Zwei Brände in Großenkneten und Ahlhorn belasten Feuerwehr
Am Donnerstagmittag mussten die Feuerwehrleute zunächst auf das Gelände des Gewerbeparks Metropolpark Hansalinie ausrücken. Kurze Zeit später folgte die zweite Alarmierung.
Zwei Einsätze in Großenkneten haben die Gemeindefeuerwehr am Donnerstagmittag stark belastet.
Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, waren zunächst gegen 12.04 Uhr Photovoltaik-Platten auf dem Gelände des Gewerbeparks Hansalinie in Brand geraten.
Währenddessen wurde die Wehr zu einem weiteren Brand in der Straße „Großer Sand“ in Ahlhorn alarmiert. Dort hatten ein Wohnwagen und Anhänger unter einem Carport Feuer gefangen. Deshalb verordnete der Einsatzleiter den Verbleib einer Brandsicherheitswache mit Kleinlöschgerät an der ersten Einsatzstelle an und beorderte die restlichen Fahrzeuge mit ihren Besatzungen zu dem Zweiteinsatz.
Zusätzlich wurde die Feuerwehr Sage alarmiert. Nach Eintreffen an der Einsatzstelle ließ Einsatzleiter Carsten Rönnau die Alarmstufe sofort auf „F3“ erhöhen, was eine Hinzuziehung der Feuerwehr Großenkneten sowie Einheiten der Kreisfeuerwehr mit Drohne, Einsatzleitwagen und Gerätewagen Atemschutz zur Folge hatte.
Foto: Matthias Witthöft
Unter Atemschutz bekämpften die Einsatzkräfte nun die Flammen in dem mit einer Photovoltaik-Anlage ausgestatteten Carport. Während dieses Feuer rasch gelöscht werden konnte, war die erfolgte Ausbreitung auf das angrenzende Garagengebäude zeitaufwendiger. Da die Flammen bereits unter den Dachvorsprung gezogen waren und so den Dachstuhl entzündet hatten, musste die Dachhaut geöffnet werden. Nur so konnten alle Brandherde nach und nach abgelöscht werden. Hierbei war die Wärmebildkamera der Drohne der Kreisfeuerwehr Oldenburg eine große Hilfe.
Eine besondere Gefährdung für die Einsatzkräfte stellten in der Garage abgestellte Propangasflaschen dar. Diese wurden gekühlt und beobachtet.
Hinzu kam die körperliche Belastung aufgrund der hohen Temperaturen von mehr als 30 Grad Celsius. Pressesprecher Matthias Witthöft: „Unter der dicken, mehrlagigen Feuerschutzkleidung kann der menschliche Körper ab einem gewissen Punkt nicht mehr eigenständig die Körpertemperatur regulieren. Hier ist es wichtig, die Feuerwehrleute rechtzeitig aus dem direkten Einsatz zu nehmen und sie regenerieren zu lassen. Außerdem muss natürlich auch der Flüssigkeitshaushalt durch regelmäßiges Wassertrinken unterstützt werden.“
Foto: Matthias Witthöft
Nach etwa einer Stunde hatten die rund 50 Einsatzkräfte der Gemeindefeuerwehr Großenkneten und des Landkreises Oldenburg das Feuer so weit gelöscht, dass nur noch vereinzelte Glutnester kontrolliert werden mussten.
Neben zwölf Feuerwehrfahrzeugen befanden sich ebenfalls ein Rettungswagen der Johanniter, die Polizei sowie ein Techniker des Energieversorgers an der Einsatzstelle.