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Zum Ehrentag: Mit der Rikscha durch Cloppenburg

Adi Röhr feiert seinen 80. Geburtstag, der Dehoga-Ehrenvorsitzende hat über viele Jahre den Dorfkrug im Museumsdorf betrieben. Langjährige Weggefährten gratulieren ihm.

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Mit der Rikscha durch Cloppenburg: Adi Röhr (vorne, links) hat am Dienstag seinen 80. Geburtstag gefeiert. Foto: Hermes

Mit der Rikscha durch Cloppenburg: Adi Röhr (vorne, links) hat am Dienstag seinen 80. Geburtstag gefeiert. Foto: Hermes

Ein Urgestein wird 80 Jahre alt: Adi Röhr hat am Dienstag seinen runden Geburtstag gefeiert. Zu seinem Ehrentag wurde der Cloppenburger von Freunden und Weggefährten überrascht, unter anderem gab es eine Stadttour in der Rikscha. Zunächst holten Dr. Aloys Klaus, Gregor Möller-Reemts und Klaus Deux den Jubilar sowie 2 langjährige Freunde ab. Nach einem Picknick im Stadtpark ging es weiter durch die Kreisstadt, am Abend stand eine Feier mit geladenen Gästen auf dem Programm. 

Bekannt geworden ist Röhr durch den Dorfkrug im Museumsdorf, in den er eine Menge Herzblut und Arbeit gesteckt hat. Übernommen hatte er den gastronomischen Betrieb 1970 von Willi Adolph, zuvor war er dort bereits drei Jahre lang als Kellner tätig. Hochzeiten, Tagungen oder Gesellschaften zählen neben dem Tagesgeschäft dort auch heute noch zum Standard. Die Tradition blieb in der Familie: Seit 2011 leitet Ute Schlömer den Dorfkrug in Eigenregie, geheiratet hatte das Paar 1994.

Stadtrundfahrt: Adi Röhr (sitzend in der Mitte) mit 2 Weggefährten aus Norderneyer Zeiten. Gefahren wurden sie von Klaus Deux, Dr. Aloys Klaus und Gregor Möller-Reemts (hinten, von links). Foto: Hermes Stadtrundfahrt: Adi Röhr (sitzend in der Mitte) mit 2 Weggefährten aus Norderneyer Zeiten. Gefahren wurden sie von Klaus Deux, Dr. Aloys Klaus und Gregor Möller-Reemts (hinten, von links). Foto: Hermes 

Mit Blick auf das 50-jährige Jubiläum im Dezember 2020 starteten beide bereits 2018 mit einer ersten Feier. Vorfreude ist bekanntlich die schönste Freude. Wie Röhr damals gegenüber der Münsterländischen Tageszeitung erzählte, begann der gelernte Textilkaufmann seine gastronomische Karriere bei der Bundeswehr, als er nebenher in der Weser-Ems-Halle in Oldenburg arbeitete. 3 Jahre war er im „Café Fröhle“ auf Norderney tätig, wo beim Tanztee die Kellner im Frack servierten. 

„Es war eine tolle Zeit“, blickte Adi Röhr schon zu diesem Zeitpunkt auf die fast 50 Jahre im Museumsdorf zurück. Wie sehr er an seinem Dorfkrug hängt, hat er am 24. Januar 2018 bewiesen, als ein Brand in der Obergeschoss-Wohnung fast das gesamte Gebäude zerstört hätte. Weil er sich kaum bewegen konnte, hatte er den Feuerlöscher nach unten geworfen und damit Alarm ausgelöst. Als die Polizei wenig später eintraf, stand der damals 76-Jährige vor dem brennenden Gebäude und versuchte, den Brand mit einem Feuerlöscher zu bändigen.

Röhr lädt 2015 zum Benefiz-Adventsessen 

Röhr hat stets auch an andere Menschen gedacht, wichtig waren ihm seine Mitarbeiter, auch die Auszubildenden lagen ihm immer am Herzen. Die Betreiber konnten sich auf ihr Team verlassen, bis zu 30 Personen stark ist die Crew in der Hauptsaison. Der 80-Jährige ist zudem Ehrenvorsitzender beim Cloppenburger Kreisverband des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands Cloppenburg (Dehoga). In seiner Funktion rief er unter anderem den traditionellen Neujahrsempfang ins Leben, der heute in der Stadthalle abgehalten wird. 

Seine Empathie bewies Röhr auch 2015, als er nach dem Vorbild des Schlagersängers Frank Zander zum Adventsessen für Menschen aus bescheidenen Verhältnissen eingeladen hatte. Seine Frau Ute, der Freundeskreis des Museumsdorfs und die Cloppenburger Bürgerstiftung setzten die gute Idee in die Tat um. Und alle kamen: Chronisch kranke Menschen, alleinerziehende Mütter und Wohnungslose. Unternehmen stifteten die Lebensmittel zum Drei-Gänge-Menü und die kleinen Überraschungen für die Kinder.

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