regionalisierung.

Die Delegierten der beiden Kreisverbände bestimmten per Briefwahl auch die Delegierten zur Aufstellung der Bundesliste der SPD zur Bundestagswahl: Für den Keisverband Vechta ist es Hermann Schütte (Ersatzdelegierte Ingeborg Olberding), für den Unterbezirk Cloppenburg Jan Oskar Höffmann (Ersatzdelegierte Jessica Heister).

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