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Abschied mit Stolz und Selbstbewusstsein

Mit der letzten Sitzung des Friesoyther Rates endet für 14 Ratsmitglieder ihre Tätigkeit im obersten Entscheidungsorgan der Stadt. Neben dem Abschied standen auch inhaltliche Themen auf der Agenda.

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Scheiden aus dem Rat aus: (hinten von links) Dr. Matthias Lamping, Frank Böckmann, Kerstin Renken, Gerd Stratmann, Jonas Bickschlag, Christian Reiners, Hubert Schrand sowie (vorne von links) Karl-Heinz Krone, Hans Langen, Silke Diekhaus, Resmiye Agirman, Marianne von Garrel und Wilhelm Bohnstengel. Es fehlen Heike de Buhr, Heinz Lübbers und Gerold Többen.   Foto: Stix

Scheiden aus dem Rat aus: (hinten von links) Dr. Matthias Lamping, Frank Böckmann, Kerstin Renken, Gerd Stratmann, Jonas Bickschlag, Christian Reiners, Hubert Schrand sowie (vorne von links) Karl-Heinz Krone, Hans Langen, Silke Diekhaus, Resmiye Agirman, Marianne von Garrel und Wilhelm Bohnstengel. Es fehlen Heike de Buhr, Heinz Lübbers und Gerold Többen.   Foto: Stix

Die letzte Sitzung des Friesoyther Stadtrates in der Legislaturperiode 2016 bis 2021 stand zu einem großen Teil unter dem Motto Abschied und Ehrung. 14 der aktuell 31 Ratsmitglieder waren bei der Kommunalwahl am 12. September nicht wieder angetreten oder hatten den Sprung in den neuen Rat verpasst. Für sie gab es ein Präsent, eine Friesoyther Gutscheinkarte und eine Dankesurkunde. Bei der inhaltlichen Arbeit stachen insbesondere 2 Mitteilungen des Bürgermeisters heraus.

Eine davon ist ein Novum in der Geschichte der Stadt: Die 10 Friesoyther Fußballvereine werden sich gemeinsam beim Landkreis um die Förderung von Kunstrasenplätzen im Stadtgebiet bewerben. "Alle haben sich bereiterklärt, einen gemeinsamen Verein mit dem Arbeitstitel 'Gemeinschaft Friesoyther Fußballvereine' zu gründen, der als Antragsteller und auch Ansprechpartner für die Abwicklung agiert", erläuterte Bürgermeister Sven Stratmann.

Alle Vereine sollen kurze Wege zu den Plätzen haben

Ziel ist es, 3 Kunstrasenplätze nach Friesoythe zu holen. Sie sollen so verteilt werden, dass alle Vereine mit kurzen Wegen dort zuspielen und trainieren können. Da der Verein noch in Gründung ist, hat der SV Hansa Friesoythe zunächst die Federführung für das Projekt und die Antragstellung übernommen. "Wir hoffen, dass wir schon Anfang des nächsten Jahres eine Antwort vom Landkreis bekommen", sagt die Erste Stadträtin Heidrun Hamjediers, die das Projekt aus der Stadtverwaltung heraus vorangetrieben und begleitet hat.

3 Kunstrasenplätze will die neue Gemeinschaft Friesoyther Fußballvereine ins Stadtgebiet Friesoythe holen. Symbolbild: Fredrik von Erichsendpa3 Kunstrasenplätze will die neue "Gemeinschaft Friesoyther Fußballvereine" ins Stadtgebiet Friesoythe holen. Symbolbild: Fredrik von Erichsen/dpa

Überraschend auch eine Information des Bürgermeisters zur aktuellen Finanzlage. Trotz der finanziellen Belastung und der gesunkenen Steuereinnahmen durch die Corona-Pandemie werde die Stadt, so Stratmann, das Jahr 2021 voraussichtlich ohne Nettoneuverschuldung abschließen. Über den Haushalt 2022 werde der neue Stadtrat, der am 3. November zu seiner konstituierenden Sitzung zusammentritt, beraten. Das Zahlenwerk soll im Januar oder Februar verabschiedet werden.

„Mit Stolz und Selbstbewusstsein könnt ihr auf eure Amtszeit zurückblicken.“Sven Stratmann, Bürgermeister

Bei der Verabschiedung der ausscheidenden Personen erinnerte Stratmann daran, dass jedes Ratsmitglied Verantwortung für die Stadt und ihre Entwicklung übernimmt. "Mit Stolz und Selbstbewusstsein könnt ihr auf eure Amtszeit zurückblicken", gab er ihnen mit auf den Weg. "Ich möchte mich im Namen der Stadt Friesoythe herzlich für den Einsatz, für die Jahre eurer Ratsmitgliedschaft bedanken, in der ihr viel Freizeit geopfert und euch mit Herzblut eingebracht habt."

Eine besondere Würdigung erfuhr SPD-Ratsherr Wilhelm Bohnstengel. Er war 30 Jahre lang im Rat und seinen Ausschüssen tätig und erhielt dafür sowohl den Ehrenteller der Stadt Friesoythe als auch die Ehrenmedaille des Niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes (NSGB). Barßels Bürgermeister Nils Anhuth, der die Verleihung als stellvertretender Vorsitzender des Kreisverbandes Cloppenburg im NSGB vornahm, würdigte damit ein Engagement, das "beileibe keine Selbstverständlichkeit" sei.

Ehrung: Wilhelm Bohnstengel (rechts) erhält für seine 30-jährige Mitarbeit im Friesoyther Stadtrat von Bürgermeister Sven Stratmann den Wappenteller der Stadt Friesoythe.    Foto: StixEhrung: Wilhelm Bohnstengel (rechts) erhält für seine 30-jährige Mitarbeit im Friesoyther Stadtrat von Bürgermeister Sven Stratmann den Wappenteller der Stadt Friesoythe.    Foto: Stix

Die Ehrenmedaille des NSG erhielt auch Hans Meyer, der inzwischen 40 Jahre im Friesoyther Stadtrat sitzt und auch für die nächsten 5 Jahre wiedergewählt wurde. 40 Jahre seien eine "unvorstellbare Zeit", sagte der 35-jährige Anhuth. "Allein die Ausschussbeteiligungen von Hans Meyer füllen eine ganze DIN-A4-Seite." Zudem finde Meyer noch die Zeit, sich als "Mr. Gehlenberg" leidenschaftlich für seinen Ort einzusetzen. Die Ehrennadel des NSGB in Bronze erhielt Karl-Heinz Krone für 15 Jahre Mitgliedschaft im Rat. Renate Geuter wurde für ihre 25-jährige Ratstätigkeit mit der Ehrennadel in Gold geehrt


Aus dem Rat ausgeschieden sind: Resmiye Agirman (SPD/1 Jahr Ratsmitglied), Gerold Többen (SPD/2 Jahre), Jan-Gert Roter (CDU/3 Jahre), Jonas Bickschlag (CDU/5 Jahre), Silke Diekhaus (CDU/5 Jahre), Dr. Matthias Lamping (CDU/5 Jahre), Heinz Lübbers (SPD/5 Jahre), Hans Langen (CDU/5 Jahre), Kerstin Renken (CDU/5 Jahre), Hubert Schrand (SPD/5 Jahre), Gerd Stratmann (CDU/5 Jahre), Heike de Buhr (SPD/7 Jahre), Frank Böckmann (CDU/10 Jahre), Marianne von Garrel (CDU/10 Jahre), Christian Reiners (CDU/10 Jahre), Karl-Heinz Krone (CDU/15 Jahre), Wilhelm Bohnstengel (SPD/30 Jahre).

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